Worum geht es? Überraschung in der US-Wirtschaftswelt. Tim Cook, der Vorstandsvorsitzende von Apple, erklärte am Montag, dass er nach fast 15 Jahren an der Spitze des Unternehmens zurücktreten werde.
Warum? Cook, 65, wird am 1. September in eine neue Rolle als Vorstandsvorsitzender von Apple wechseln. Tatsächlich ist der Machtwechsel bereits im Gang und wird im Herbst finalisiert.
Wer wird sein Nachfolger? John Ternus, 50-jährigen Leiter der Hardwareentwicklung von Apple. Der Übergang wurde vom Aufsichtsrat einstimmig genehmigt.
Wie erfolgreich war Cook? Er trat 2011 das Amt an und wurde anfangs belächelt, auch wegen der große Fußstapfen, die Steve Jobs hinterlassen hatte.
Aber? Während seiner Amtszeit vervierfachte sich Apples Jahresgewinn auf über 110 Milliarden Dollar, während sich der Unternehmenswert mehr als verzehnfachte und auf 4 Billionen Dollar anstieg.
Was bleibt? Cook war seit dem iPhone 4S im Oktober 2011 für jede iPhone-Veröffentlichung verantwortlich, außerdem für die Einführung von Apple Watch, der AirPods oder von Apple Pay.
Worum geht es? Das Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) plante eine Tarifreform für Beamte, das Verfassungsgericht hatte das eingemahnt. Aber das Vorhaben ging gründlich schief.
Weil? Am Montag berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass auch die Spitzenpolitik automatisch in den Genuss von Erhöhungen kommen sollte.
In welcher Höhe? Staatssekretäre sollten ein jährliches Plus von 39.171 Euro erhalten. Minister sollten 50.000 Euro, der Kanzler sogar mehr als 60.000 Euro zusätzlich bekommen.
Was passierte dann? Es gab politisch große Empörung. Das Innenministerium sprach von einem Versehen. Politiker sollten nicht profitieren, die Tabelle auf Seite 79 des Entwurfs sei irrtümlich hineingerutscht.
Es gibt also nicht mehr Geld? Das schon. Für Staatssekretäre soll es 5.556 Euro obendrauf geben, für Minister 7.500 Euro und der Kanzler würde laut Plänen rund 10.000 Euro mehr erhalten.
Warum? Politikergehälter sind an die Beamten-Entlohnung gekoppelt. Und die Bundesregierung wollte die Dienst- und Versorgungsbezüge der eigenen Beamten "an die Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse" anpassen.
Was kostet das? Geschätzt 3,4 Milliarden Euro im Jahr.
Worum geht es? Donald Trump hatte für eine Reihe von Ländern Sonderzölle verhängt. Das war laut einem Urteil des Obersten Gerichtshofs illegal. Nun muss das Geld zurückgezahlt werden.
Um wie viel Geld geht es? Laut einer Gerichtsakte der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) zahlten 330.000 Importeure bis zum 4. März geschätzte Zölle in Höhe von rund 166 Milliarden US-Dollar.
Wie erhalten sie das Geld? Das hat der Oberste Gerichtshof nicht festgelegt, aber das Gericht für Internationalen Handel hat die Regierung im vergangenen Monat angewiesen, mit dem Erstattungsprozess zu beginnen.
Wie funktioniert das? Die U.S. Customs and Border Protection (CBP) schaltete am Montag ein Portal für die Abwicklung frei. Die Importeure sollen innerhalb von 60 bis 90 Tagen ihr Geld bekommen. Es könnte aber länger dauern.
Warum? Schon im Februar hatte Finanzminister Scott Bessent nach dem Urteil des Oberstgerichts gewarnt, dass der Rückerstattungsprozess "ein Chaos" werden könnte, das "Monate" oder "Jahre" dauern würde – und Trump sagte, dass die Rechtsstreitigkeiten zwei bis fünf Jahre dauern könnten.
Wie viele werden sich melden? Das ist noch unklar. Bewerber konnten sich schon in den vergangenen Wochen registrieren. Nur 56.500 Importeure machten von der Möglichkeit Gebrauch.
Worum geht es? Rumen Radew hat mit seinem Mitte-Links-Bündnis "Progressives Bulgarien" die Wahl am Sonntag mit deutlichem Abstand gewonnen. Er erreichte 44,7 Prozent und damit die absolute Mehrheit im Parlament. Das gab es zuletzt 1997.
Was ändert das? Es könnte die politische Instabilität beenden. Am Sonntag fand die schon achte Parlamentswahl in nur fünf Jahren statt. Die letzte Regierung war 2025 nach Korruptionsvorwürfen zurückgetreten.
Wer ist Radew? Der Ex-Kampfpilot (62) war Luftwaffenkommandeur des Warschauer Pakts, hat aber auch eine Ausbildung an einer US-Militärakademie. Er nimmt keine Anti-Haltung zu NATO und EU ein, gilt aber als kritisch. Bis 2026 war er Bulgariens Präsident.
Wo steht er politisch? Eher auf Linie des abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Also russlandfreundlich und Ukraine-kritisch. Radew lehnt Waffenlieferungen ab, will sich aber an alle diesbezüglichen EU-Beschlüsse halten.
Warum ist die Wahl heikel? Bulgarien (seit 1. Jänner Teil des Euroraumes) will wieder mehr russisches Öl importieren. Das Land ist NATO-Mitglied.
Wie reagierte der Kreml? Sehr angetan. "Natürlich gefallen uns die Äußerungen von Herrn Radew", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Worum geht es? Der Absatz von Elektroautos stieg im März in Kontinentaleuropa um 51 Prozent. Das gab der Branchenverband New AutoMotive und E-Mobility Europe bekannt.
Heißt in Zahlen? Es wurden über 242.000 reine Elektrofahrzeuge (BEV) zugelassen, das waren 22 Prozent aller Neuwagenverkäufe.
Woher weiß man das? Es wurden die Zahlen in 14 Märkten erhoben. Österreich war nicht dabei.
Sondern? Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden und die Schweiz. Diese Märkte machen etwa 81 Prozent des gesamten europäischen Automobilmarktes aus.
Was ist das große Bild? Im ersten Quartal 2026 wurden EU-weit mehr als 500.000 Elektroautos zugelassen – genug, um den Ölverbrauch um zwei Millionen Barrel pro Jahr zu senken.
Was ist der Grund? Der Krieg im Nahen Osten hat die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen deutlich gemacht. Die Verbraucher beginnen offenbar umzudenken.
Wer ist Vorreiter? Norwegen verzeichnete den größten Anteil an Autofahrern, die auf Elektrofahrzeuge umgestiegen sind: 98 Prozent aller im März verkauften Neuwagen waren Elektrofahrzeuge, gefolgt von Dänemark mit 76 Prozent und Finnland mit fast 50 Prozent.
Worum geht es? Ein verstörender Vorfall sorgt derzeit im Libanon für viel Aufregung. Ein Soldat der israelischen Armee schlägt mit einer Art Axt auf den Kopf einer Jesus-Statue ein, zeigt ein Bild.
Ist das Foto echt? Offenbar. Die Israel Defence Force (IDF) hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet und bestätigt, dass das Bild einen Soldaten zeige.
Wo kam es zu dem Vorfall? Im Dorf Debl im Südlibanon, nahe der Grenze zu Israel. Jede dritte Person im Libanon ist christlich. Das Foto wurde am Sonntag veröffentlicht, wann die Attacke vor sich ging, ist unbekannt.
Wie reagierte Israel? Die Armee bekundete, den Vorfall "äußerst ernst" zu nehmen. Das Verhalten sei in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Soldaten erwartet würden.
Wie reagierte die Politik? Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich "fassungslos und betrübt" über den Vorfall und betonte, dass "alle Religionen in unserem Land gedeihen und wir die Angehörigen aller Glaubensrichtungen beim Aufbau unserer Gesellschaft als gleichwertig betrachten".
Was passiert nun? Die IDF betonte, dass "angemessene Maßnahmen gegen die Verantwortlichen“ ergriffen werden. Darüber hinaus wolle man die Gemeinde bei der Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem Standort unterstützen.
Worum geht es? Japan wird derzeit von einer Welle von Erdbeben erfasst. Die bisher heftigsten Erdstöße gab es in der Nacht auf Montag, sie erreichten vor der Ostküste des Landes eine Stärke von 7,5.
Was war die Folge? Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung heraus. Es wurde zur Sicherheit vor Wellen mit bis zu drei Metern Höhe gewarnt.
Wie reagierte die Bevölkerung? Seit dem Rekordbeben 2011 sind die Menschen sensibilisiert. Viele Boote machten sich nach der Warnung auf den Weg aufs offene Meer, weil sich die Seeleute dort sicherer fühlen.
Wie schlimm wurde es? Die höchsten Wellen erreichten 80 Zentimeter, es traten sonst durch das Beben keine nennenswerten Schäden auf.
Aber? Die Lage an sich ist volatil. Die japanischen Behörden warnen nun offiziell vor einem möglichen Mega-Erdbeben.
Was ist ein Mega-Beben? Der Begriff wird verwendet, wenn ein Erdbeben eine Magnitude von 8,0 oder höher auf der Skala erreicht. Dabei kommt es zu schweren Verwüstungen. Das Beben 2011 kam auf die Stufe 9.
Worum geht es? Wächst der Mut mit dem Grad der Entfernung? Ein Instagram-Video sorgt in Russland derzeit für Furore. Influencerin Viktoria Bonja übt darin offene Kritik an Staatschef Wladimir Putin.
Was sagt sie? Dass die Bevölkerung, die Künstler, die Blogger, die Gouverneure "Angst vor ihnen" hätten, "Wladimir Wladimirowitsch. Es gibt eine riesige Mauer zwischen Ihnen und den normalen Menschen".
Folge? "Dass die Menschen aufhören, Angst zu haben, und wie in eine gespannte Feder gequetscht werden, und dass diese Feder eines Tages herausschnellt," sagt Bonja in dem 18 Minuten langen Video.
Wie war die Resonanz? Enorm, Bonja hat auf Instagram 13,5 Millionen Follower. Das Video wurde innerhalb der ersten Tage 24 Millionen Mal angeschaut, bekam 1,5 Millionen Herzen und 86.000 Kommentare.
Wer ist die Influencerin? In Russland eine sehr bekannte Person. Die 46-Jährige machte in Dom-2 mit, dem Gegenstück zu Big Brother, ist Schauspielerin, TV-Moderatorin. 2025 kletterte sie kameratauglich auf den Mount Everst.
Ist sie schon in Haft? Nein, das liegt möglicherweise daran, dass sie in Monaco lebt und ein Thema in der Kritik aussparte: den Ukraine-Krieg. Zudem ist sie eigentlich Putin-Unterstützerin.
Wie reagierte der Kreml? Nur auf den ersten Blick ungewöhnlich, wohlwollend nämlich. Das offizielle Russland nahm die Kritik öffentlich zur Kenntnis. Man arbeite daran, die von Bonya aufgezeigten Probleme zu beheben.
























































