Worum geht es? Am Samstag scheiterte ein Attentat auf Donald Trump beim Korrespondenten-Dinner in Washington. Ein Video der Veranstaltung sorgt seither für weltweites Erstaunen.
Was ist zu sehen? Im Ballsaal des Hilton Hotels gehen alle in Deckung, nur einer nicht. Der Mann isst weiter an seinem Burrata-Salat, der als Vorspeise serviert worden war.
Was ist ein Burrata-Salat? Ein mediterranes Sommergericht, das auf dem cremigen italienischen Frischkäse Burrata basiert. Burrata ist mit dem Mozzarella artverwandt, nur etwas fetthaltiger (wobei schon der Mozzarella nicht ohne ist).
Wer ist der "Salatmann"? Er wurde von US-Medien als Michael Glantz identifiziert, ein einflussreicher Agent der Creative Artists Agency, die Medien-Promis vertritt. Und er hat mehrere triftige Gründe für seine Coolness, sagte er der New York Times.
Nämlich? "Ich bin New Yorker", sagte er. "Ich bin mit Sirenengeheul und ständigem Trubel aufgewachsen. Ich hatte keine Angst. Hunderte von Secret-Service-Agenten stürzten sich über Tische und Stühle, und ich wollte zusehen."
Das war es? Nein, er führte zwei weitere Gründe an. "Erstens habe ich Rückenprobleme. Ich konnte nicht auf den Boden, und selbst wenn ich es geschafft hätte, dann wäre ich nur mit Unterstützung vom Boden weggekommen."
Und der dritte Grund? "Ich bin ein Hygienefanatiker. Auf keinen Fall hätte ich meinen neuen Smoking auf dem dreckigen Hilton-Boden schmutzig gemacht. Das kam überhaupt nicht in Frage."
Worum geht es? Am Donnerstag der vergangenen Woche machte sich Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel über das bevorstehende Korrespondenten-Dinner lustig. Dann folgte der Attentatsversuch.
Was sagte Kimmel? Er zeigte Archiv-Bilder von Melania Trump und sagte: "Unsere First Lady, Melania, ist hier. Sehen Sie sich Melania an, so schön. Frau Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe".
Wie reagierte die First Lady? Sie zeigte sich in einem Beitrag auf X über den "Feigling" erbost. Kimmels Äußerungen seien "hasserfüllt und gewalttätig" . Melania forderte seinen Sender ABC auf, gegen sein "ungeheuerliches Verhalten" vorzugehen.
Was schrieb sie wörtlich? "Leute wie Kimmel sollten nicht die Möglichkeit haben, jeden Abend in unsere Häuser zu kommen und Hass zu verbreiten. Sein Monolog über meine Familie ist keine Komödie – seine Worte sind verletzend und verschärfen die politische Krise in Amerika".
Was fordert sie? ABC solle "Position beziehen. Wie oft wird die ABC-Führung Kimmels abscheuliches Verhalten auf Kosten unserer Gemeinschaft noch dulden?", schrieb sie.
Sehen das andere auch so? Der Clip löste nach der Schießerei einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien aus. Kritiker warfen dem Komiker vor, zu politischer Gewalt aufzurufen. Mehrere konservative Nutzer sozialer Medien forderten Kimmels Absetzung.
Das gab es schon einmal, oder? Ja, Kimmel wurde im vergangenen September für eine Woche aus dem Programm genommen. Er hatte nach dem Attentat auf den Trump-Influencer Charlie Kirk gesagt, die "MAGA-Gang" schlachte den Mord politisch aus.
Worum geht es? Am 23. März 2026 wurde ein Buckelwal auf einer Sandbank vor dem Timmendorfer Strand in Deutschland entdeckt. Seither sitzt das Timmy genannte Tier immer wieder im flachen Wasser fest. Alle Rettungsversuche scheiterten bisher.
Was passiert aktuell? Der Dienstag wird für Timmy der entscheidende Tag. Das stellte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die derzeit maßgeblich im Einsatz ist, klar. Am Mittwoch werde man sein Personal aus lauter Freiwilligen (die meisten haben sich urlaub genommen) abziehen.
Was geschieht konkret? Am Montag wurden die Vorbereitungen für einen finalen Rettungsversuch gestartet. Die Zeit drängt auch bei Timmy, sein Gesundheitszustand schwankt. "Wir merken, dass er abbaut, das ist nicht schön," sagte die zuständige Tierärztin Kirsten Tönnies. Wenig später gab sie Entwarnung. Alles wieder gut.
Wie angespannt ist die Situation? Die Nerven flattern, es gibt gegenseitige Schuldzuweisungen, Experten raten zur Rettungsaktion, andere warnen. Eine Tierärztin, die extra aus Hawaii angeflogen kam, reiste am Montag ab, eine zweite lag bis gestern im Koma.
Was ist der Plan? Einen Gurt um den Wal anzubringen und ihn damit in Richtung eines Lastkahns zu ziehen. Das geht nur unter Mithilfe des Tieres, die Gurte sollen nur unterstützend wirken und die Richtung vorgeben.
Wie gefährlich ist das? Ziemlich! Menschen müssen sehr nahe an das Tier heran. Wenn der Koloss in Panik gerät, kann es ungemütlich werden.
Worum geht es? Der britische König Charles und Königin Camilla begannen am Montag ihren viertägigen Besuch in den Vereinigten Staaten. Vorab konnte eine kleine Flaggen-Panne verhindert werden.
Was war? In der 17th Street beim Weißen Haus wurden zu Ehren des Staatsbesuchs Fahnen angebracht, jene der USA – und von Australien. Sie wurden rechtzeitig abgehängt.
Was steht auf der Besuchsliste? Am Montag gab es Tee mit Präsident Trump und der First Lady, danach schmiss der britische Botschafter eine Gartenparty. Kleiderordnung laut Examiner: Lounge-Anzüge und Tageskleider – "Hüte bitte zu Hause lassen".
Was passiert am Mittwoch? Trump und König Charles führen ein bilaterales Treffen, während die First Lady Königin Camilla empfängt. Der eigentliche Höhepunkt folgt danach.
Nämlich? Der König spricht vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses – eine seltene Ehre. Königin Elizabeth II. war 1991 die erste Monarchin, der dies gelang. Der Tag endet mit einem Staatsbankett im Weißen Haus. Am Donnerstag geht es nach New York.
Wie komplex ist so ein Staatsbesuch? Das zeigt ein Besuch von Königin Elizabeth 2007. Vorm Staatsbankett wollte Buckingham Palace nicht nur die Farbe aller Blumen wissen, die im Raum stehen, sondern die Blütenblätter selbst sehen – um sie an das Outfit der Königin anzupassen.
Worum geht es? China hat die geplante Übernahme des KI-Startups Manus durch Meta im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar blockiert. Der Eingriff legt offen, wie China scheinbar "freie" Unternehmen beherrscht.
Warum ist das wichtig? Manus arbeitet an sogenannten KI-Agenten – also Systemen, die nicht nur auf Eingaben reagieren, sondern eigenständig Aufgaben planen und ausführen können. Solche Technologien gelten als nächster großer Schritt nach heutigen Chatbots.
Wem gehört das Unternehmen? Manus ist ein relativ junges KI-Startup, gegründet von einem Team chinesischer Unternehmer. Die Firma dahinter heißt Butterfly Effect Pte. Ltd. Sie hat ihren Sitz nach Singapur verlegt, um internationaler agieren zu können.
Was ist das große Bild? Zwischen den USA und China herrscht ein intensiver Wettbewerb um technologische Vorherrschaft. Die USA beschränken den Export moderner Chips nach China, während China im Gegenzug versucht, seine eigenen Technologien zu schützen.
Ist das der Grund für den Stopp? Ja, China hat den Deal aus strategischen Gründen blockiert. Die Regierung betrachtet KI als Schlüsseltechnologie für die Zukunft – ähnlich wie Halbleiter oder Energie.
Worum geht es? Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran stecken in einer Sackgasse fest. Teherans macht Washington für das Scheitern der Gespräche in Pakistan verantwortlich. Amerika habe überzogene Forderungen gestellt.
Was passiert aktuell? Der Iran habe am Montag laut dem britischen Guardian angeboten, seine Blockade (die er als Kontrolle bezeichnet) über die Straße von Hormus zu beenden. Vom Atomprogramm wolle man aber nicht abrücken.
Handelt es sich um einen offiziellen Vorschlag? Er soll jedenfalls vom Vermittler Pakistan an die Vereinigten Staaten weitergeleitet worden sein.
Erfolgschance? Gering, US-Präsident Donald Trump sieht das iranische Atomprogramm als Teil eines Gesamtabkommens, zu dem auch die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die dauerhafte Sicherung des Waffenstillstands gehören.
Welche Rolle spielt Putin? Der russische Präsident empfing am Montag den iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Er soll ihm dabei versichert haben, dass Moskau alles in seiner Macht Stehende tun werde, um den Frieden im Nahen Osten zu sichern.
Worum geht es? Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup steht seit Jahren in der Kritik. Dem Produkt von Bayer (ehemals Monsanto), wird vorgeworfen, krebserregend zu sein, die Artenvielfalt zu schädigen und gesundheitsschädliche Rückstände in Lebensmitteln zu hinterlassen.
Was passierte nun? Am Montag verhandelten Richter vor dem Obersten Gerichtshof in Washington über Gesundheitswarnungen auf den Etiketten von Pestiziden.
Was ist damit gemeint? Der Oberste Gerichtshof muss darüber urteilen, ob die Bundesstaaten die Befugnis haben, etwa Roundup zu regulieren, oder ob die Umweltbehörden des Bundes über dessen Schicksal bestimmen sollten.
Warum ist das wichtig? Die Trump-Regierung unterstützt Bayers Bemühungen, Klagen einzuschränken, in denen behauptet wird, dass Unkrautvernichtungsmittel richte Schaden an. Bleibt die Angelegenheit Bundessache, ist Bayer fein raus.
Aber? Aktivisten der Initiative "Make America Healthy Again" (MAHA) protestieren, sie marschierten am Montag vor dem Gericht auf. Angeführt wird der Widerstand von der prominenten Influencerin Vani Hari, bekannt als "The Food Babe" (2,2 Millionen Follower auf Instagram).
Wieso hat das Gewicht? Weil schon ihr landesweiter Boykott gegen WK Kellogg Co. viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. "The Food Babe" fordert die Entfernung künstlicher Farbstoffe und des Konservierungsmittels BHT aus US-Cerealien.
Wie ist das in Österreich? Hier gilt seit 2021 ein Teilverbot für Roundup. Die Anwendung ist in privaten Haus- und Kleingärten sowie auf öffentlichen Flächen wie Parks, Spielplätzen und in der Nähe von Gesundheitseinrichtungen untersagt.
Warum gibt es kein Komplettverbot? Weil das mit dem geltenden Unionsrecht nicht vereinbar ist, stellte die EU-Kommission fest. Nicht allen in Österreich ist unrecht, dass nun Brüssel den schwarzen Peter hat.
Worum geht es? Ein Paketzusteller in Bayern wurde von drei Hunden gestellt. Er rettete sich mit einem Sprung auf die Motorhaube eines Porsche Cayenne. Für die dabei angeblich entstandenen Kratzer muss er nicht aufkommen.
Was ist passiert? Der Zusteller versuchte am 25. September 2024 in Freising ein Paket abzugeben. Am Grundstück liefen dann zwei Dalmatiner und ein kleiner Mischlingshund bellend auf ihn zu. Der Mann flüchtete auf das neben dem Haus geparkte Auto.
Na und? Der Besitzer des Cayenne gab an, es seien durch den Sprung Kratzer und Dellen auf der Motorhaube entstanden, die eine Neulackierung erforderlich machen würden. Die Kosten hierfür werden mit 2.723,74 € beziffert.
Aber? Eine gütliche Einigung scheiterte, es kam zum Prozess. Das Amtsgericht München wies die Klage allerdings ab.
Warum? Es bestünden Zweifel daran, dass die auf Bildern gezeigten Schäden von dem Vorfall stammen. Der Kläger selbst habe zugegeben, die Fotos erst Monate nach dem Vorfall angefertigt zu haben.
Selbst wenn? Die Hunde seien noch 3 bis 4 Meter vom Beklagten entfernt gewesen, als dieser sich auf die Motorhaube rettete, und hätten sich nicht aggressiv benommen. Aber "es genügt, wenn das tierische Verhalten lediglich psychische Wirkungen, wie auch Schreckreaktionen auslöst," so das Gericht.
























































