Worum geht es? US-Tech-Milliardär Elon Musk, Eigentümer der Social-Media-Plattform X (früher Twitter) und Chef von Unternehmen wie Tesla und SpaceX, hat den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in einem Post auf X heftig angegriffen.
Warum? Weil die spanische Regierung an einem Gesetz arbeitet, das Kinder unter 16 Jahren vom Zugang zu Social-Media-Plattformen ausschließt.
Was schrieb Musk? Er kritisierte Sánchez nicht nur wegen des Gesetzes, sondern bezeichnete ihn persönlich als "Dirty Sánchez", "Tyrannen", "Verräter des spanischen Volkes" und "faschistischen Totalitaristen". Dazu stellte er ein beleidigendes Emoji.
Welches? Ein Kackhaufen-Emoji. Es steht am Ende seiner Beleidigung, um seine Aussage noch krasser wirken zu lassen.
Was ist der Hintergrund? Musk ist ein starker Gegner staatlicher Regulierung für Technologien und soziale Medien. Er hält sie für geschäftsschädigend. Der Milliardär nutzt seine große Reichweite auf X häufig, um politische Akteure öffentlich scharf anzugreifen.
Was plant Spanien? Wie Australien soll ein Alters-Verifikationssystem eingeführt werden, damit Minderjährige nicht mehr einfach Accounts erstellen können. Plattform-Betreiber und Führungskräfte werden rechtlich verantwortlich gemacht, wenn sie Hassrede oder andere illegale Inhalte nicht entfernen.
Worum geht es? In einer alten Kirche in Rom war ein Engelsbild restauriert worden. Nach der Überarbeitung ähnelte es auffällig stark dem Gesicht der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Das sorgte für Kontroversen und weltweite Aufmerksamkeit.
Was ist genau passiert? In der Basilika San Lorenzo in Lucina wurde ein Fresko mit Engelsfiguren restauriert. Die Restaurierung war Teil der Instandsetzung eines Kolorits, der ursprünglich aus dem Jahr 2000 stammt.
Was geschah dann? Einer Zeitung fiel auf, dass eines dieser Engelbilder die Gesichtszüge von Meloni trug.
Was war die Folge? Die Darstellung rief Skepsis und Kritik hervor: Kirchen‑ und Staatvertreter betonten, dass politische Figuren nichts in kirchlicher Kunst verloren haben sollten, und es entstand eine Diskussion über die Nutzung von religiösen Bildern für politische Anspielungen.
Wie reagierte die Kirche? Wegen der Störungen beim Gottesdienst ordnete der zuständige Pfarrer der Kirche an, das betreffende Engelsgesicht zu übermalen. Als die Kirche am Mittwoch wieder öffnete, war das Gesicht des Engels mit Farbe entfernt worden, während der Rest des Freskos unverändert blieb.
War's das? Nein, sowohl die Denkmalbehörden Roms als auch das italienische Kulturministerium leiteten Untersuchungen ein, um festzustellen, wie es zu der Darstellung kam und ob bei der Restaurierung Vorgaben missachtet wurden.
Wie reagierte Meloni? Sie nahm den Vorfall mit Humor: Sie veröffentlichte ein Foto des Engels auf ihren Social‑Media‑Kanälen und schrieb, sie sehe "definitiv nicht aus wie ein Engel" — begleitet von einem lachenden Emoji.
Was sagt Restaurator Bruno Valentinetti? Er bestreitet, absichtlich das Gesicht von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gemalt zu haben. Er sagt, er habe nur das ursprüngliche Gemälde aus dem Jahr 2000 wiederhergestellt, so wie es zuvor ausgesehen habe.
Worum geht es? Am 3. Februar 2026 haben die Vereinigten Staaten eine iranische Drohne über dem Arabischen Meer abgeschossen. Das teilte das US-Militär, genauer das US Central Command, in einer offiziellen Erklärung mit.
Was ist passiert? Die Drohne vom Typ Shahed-139 näherte sich einem der größten Kriegsschiffe der US-Marine. Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" war in internationalen Gewässern rund 800 Kilometer vor der iranischen Küste unterwegs.
Gab es Warnungen? US-Beamte erklärten, dass sich das unbemannte Fluggerät trotz mehrfacher Warnungen und Versuche, die Situation zu entschärfen, weiter auf den Flugzeugträger zubewegte und dabei eine "unklare" und "aggressive" Annäherung zeigte.
Warum kam es zum Abschuss-Befehl? Weil nicht klar war, mit welchem Ziel sich die Drohne näherte und um mögliche Gefahren auszuschließen.
Wer führte den Abschuss durch? Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C, das von der "USS Abraham Lincoln" gestartet war. Das Manöver wurde vom Militär als Maßnahme der Selbstverteidigung beschrieben, um den Flugzeugträger und die Menschen an Bord zu schützen.
Gab es Opfer? Nach Angaben des Militärs gab es bei dem Einsatz keine Verletzten und keine Schäden an Ausrüstung oder Schiffen.
Was ist der Hintergrund? Der Vorfall ereignete sich in einer Zeit gestiegener Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die USA haben ihre militärische Präsenz im Nahen Osten in den letzten Wochen deutlich verstärkt und mehrere Kriegsschiffe in die Region verlegt.
Torpediert der Vorfall die Gespräche? Trotz der militärischen Zwischenfälle bestätigten US-Offizielle, dass diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran wie geplant fortgeführt werden sollen.
Worum geht es? In Minneapolis und im Bundesstaat Minnesota fand in den vergangenen Wochen eine großangelegte Bundesoperation zur Durchsetzung der US‑Einwanderungsgesetze statt. Das brutale Vorgehen sorgte für Entsetzen.
Was passierte nun? Am Mittwoch kündigte Tom Homan, der "Border Czar" der US‑Regierung, an, dass etwa 700 Bundesagenten aus dem Bundesstaat abgezogen werden sollen und das "unmittelbar".
Was ist der Hintergrund? Die US‑Einwanderungsbehörde ICE und andere Bundesbehörden hatten mehrere tausend Bundesagenten in die Region geschickt, um Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus festzunehmen und abzuschieben. Diese Maßnahme war Teil der "Operation Metro Surge".
Wie kam es zur Eskalation? Am 7. Jänner erschoss ein Beamter die dreifache Mutter Renee Nicole Good, weil sie angeblich mit ihrem Auto auf ihn losgefahren war. Am 24. Jänner wurde der Krankenpfleger Alex Pretti, der am Straßenrand demonstrierte, von zehn Schüssen getroffen und starb.
Was geschieht nun? "Border Czar" Homan erklärte, der Abzug erfolge, weil es eine verstärkte Kooperation zwischen staatlichen und lokalen Behörden gebe, insbesondere bei der Übergabe festgenommener Menschen an Bundesbehörden.
Ist das die ganze Wahrheit? Wohl kaum. Der Druck aus der Öffentlichkeit, auch von Republikanern, war zuletzt sehr groß geworden.
Ist das ein kompletter Abzug? Nein, Homan betonte, dass weiterhin rund 2.000 Bundesbeamte vor Ort bleiben.
Worum geht es? Ein 36‑jähriger Zugbegleiter der Deutschen Bahn wurde am Montagabend in einem Regionalexpress im Kreis Kaiserslautern (Rheinland‑Pfalz) von einem Fahrgast so schwer attackiert, dass er später an seinen Verletzungen gestorben ist.
Wie kam es dazu? Der Zugbegleiter kontrollierte Tickets. Als eine vierköpfige Gruppe an der Reihe war, konnte ein 26‑jähriger Fahrgast keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Der Schaffner forderte ihn auf, den Zug zu verlassen.
Was passierte dann? Der Fahrgast stand auf, drohte mit den Fäusten, der Zugbegleiter versuchte, die Situation zu beruhigen. Plötzlich begann der Tatverdächtige hemmungslos auf den Kopf des Mannes einzuschlagen.
Wie reagierten die Fahrgäste? Passagiere leisteten Erste Hilfe und riefen Rettungskräfte. Der Zugbegleiter wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, überlebte aber nicht. Die Polizei traf zehn Minuten später ein und nahm den mutmaßlichen Täter fest.
Was weiß man über den Tatverdächtigen? Der mutmaßliche Angreifer ist ein 26‑jähriger mit griechischem Pass, der laut Polizei keinen Wohnsitz in Deutschland hat und in Untersuchungshaft sitzt. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken ermittelt wegen Totschlags.
Was weiß man über das Opfer? Der Zugbegleiter, ein gebürtiger Türke, hinterlässt eine Frau und Kinder.
Worum geht es? Die nicht‑binäre deutsche Aktivistin Maja T. wurde in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt. Ein ungarisches Gericht befand sie für schuldig, an gewalttätigen Angriffen auf Teilnehmer einer rechtsextremen Veranstaltung 2023 beteiligt gewesen zu sein.
Was war der Vorwurf? Die Staatsanwaltschaft warf Maja T. vor, zusammen mit etwa 20 anderen Aktivisten rund um den sogenannten "Day of Honor" – einer rechtsextremen Gedenkveranstaltung in Budapest – mehrere mutmaßliche Rechtsextremisten attackiert zu haben.
Wie schwer waren die Verletzungen? Die Staatsanwaltschaft nannte Knochenbrüche (z. B. im Gesicht und an Fingern), Platzwunden und eine Gehirnerschütterung. Einige der Opfer wurden dabei als "schwer verletzt" beschrieben, vier von ihnen besonders schwer.
Wie ging die Gruppe vor? Laut Anklage und Prozessunterlagen vor dem Budapester Gericht waren die Teilnehmer vermummt und teils mit Schlagstöcken, Gummihämmern und Pfefferspray ausgerüstet.
Was waren die angeklagten Delikte? Unter anderem versuchte schwere oder lebensgefährliche Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Staatsanwaltschaft forderte bis zu 24 Jahre Gefängnis.
Warum war der Prozess umstritten? Maja T. wurde 2024 aus Deutschland nach Ungarn ausgeliefert, nachdem sie in Berlin festgenommen worden war. Diese Auslieferung hatte das Bundesverfassungsgericht später als rechtswidrig bewertet.
Warum? Weil die Haftbedingungen in Ungarn nicht ausreichend geprüft worden seien. Angehörige berichten, dass Maja T. monatelang in Isolationshaft untergebracht war. Trotzdem blieb sie in Budapest in Haft.
Wie verteidigte sich Maja T.? Laut Berichten äußerte sie sich im Gerichtssaal nicht zu den einzelnen Tatvorwürfen. Stattdessen kritisierte sie die Fairness und Rechtsstaatlichkeit des Prozesses und stellte das Verfahren insgesamt infrage. Ihre Verteidigung sprach von einer Farce.
Worum geht es? Vor der griechischen Insel Chios im östlichen Ägäischen Meer kam es Dienstagabend zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem Schiff der Küstenwache und einem Migrantenboot.
Was passierte? Das ist nicht geklärt. Die Küstenwachs gab an, das Migrantenboot sei ohne Navigationslichter unterwegs gewesen und habe auf Warnsignale nicht reagiert. Dann habe es abupt den Kurs gewechselt. Dadurch sei es zur Kollision gekommen.
Wie viele Opfer forderte das Unglück? Die Behörden bestätigten, dass 14 Menschen tot geborgen wurden, elf Männern und drei Frauen. Eine verletzte Frau starb später im Krankenhaus. 25 Menschen konnten gerettet werden, darunter auch zwei schwangere Frauen, deren Babys starben. Auch zwei Küstenwachbeamte wurden verletzt.
Wie stark wird die Flüchtlingsroute momentan genutzt? Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn knapp 1.000 Menschen aus der Türkei zu diesen Inseln übergesetzt.
Worum geht es? Bei einer der bekanntesten Zeitungen der USA kommt es zu einem drastischen Personalabbau. Betroffen sind etwa ein Drittel aller Mitarbeitenden im Unternehmen, also Hunderte von Jobs in verschiedenen Bereichen.
Wen betrifft es genau? Die Kündigungen gehen quer durch alle Abteilungen. Aber: Die Sportredaktion wurde aufgelöst, die Bücher-Sektion ("Books") eingestellt, der "Post Reports" Podcast ausgesetzt, das Korrespondentennetz und das Metro-Team deutlich verkleinert.
Was heißt das in Zahlen? Die Post hat ungefähr 2.500 Beschäftigte, davon sind 800 Journalistinnen und Journalisten, 300 davon müssen gehen, heißt es in Medienberichten. Offizielle Zahlen wurden nicht kommuniziert.
Wem gehört die Post? Die Washington Post ist im Besitz von Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon. Er kaufte die Zeitung 2013 für rund 250 Millionen US-Dollar über seine private Gesellschaft Nash Holdings LLC. Die Post ist privat und gehört nicht zu Amazon selbst.
Was ist der Hintergrund? Im Gegensatz zum Konkurrenten New York Times, der finanziell erblühte, läuft die Post defizitär. Die Leitung begründet die Maßnahmen als notwendigen "strategischen Reset", um das Unternehmen für die Zukunft konkurrenzfähig zu machen.
Ist das die gesamte Erklärung? Wohl nicht. Bezos will sich nicht den Zorn von Donald Trump zuziehen. Die Post wollte eine Wahlempfehlung für Kamala Harris abgeben, das wurde im Verlag gestoppt. Auch sonst ist von redaktionellen Eingriffen zu hören.























































