Worum geht es? Joseph Clay Kent, Direktor des National Counterterrorism Center (NCTC) in den USA, gibt alle seine Ämter ab. Das machte er auf X öffentlich und postete dazu sein Rücktrittsschreiben.
Wer ist Kent? Der Ex-Soldat (Afghanistan, Naher Osten) ist seit Juli 2025 Direktor der zentralen US‑Behörde zur Terrorismusbekämpfung und Terrorismus‑Analyse, die auch Präsident Donald Trump berät.
Was schrieb er? "Ich kann mit gutem Gewissen den laufenden Krieg gegen Iran nicht unterstützen." Kent behauptete, dass der Krieg nicht gerechtfertigt sei, weil Iran keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstelle.
Was vermutet er als Hintergrund? Kent behauptet, dass der Krieg auf Druck Israels und den Einfluss des Landes und seiner Führung in Washington zurückzuführen sei.
Wie bedeutsam ist das? Kent ist der ranghöchste nationale Sicherheitsbeamte der Trump‑Regierung, der öffentlich wegen des Iran-Kriegs kündigt. Seine Entscheidung unterstreicht wachsende Spannungen selbst innerhalb der US‑Regierung über den Krieg und dessen Rechtfertigung.
Worum geht es? Chris Hipkins, ehemaliger Labour-Premierminister Neuseelands (von 25. Jänner bis 27. November 2023), hat unter Tränen öffentlich die Anschuldigungen seiner Ex-Frau zurückgewiesen, er habe sie mit einer ehemaligen Praktikantin betrogen.
Was ist die Vorgeschichte? Hipkins’ Ex‑Frau Jade Paul hatte am Sonntag auf Facebook mehrere persönliche Anschuldigungen veröffentlicht – darunter den Vorwurf der Affäre, aber auch Kritik an seinem Verhalten während ihrer Ehe, nach einer Fehlgeburt und Streit um Finanzielles.
Ist das noch online? Nein, die Beiträge wurden später gelöscht. Jade Paul steht zu ihren Aussagen, betont aber, dass dies persönliche Anschuldigungen sind.
Wie reagierte Hipkins? Der 47-Jährige, der sich zu diesem Zeitpunkt in Australien befand, gab am Montag zunächst eine Erklärung ab, in der er die Vorwürfe zurückwies. Weiter wollte er nichts dazu sagen.
Aber? Nach seiner Rückkehr gab er eine Pressekonferenz. "Während meiner gesamten politischen Laufbahn habe ich mich stets bewusst darum bemüht, mein Privatleben privat zu halten", sagte er, dann stockte die Stimme.
Weil? Er wurde nach den Auswirkungen der Behauptungen seiner Ex-Frau auf die beiden Kinder gefragt. "Meine Kinder sind bei ihr … meine Kinder sind bei ihr. Ich weiß es also nicht", sagte er mit Tränen in den Augen.
Was ist der Hintergrund? Hipkins heiratete Paul im Jänner 2020, da war er Bildungsminister. Zwei Jahre später erfolgte die Scheidung.
Was ist mit der Praktikantin? Sie ist seit dem Vorjahr seine Verlobte.
Worum geht es? Israel verlautbarte am Dienstag, dass der iranische Sicherheitschef Ali Larijani bei Luftangriffen im Rahmen des derzeitigen Krieges getötet worden sei. Am Abend bestätigten iranische Behörden den Tod.
Wie reagierte der Iran zunächst? Er versucht, die Gerüchte zu entkräften. Am Dienstag, nach Berichten über israelische Angriffe auf Larijani, veröffentlichte sein X-Account ein Bild einer handgeschriebenen Erklärung zum Gedenken an die bei einem US-Angriff getöteten iranischen Seeleute.
Wer war oder ist Larijani? Irans oberster nationaler Sicherheitsbeamter und seit der Tötung von Irans Oberstem Führer, Ayatollah Ali Khamenei, und mehrerer anderer hochrangiger Beamter faktischer Machthaber.
Was muss man über ihn wissen? Ali Larijani stammte aus einer einflussreichen politischen und religiösen Familie und war zwölf Jahre lang Parlamentspräsident.
Wodurch erlangte er Bedeutung? 2021 wurde er mit der Aushandlung eines umfassenden, 25-jährigen strategischen Abkommens mit China beauftragt, das Milliarden wert war und der von westlichen Wirtschaftssanktionen schwer getroffenen iranischen Wirtschaft eine wichtige Stütze bot.
Was war zuletzt seine zentrale Rolle? Vor Beginn des US-israelischen Angriffs war Larijani für die Niederschlagung der jüngsten Proteste verantwortlich, die das Ende der islamischen Herrschaft forderten, und setzte dabei tödliche Gewalt ein. Er unterdrückte jegliche abweichende Meinung.
Worum geht es? Google hat eine KI‑Suchfunktion entfernt, die medizinische Ratschläge aus Laien‑Quellen ("crowdsourced") angezeigt hat, berichtet der Guardian.
Was genau wurde gestrichen? Die Funktion hieß "What People Suggest" und wurde 2025 eingeführt. Sie nutzte KI, um Gesundheitstipps oder Ratschläge aus Online‑Diskussionen, Foren und Nutzer‑Erfahrungen zu bündeln und als Suchergebnis bei medizinischen Fragen anzuzeigen.
Zum Beispiel? Nutzer konnten Tipps von anderen Patienten mit ähnlichen Beschwerden sehen, ohne dass ein medizinischer Experte dahinterstand.
Was ist die Begründung? Google sagt offiziell, die Entfernung sei Teil einer "breiteren Vereinfachung der Suchergebnisseite" und habe nichts mit Bedenken über Qualität oder Sicherheit zu tun.
Allerdings? Das Unternehmen betont gleichzeitig, es wolle weiterhin verlässliche Gesundheitsinformationen bereitstellen – primär aus seriösen Quellen.
Warum ist das wichtig? KI‑basierte Gesundheitsinformationen haben großes Potenzial, aber sie können auch unsichere oder ungenaue Ratschläge liefern, wenn sie ungeprüfte Inhalte aus dem Internet übernehmen. Untersuchungen zeigten, dass manche KI‑Anworten Fehlinformationen oder fehlenden Kontext enthalten können.
Worum geht es? Ende März wollte US-Präsident Donald Trump nach China reisen, um Präsident Xi Jinping zu treffen. Nun bat er offiziell darum, den Besuch um einen Monat zu verschieben.
Was war geplant? Der Besuch sollte vom 31. März bis 2. April 2026 in Peking stattfinden. Es wäre Trumps erste China-Reise seit 2017 gewesen.
Was waren die Themen? Der Streit um Zölle, Handelsregeln und Industriepolitik. Der Zugang zu kritischen Rohstoffen und nicht zuletzt die Rolle Chinas im Iran-Konflikt und bei der Sicherung der Straße von Hormus.
Warum die Verschiebung? "Wegen des Krieges möchte ich hier sein, ich muss hier sein, so empfinde ich das", sagte Trump in der Nacht auf Dienstag zu Reportern. "Deshalb haben wir um eine Verschiebung um etwa einen Monat gebeten."
Schwingt da auch Ärger mit? Trump hatte China am Wochenende aufgefordert, ihn bei der Sicherung der Straße von Hormus zu unterstützen. "Ich denke, China sollte auch helfen, denn China bezieht 90 Prozent seines Öls aus der Straße von Malakka."
Reaktion? Die ist bisher ausgeblieben. Auch die Verschiebung der Reise ließ China bisher einfach so stehen. Der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, sagte lediglich: "Beide Seiten stehen in Kontakt bezüglich des Besuchs von Präsident Trump."
Worum geht es? Eine 35-jährige, dreifache Mutter aus Utah, USA, soll ihren Ehemann am Valentinstag mit einer Überdosis Fentanyl ermordet haben. Danach schrieb sie ein Trauerbuch, damit ihre Kinder besser über das Ereignis hinwegkommen.
Was ist passiert? Im März 2022 starb der Ehemann von Kouri R. an einer Fentanyl‑Überdosis – einem starken synthetischen Opioid, das in seinem Körper nachgewiesen wurde.
Todesursache? Es gab keine medizinische Ursache für den Tod. Laut Ermittlern starb er an Fentanyl, das von jemandem einem Getränk beigemischt worden war.
Was war die Folge? Im Mai 2023 wurde Kouri R. festgenommen und angeklagt, u. a. wegen aggravated murder" (schwerer Mord), versuchter Tötung, Versicherungs‑ und Betrugsdelikten.
Gab es den Prozess schon? Ja, er fand eben vor einem Gericht in Summit County, Utah. Die Jury kam nach kurzer Beratung von drei Stunden zu einem Urteil: schuldig in allen drei Anklagepunkten.
Warum so schnell? Die Staatsanwaltschaft rief mehr als 40 Zeugen auf, darunter die Frau, die aussagte, sie habe die Drogen ("irgendein Zeug von Michael Jackson") verkauft, mit denen der Mann getötet wurde.
Was war das Motiv? Die Anklage argumentierte, sie habe finanzielle Probleme in Millionenhöhe gehabt und glaubte, durch den Tod ihres Mannes von Lebensversicherungen und Vermögenswerten zu profitieren. Eine außereheliche Affäre gab es auch, inklusive Planungen für eine gemeinsame Zukunft.
Was erstaunte am meisten? Das Trauerbuch von Kouri R., das sie im Eigenverlag publiziert hatte. "Are You With Me?" erzählte einfühlsame Geschichten über Kinder, die lernen, mit Trauer umzugehen. Sie widmete das Buch ihrem "großartigen Ehemann und wundervollen Vater".
Was war das Strafmaß? Es wird erst am 13. Mai verkündet. Die Angeklagte plädierte auf nicht schuldig.
Worum geht es? Nach ihrem Antreten beim AFC Women’s Asian Cup in Australien suchten sieben Mitglieder der iranischen Delegation (Spielerinnen und Betreuungsteam) um Asyl an. Nun kam es anders.
Was ist der Hintergrund? Mehrere Spielerinnen der Frauen‑Nationalmannschaft sangen bei einem Match die iranische Nationalhymne nicht mit und verweigerten den militärischen Gruß.
Und? Das wurde als stiller Protest gegen die Lage der Frauen im Iran und den Umgang mit Frauenrechten verstanden. Daraufhin begannen einige von ihnen zu befürchten, bei der Rückkehr in den Iran Verfolgung oder Bestrafung ausgesetzt zu sein.
Was war die Folge? Sieben Personen bekundeten, bleiben zu wollen. Die australische Regierung gewährte daraufhin humanitäre Visa und Schutz für mehrere Spielerinnen, die Asyl beantragen wollten.
Aber? Fünf von ihnen nahmen ihren Asylantrag später zurück und entschieden sich, wieder in den Nahen Osten zurückzukehren oder nach Iran zurückzufliegen. Nur zwei blieben. Sie leben nun an einem geheimen Ort.
Warum die Rückkehr? Familienangehörige dürften bedroht worden sein. Medien berichten, dass einige der Spielerinnen deshalb beschlossen, nicht Asyl zu beantragen und zurückzukehren, um ihre Familien zu schützen.
Was droht im Iran? Wer sich öffentlich gegen staatliche Vorschriften auflehnt, kann festgenommen, verhört oder zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Spielerinnen könnten von Nationalmannschaft oder Vereinen ausgeschlossen werden. Ein dauerhaftes Verbot, international zu spielen, ist ebenfalls möglich.
Worum geht es? Exoplanet "L 98‑59 d" wurde bereits 2019 entdeckt. Nun aber lieferte das James Webb Space Telescope (JWST) neue Erkenntnisse. "L 98‑59 d" liegt 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. So schaut er im Video aus.
Was weiß man über ihn? Der Exoplanet ist etwa 1,5‑mal so groß wie die Erde und hat eine Masse von ungefähr 2 Erdmassen, damit zählt er zu den sogenannten Super‑Erden.
Was ist ein Exoplanet? Ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems, der einen anderen Stern umkreist.
Was weiß man neu über ihn? Der Planet könnte eine tief flüssige Oberfläche aus Magma (geschmolzenem Gestein) besitzen – also keine feste Kruste wie bei der Erde, sondern einen globalen Magmaozean.
Wie ist er so? Seine Atmosphäre könnte reich an Schwefel‑Gasen wie Wasserstoffsulfid (H₂S) sein, weshalb manche Berichte sagen, er "rieche nach faulen Eiern".
Was macht "L 98‑59 d" so besonders? Seine Merkmale lassen vermuten, dass L 98‑59 d zu einer neuen Klasse gehören könnte, die anders aufgebaut sind als klassische felsige oder gasreiche Planeten.
Lässt sich darauf gut leben? Nein, "L 98‑59 d" ist extrem heiß und lebensfeindlich. Die Oberflächentemperaturen betragen schätzungsweise über 1500 °C oder noch höher. Dazu herrscht eine dichte, toxische Atmosphäre mit schwefelreichen Gasen.























































