Worum geht es? Laut dem Pentagon hat der Krieg der USA gegen Iran bereits in den ersten Tagen enorme Kosten verursacht. Das geht aus einer vertraulichen Sitzung im US‑Kongress hervor.
Wie teuer war es bisher? Das Verteidigungsministerium bezifferte die Kosten allein für die ersten sechs Tage mit mindestens 11,3 Milliarden US-Dollar.
Was treibt die Kosten? Ein großer Teil entsteht durch moderne Waffen. Allein in den ersten zwei Tagen wurden laut Militärangaben etwa 5,6 Milliarden Dollar für Munition und Raketen ausgegeben.
Was ist damit gemeint? Vorrangig handelt es sich um den Einsatz präzisionsgelenkter Bomben, Marschflugkörper und Abfangraketen für Luftabwehrsysteme.
Wie wurden die Kosten berechnet? Die Zahl von 11,3 Milliarden Dollar gilt nur als erste Schätzung. Die tatsächlichen Kosten dürften noch viel höher liegen.
Was fehlt? Viele Kosten sind noch nicht eingerechnet, zum Beispiel: die Verlegung von Truppen und Kriegsschiffen in den Nahen Osten, Wartung und Betrieb von Flugzeugen und Kriegsschiffen, Ersatz zerstörter Ausrüstung, medizinische Versorgung und Logistik der Soldaten.
Heißt was? Politiker in Washington gehen davon aus, dass der Gesamtpreis des Krieges deutlich höher wird. Die Regierung von Donald Trump könnte laut Berichten bald zusätzliche Mittel von etwa 50 Milliarden Dollar oder mehr beim Kongress beantragen, um den Krieg weiter zu finanzieren.
Worum geht es? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Donnerstag ein Urteil gesprochen, das die Rechte von Transpersonen in der Europäischen Union stärkt.
Wodurch? EU‑Mitgliedstaaten dürfen nicht pauschal verbieten, dass Menschen ihren Geschlechtseintrag in Ausweisen ändern – wenn dieser nicht mit ihrer "gelebten Geschlechtsidentität" übereinstimmt.
Was bedeutet das: Der Entscheid betrifft z. B. Personalausweis, Reisepass oder andere ID‑Dokumente. Das Urteil ist nach Angaben des höchsten EU‑Gerichts bindend für alle EU‑Länder – sie müssen ihre Regeln entsprechend anpassen.
Was ist der Hintergrund? Ein bulgarischer Staatsbürger, der als Mann registriert war, identifiziert sich als Frau und lebt mittlerweile in Italien. Sie beantragte, dass Bulgarien ihren Geschlechtseintrag, ihren Namen und ihre Identitätsnummer ändert.
Aber? Das geltende bulgarisches Recht ließ das nicht zu, weil der Eintrag nach biologischem Geschlecht erfolgt. Bulgarische Gerichte legten den Fall dem EuGH vor.
Was bedeutet das Urteil konkret? Staatliche Ausweise dürfen nicht mehr allein auf dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht basieren, wenn jemand in Wahrheit ein anderes Geschlecht lebt.
Können Länder ausscheren? Nein, Gesetze, die Transpersonen generell das Recht auf Anpassung der Geschlechtsmarkierung verwehren, verstoßen gegen EU‑Recht – besonders gegen die Grundrechte auf Nicht‑Diskriminierung und die Freizügigkeit innerhalb der EU.
Wen betrifft das vorrangig? Bislang erlauben einige EU‑Staaten (z. B. Bulgarien, Ungarn, die Slowakei) keine einfache Änderung des Geschlechtseintrags oder machen sie sehr schwer.
Worum geht es? Am Mittwoch beschlossen die 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) insgesamt rund 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben. Der Effekt blieb bisher aus.
Was ist damit gemeint? Die Freigabe von strategischen Öl-Notfallreserven hat den Ölpreis derzeit nicht gesenkt. Obwohl mehrere Industriestaaten große Mengen Öl auf den Markt bringen wollen, stiegen die Preise weiter an.
Wie hoch lag der Ölpreis am Donnerstag? Er kletterte weiter nach oben, schwankte aber auch stark. Ein Barrel der Sorte Brent lag Donnerstagabend MEZ bei über 100 Dollar das Fass.
Was ist der Hintergrund? Als Folge des Irankriegs kam es zu einer Quasi-Blockade der Straße von Hormus, erstmals in der Geschichte. Über die Seestraße wurden 2025 täglich rund 14 Millionen Barrel Rohöl (14 Prozent der Weltproduktion) transportiert.
Was ist die Gefahr? Notfallreserven wirken nur kurzfristig. Wenn Investoren erwarten, dass die Versorgung länger gestört bleibt, steigen die Preise trotzdem weiter.
Gibt Österreich auch Reserven frei? Ja, Österreich gibt 325.000 Tonnen Rohöl aus den strategischen Reserven frei. Damit könnte man rund 5,4 Millionen Autotanks auffüllen (gerechnet auf 60 Liter).
Worum geht es? Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat in der Nacht auf Donnerstag ein Video veröffentlicht, in dem er sagt, dass seine Familie bedroht wird. Er sieht die Ukraine als Auslöser.
Was weiß man über das Telefonat? In dem Video spricht er mit seinen Töchtern und erklärt ihnen, dass Drohungen gegen ihn und seine Familie ausgesprochen worden seien.
Wen macht er verantwortlich? Orbán behauptet, dass der ehemalige ukrainische Politiker und früherer Geheimdienstoffizier Hryhorij Omelchenko dahinterstecke. Diese Drohungen seien auch gegen seine Kinder und Enkelkinder gerichtet.
Was sagt Orbán genau? Er meint zu seinen Töchtern sinngemäß, dass sie bald in den Nachrichten sehen könnten, dass "die Ukrainer nicht nur mich, sondern auch euch bedroht haben". Gleichzeitig versucht er, sie zu beruhigen und sagt, sie sollten die Situation ernst nehmen, aber keine Angst haben.
Was ist der Hintergrund? In Ungarn finden am 12. April Parlamentswahlen statt. Herausforderer Péter Magyar liegt in Umfragen weit vorn. Kritiker mutmaßen, dass Orbán den Konflikt mit der Ukraine für sich nutzen will.
Welchen Konflikt? Ukraine Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor in Bezug auf Orbán gedroht, "die Adresse dieser Person unseren Streitkräften zu übermitteln – damit sie ihn anrufen und sich mit ihm in ihrer Sprache unterhalten".
Was war der Auslöser? Orbán hat angekündigt, eine Hilfe der EU in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine zu blockieren. Sie würde den Transport von russischem Öl über eine Pipeline nach Ungarn sabotieren.
Worum geht es? Der Nationale Volkskongress Chinas (NVK), das staatliche Parlament, hat am Donnerstag ein neues Gesetz zur "ethnischen Einheit" beschlossen. Es beschneidet die Rechte von Minderheiten.
Wann soll es in Kraft treten? Am 1. Juli 2026.
Was ist die Zielrichtung? Offiziell soll ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl unter allen 56 offiziell anerkannten ethnischen Gruppen in China geschaffen werden. Staatschef Xi Jinping sagte "wie Granatapfelkerne, die zusammenhalten".
Aber? Kritiker befürchten, dass Minderheiten immer stärker unter die Räder kommen. Das neue Gesetz schreibt vor, dass Schulen standardmäßig Mandarin im Unterricht verwenden müssen. Die Han‑Kultur wird immer vorherrschender.
Was wird noch vorgegeben? Patriotismus. Das Gesetz soll Menschen dazu verpflichten, eine "gemeinsame nationale Identität" zu fördern. Staatliche Organe, Unternehmen, Organisationen und sogar Familien werden ermutigt oder verpflichtet, aktiv zur Förderung der "ethnischen Einheit" beizutragen.
Gibt es Sanktionen? Das Gesetz enthält Formulierungen, die es Behörden erlauben, Maßnahmen gegen Aktivitäten zu ergreifen, die als Schädigung der "ethnischen Einheit" gelten.
Wie ging die Abstimmung aus? Die Entscheidung fiel mit überwältigender Mehrheit: 2 .756 Stimmen dafür, 3 dagegen, 3 Enthaltungen.
Worum geht es? Vier ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank haben vor englischen Gerichten eine Klage gegen das Geldhaus eingereicht. Sie verlangen über 600 Millionen Pfund Schadenersatz, umgerechnet fast 700 Millionen Euro.
Was ist der Grund? Die Manager sagen, die hätten durch Entscheidungen der Bank Karriereschäden erlitten. Der Fall steht mit früheren Geschäften im Zusammenhang mit der italienischen Bank Monte dei Paschi in Verbindung.
Was sagt das Geldinstitut? Die Deutsche Bank bezeichnet die Ansprüche als "grundlos" und will sich dagegen wehren.
Was ist die Vorgeschichte? In den letzten Jahren hat die Deutsche Bank eine Reihe von großen Umstrukturierungen und strategischen Neuausrichtungen durchgeführt, um ihre Profitabilität zu verbessern. Die Restrukturierung begann 2023 und umfasste mehrere Maßnahmen.
Welche? Tausende Jobs wurden gestrichen. Es gab eine Neuordnung von Geschäftsbereichen. Einige Teams in London und New York wurden in Regionen mit geringerem Kostenaufwand verschoben. Statt leistungsbasierter Boni wurden teilweise feste Vergütungspakete eingeführt.
Wie betraf das die Kläger? Es handelt sich um früher führende Investmentbanker in London. Sie hätten Karriere‑Chancen verloren, Bonuszahlungen in Millionenhöhe verloren, Rufschädigung erlitten und seien in eine schlechtere Marktposition gebracht worden, klagen sie.
Warum ist die Summe so hoch? Weil Investmentbanker ganz gut verdienen. Beispiel: Wenn ein Banker normalerweise 10 Millionen Pfund pro Jahr an Boni bekommt und die Restrukturierung fünf Jahre wirkt, könnten allein die entgangenen Boni 50 Millionen pro Person ausmachen.
Worum geht es? Die rasante Verbreitung von KI-Systemen verschärft das Problem mit Deepfakes. Die Qualität gefälschter Videos mit bekannten Persönlichkeiten verbessert sich rasant.
Was passiert nun? YouTube hat im Vorjahr ein Tool entwickelt, das Identitätsdiebstähle erkennbar macht. Nun wird es auch einer ausgewählten Gruppe von Regierungsbeamten, politischen Kandidaten und Journalisten zur Verfügung gestellt, berichtet Axios.
Was sind Deepfakes? Künstlich erzeugte oder manipulierte Medien (Videos, Bilder oder Audio), die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden. Dabei wird meist das Gesicht, die Stimme oder das Verhalten einer Person so verändert, dass es real aussieht, obwohl es nie passiert ist.
Wie funktioniert das neue Tool? Die Ähnlichkeitserkennungs-Technologie von YouTube durchsucht auf der Plattform hochgeladene Videos nach Inhalten, die das Abbild einer Person, insbesondere deren Gesicht, zu verwenden scheinen.
Und dann? Wird eine Übereinstimmung festgestellt, können Betroffene das markierte Video überprüfen und über das Beschwerdeverfahren zum Datenschutz von YouTube dessen Entfernung beantragen.
Wird das Video dann gelöscht? Nein, nicht automatisch. Anfragen garantieren nicht, dass das Video tatsächlich entfernt wird.
Warum nicht? Weil es sich um einen sensiblen Vorgang handelt. YouTube erlaubt etwa Parodie und Satire, verrät aber keine Details, wie seine Software arbeitet.
Worum geht es? Die Polizei von Osnabrück im deutschen Bundesland Niedersachsen hatte am Mittwoch einen ungewöhnlichen Einsatz. Eine Lehrerin hatte sie in die Schule gerufen.
Warum? Weil ein siebenjähriger Schüler mit einem Bündel Geldscheinen zum Unterricht erschienen war. In einem Kuvert, das er stolz herzeigte, befanden sich 5.000 Euro.
Blüten? Nein, echtes Geld. "Alles völlig legal - nur zu Anschauungszwecken", schreibt die Polizei. "Wann sieht man schließlich so viel Geld auf einen Haufen?"
Was ist der Hintergrund? Der Bub hatte das Kuvert mit dem Geld daheim entdeckt. Seine Eltern wollten damit ein Auto kaufen. Aber um ein bisschen damit anzugeben, steckte er die Scheine zu Schulbüchern und Jause in die Schultasche.
Hat die Prahlerei wenigstens gewirkt? Ja, und das sogar doppelt. Die Schulkollegen zeigten sich beeindruckt und nahmen die Banknoten in die Hand. Deshalb wurde aber eine Lehrerin auf den Vorfall aufmerksam.
Und sie holte die Polizei? Ja, weil sie dachte, mit dem Geld stimme irgendetwas nicht. Der Fall war aber schnell geklärt.
Heißt? Das Geld wanderte vollständig zurück in den Umschlag und wurde den Eltern zurückgegeben. "Nichts passiert", schreibt die Polizei. "Eltern glücklich, Sohnemann glücklich, Mitschüler begeistert."























































