Worum geht es? Die Druschba-Pipeline ist seit Dienstag wieder intakt. Nach Angaben aus ukrainischen Energiekreisen wurde der Ölfluss am Mittag wieder aufgenommen, nachdem Reparaturen abgeschlossen worden waren.
Seit wann war sie kaputt? Der Betrieb war seit Ende Jänner unterbrochen, nachdem die Pipeline infolge eines Drohnenangriffs im Kontext des Ukraine-Kriegs beschädigt worden war.
Wer wird beliefert? Aktuell betrifft die Wiederinbetriebnahme vor allem den südlichen Abschnitt der Pipeline, über den Länder wie Ungarn und die Slowakei mit Öl versorgt werden. Trotz der Wiederaufnahme gilt die Lage weiterhin als unsicher.
Was ist das große Bild? Die Druschba-Pipeline zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Erdöl in Europa. Sie verläuft von Russland über Belarus und die Ukraine in mehrere mitteleuropäische Staaten.
Wie wurde sie zum politischen Zankapfel? Weil kein Öl kam, blockierte Ungarn einen Kredit der EU für die Ukraine im Wert von 90 Milliarden Euro. Da nun das Öl fließt, kann auch das Geld fließen.
Worum geht es? Ein Streich vor einer Hochzeit richtete am Neptunbrunnen in Florenz schweren Schaden an. Eine Touristin kletterte am vergangenen Samstag auf den "Biancone"-Brunnen, um den Penis der Statue zu berühren. Beamte griffen ein.
Warum machte sie das? Wegen einer Wette. Die Frau sagt, sie sei von einer Hochzeitsgesellschaft dazu animiert worden.
Was ist der "Biancone"-Brunnen? Das Monument wird von Pferden umschlossen, die einen muschelförmigen Wagen am Fuße einer Statue des römischen Meeresgottes Neptun ziehen.
Warum ist das wichtig? Weil die 28-Jährige auf die Pferde kletterte, um den Penis erreichen zu können. Dabei entstand an den Beinen der Pferde, auf die sie geklettert war, sowie an dem Fries, an dem sie sich festgehalten hatte, um nicht auszurutschen, Sachschaden.
Was kostete die Reparatur? Rund 5.000 Euro. Die Polizei zeigte die Frau, deren Nationalität nicht genannt wurde, wegen Sachbeschädigung an.
Von wem ist die Statue? Das Becken, geschaffen vom Bildhauer Bartolomeo Ammannati, wurde 1559 von Cosimo I. de’ Medici in Auftrag gegeben, um die Hochzeit seines Sohnes Francesco I. de’ Medici mit Großherzogin Johanna von Österreich zu feiern.
Worum geht es? Eine neue Phishing-Angriffswelle gegen Nutzer des Messengers Signal sorgt aktuell für große Besorgnis bei Sicherheitsbehörden. Dabei geht es nicht um eine Schwachstelle der App selbst, sondern um gezielte Täuschung der Nutzer.
Was passierte? Behörden wie das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verfassungsschutz warnen vor zunehmenden Phishing-Kampagnen über Messenger wie Signal.
Wer sind die Opfer? Die Angriffe richten sich oft gezielt gegen Politiker, Journalisten und Aktivisten, können aber grundsätzlich jeden treffen. Auch die deutsche Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist Opfer, berichtet der Spiegel.
Wer sind die Täter? Teilweise stehen laut Ermittlern staatlich unterstützte Hackergruppen hinter den Angriffen. In aktuellen Fällen wurden bereits Konten übernommen und interne Kommunikation wurde ausgespäht.
Was ist die Masche? Angreifer geben sich als Signal-Support oder vertrauenswürdige Kontakte aus. Sie schicken Nachrichten mit Links, QR-Codes oder angeblichen Sicherheitswarnungen.
Was ist das Ziel? Nutzer dazu zu bringen, Verifizierungscodes (SMS) weiterzugeben, PINs preiszugeben oder auf Fake-Webseiten zu klicken. Sobald diese Daten übermittelt werden, können Angreifer das Konto übernehmen und sich als Opfer ausgeben.
Was ist wichtig? Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Signal ist nicht gebrochen. Stattdessen wird der Mensch angegriffen („Social Engineering“). Das macht solche Attacken besonders gefährlich.
Wie schützt man sich? Keine Codes weitergeben – auch nicht an angeblichen Support. Misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten (auch von bekannten Kontakten) sein. Registrierungssperre (PIN) in Signal aktivieren. Keine unbekannten Links oder QR-Codes öffnen. Im Zweifel Kontakt über einen anderen Kanal verifizieren.
Was ist zu beachten? Offiziell gilt: Signal kontaktiert Nutzer niemals ungefragt mit Sicherheitsanfragen.
Worum geht es? In der deutschen Stadt Erfurt (220.000 Einwohner) wird eine katholische Kirche online zum "Verkauf bzw. zur Nachnutzung" angeboten.
Um welches Objekt geht es? Um die Cruciskirche im Zentrum der thüringischen Landeshauptstadt. Für den Barockbau wird derzeit auf dem Portal kleinanzeigen.de eine Nachnutzung gesucht.
Was ist der Preis? Als " Verhandlungsbasis" werden 98.765 Euro angegeben, berichtet der Spiegel.
Warum? Der Betrieb der Kirche wird immer aufwendiger, vor allem wegen der ständigen Sanierungsarbeiten. Dazu schrumpft die Zahl der Gläubigen in der Pfarre jährlich um zwei Prozent.
Was ist die Folge? Vor einem Jahr beschloss der Kirchenvorstand, vier der sieben Kirchen in der Stadt aufzugeben. Für drei fand sich inzwischen eine Lösung, die Cruciskirche allerdings blieb über. Deshalb das Inserat.
Gab es einen Ansturm? Nicht wirklich. In den ersten sechs Wochen meldete sich niemand, dann bekamen Medien Wind von der Sache. Seither meldeten sich 50 Interessenten.
Warum der komische Preis? Einfach so, eine Zahlenfolge.
Worum geht es? Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe im Nahen Osten verlängert – unklar blieb, wie lange der Krieg Pause macht. Nun sickerten die Pläne durch.
Was heißt das? "Trump ist bereit, den Waffenstillstand um weitere drei bis fünf Tage zu verlängern, damit die Iraner ihre Angelegenheiten in den Griff bekommen", sagte eine anonyme Quelle zum Polit-Portal Axios. "Er wird nicht unbegrenzt dauern."
Was ist der Hintergrund? Im Iran tobt ein Kampf um die Macht. Es ist unklar, wer überhaupt dazu befugt ist, über einen Frieden zu verhandeln. Die zusätzliche Frist soll der Klärung dienen, wer das Sagen hat.
Woran merkte man das? Die Delegation bei den Friedensgesprächen in Islamabad bestand aus etwa 80 Iranern, von denen rund 30 als Entscheidungsträger bezeichnet wurden. Und sie stritten untereinander mehr als mit den Amerikanern.
Ist das auch öffentlich sichtbar? Am vergangenen Freitag verkündete Außenminister Abbas Araghchi die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Die Revolutionsgarde aber weigerte sich, dies umzusetzen – und begann, Araghchi öffentlich anzugreifen.
Worum geht es? Um zwei südkoreanische Piloten, die offenbar zu oft Top Gun gesehen haben. Um spektakuläre Aufnahmen zu machen, führten die beiden ein waghalsiges Flugmanöver durch. Das ging nicht gut aus.
Was war konkret? Der Vorfall stammt aus dem Dezember 2021, wurde aber erst jetzt bekannt. Ein Pilot der Republic of Korea Air Force steuerte sein Kampfjet mit 580 km/h auf ein anderes Flugzeug zu.
Aber? Er verschätzte sich beim Abstand und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche der zweiten Maschine. Das Ganze geschah außerhalb der regulären Einsatz- und Trainingsvorgaben.
Was waren die Folgen? Für die Piloten ging alles ohne Verletzung aus, aber die Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Die Reparatur kostete fast 600.000 US-Dollar. Die sollte der Soldat selbst zahlen.
Warum machte er das überhaupt? Es war sein letzter Tag, er war versetzt worden. Die Strafe wurde später auf 50.000 Euro herabgesetzt, weil der Flugwaffe eine Teilschuld gegeben wurde (die Verwendung von Kameras war nicht geregelt).
Was macht der Pilot heute? Er fliegt bei einer kommerziellen Fluglinie.
Worum geht es? Am 19. April entwendete ein gebürtige Chilene im Restaurant Capital Burger in der Innenstadt von Washington die Gucci-Tasche der damaligen US-Heimatschutzministerin Kristi Noem.
Was war in der Tasche? Der Führerschein von Noem, ihre Schlüssel, Schecks, die Kreditkarte, ihr Reisepass, 3.000 Dollar in bar und ihr Dienstausweis des Heimatschutzministeriums. Mit einer ihrer American Express Kreditkarten ging der Dieb nachher essen.
Warum hatte sie so viel Geld dabei? Das Heimatministerium erklärte, Noem habe einen größeren Geldbetrag abgehoben, weil ihre Kinder und Enkelkinder über die Osterfeiertage in der Stadt waren.
Was passierte nun? Der Mann wurde gefasst, im Prozess im November gestand er drei Taten, auch den Diebstahl der Tasche. Nach der Verbüßung der Strafe kann er abgeschoben werden, dafür gab der Berufskriminelle seine Zustimmung.
Hat er eine kriminelle Biographie? Kann man so sagen, sie umfasst drei Kontinente. 1995 wurde er in Chile wegen Raubes zu drei Jahren Haft verurteilt. Ab 2013 folgten sieben Verurteilungen in London, die meisten davon wegen Diebstahls.
Warum wurde das nun wieder Thema? Weil das Strafmaß bekannt gegeben wurde. Der Dieb wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.
Worum geht es? Am Wochenende lief ein Roboter in China alles davon, nun überraschte eine Maschine mit ihren Kenntnissen im Tischtennisspielen. Die mechanischen Kerle werden immer besser.
Was war in China? Bei einem Halbmarathon in Peking am Sonntag erreichte ein vom Smartphone-Hersteller Honor entwickelter Roboter das Ziel in 50 Minuten und 26 Sekunden – fast sieben Minuten schneller als der Weltrekord der Männer.
Und nun? Der Roboter Ace wurde von Sony AI entwickelt und ist ein hochentwickeltes Tischtennis-System. Jetzt trat er in offiziellen Matches gegen versierte Tischtennisspieler an, berichtet Nature.
Was heißt versiert? Ace nahm es mit fünf Elite-Spielern (definiert als Leistungssportler mit mehr als zehn Jahren intensivem Training) und zwei Profispielern (definiert als Athleten, die in offiziell anerkannten Profiligen antreten) auf.
Wie wurde gespielt? Nach den Regeln des Internationalen Tischtennisverbands (ITTF).
Wie schlug sich Ace? Er errang drei Siege in fünf Spielen gegen Elite-Spieler und zeigte in den übrigen Spielen konkurrenzfähige Leistungen.
Wie ist das einzuordnen? Das System ist das erste Robotersystem, das in einem echten, schnellen Rückschlagsport auf Expertenniveau konkurriert.
























































