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Mission Artemis: Wie Amerika zum zweiten Mal den Weltraum erobert

In der Nacht auf Donnerstag soll die Artemis II-Rakete von Cape Caneveral abheben. In zwei Jahren wollen die USA wieder auf dem Mond spazieren gehen – das erste Mal seit 56 Jahren. Worum es im neuen Wettlauf geht, wie es gelingen soll.

Von The Economist
Mission Artemis: Wie Amerika zum zweiten Mal den Weltraum erobert
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STAATSBESUCH IN TRUMPLAND König Charles reist in die USA

Worum geht es? König Charles III. und Königin Camilla werden Ende April zu einem offiziellen Staatsbesuch in die USA reisen. Das gab der Buckingham Palace am Dienstag bekannt. Damit sollen "die historischen Verbindungen und die moderne bilaterale Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten" gewürdigt werden.

War König Charles schon einmal in den USA? Jedenfalls nicht als Monarch. Es ist der erste Staatsbesuch des englischen Staatsoberhauptes seit dessen Thronbesteigung 2022.

Was sagt Trump? Er ist schon ganz aufgeregt. In einem Posting auf Truth Social bestätigte er die Reisepläne des Königspaares und erklärte in Großbuchstaben: "Es wird FANTASTISCH!"

Weiß man schon Details? Der Staatsbesuch ist von 27. bis 30. April vorgesehen, nähere Reisedetails werden erst ausgearbeitet.

Wie ist derzeit das Verhältnis zwischen den USA und UK? Es war schon bedeutend besser. Trump kritisierte zuletzt vor allem das militärische Verhalten des NATO-Partners und mangelnde Hilfsbereitschaft bei seinem Iran-Krieg.

Wann war zuletzt ein britischer Monarch in den USA? Das war Königin Elizabeth II. im Jahr 2007. Seither war Trump schon mehrfach in Großbritannien, zuletzt gemeinsam mit Melania im vergangenen Dezember.

AIR-CANADA-CHEF GEHT Weil er nicht gut Französisch kann

Worum geht es? Am 22. März kam es auf dem New Yorker Flughafen La Guardia zu einem fatalen Crash zwischen einer Maschine der Air Canada und einem Feuerwehrfahrzeug, bei dem die beiden Piloten des Jets starben und mehrere Personen schwer verletzt wurden. Nun muss Michael Rousseau, der Vorstandvorsitzende der Fluggesellschaft, deshalb zurücktreten.

Weshalb das? Der 68-jährige Manager hatte in seinem Beileids-Statement fast ausschließlich auf Englisch gesprochen und nur wenige französische Worte wie "bonjour" und "merci" verwendet. Das nahm man ihm in dem offiziell zweisprachigen Land übel.

Wer stellte sich gegen den Manager? Politiker aller Couleur. Seine Ansprache wurde als respektlos gegenüber französischsprachigen Kanadiern kritisiert und Rousseaus mangelnde Französischkenntnisse würden "eine Entfremdung von einem bedeutenden Teil der Bevölkerung" symbolisieren.

Aber geht es nicht eher um den Inhalt als die Form der Worte? Offenbar nicht nur. In der französischsprachigen Provinz Québec stimmten die Abgeordneten einstimmig für einen Antrag, der den Rücktritt von Michael Rousseau forderte. Und Kanadas Premierminister Mark Carney erklärte angesichts der Aufregung um das Statement, er sei "sehr enttäuscht".

Wie reagierte der Gescholtene? Rousseau entschuldigte sich öffentlich und erklärte, seine sprachlichen Einschränkungen hätten den Fokus von den trauernden Familien und den Bemühungen der Mitarbeiter der Fluggesellschaft abgelenkt.

Wie geht es jetzt weiter? Air Canada teilte in einer Erklärung mit, dass Rousseau zum Ende des dritten Quartals in den Ruhestand treten werde. Und die Unternehmensleitung werde die Kandidaten für seine Nachfolge anhand verschiedener Kriterien bewerten, "darunter auch die Fähigkeit, auf Französisch zu kommunizieren", hieß es.

PLÄNE PRÄSENTIERT Trump baut Bibliothek – ohne Bücher

Worum geht es? Am Montag wurden auf Instagram die ersten Renderings für die "Donald J. Trump Presidential Library" veröffentlicht, die Präsidentenbibliothek des aktuellen Amtsinhabers.

Ist Donald Trump auf einmal ein Bücherfreund? Nein, aber in den USA gehört es zum guten Ton, dass jeder Präsident am Ende seiner Amtszeit seinen Landsleuten eine eigene Bibliothek hinterlässt. Wobei, die Trump-Bibliothek ist ohnedies etwas anders geraten als der übliche Entwurf.

Inwiefern das? Die Bibliothek ist in einem gefühlt 70 Stockwerke hohen gläsernen Wolkenkratzer untergebracht, der irgendwo in Downtown Miami steht, als Teil des Miami Dade College.

Wie sieht das Gebäude aus? Wie der prototypische Trump-Tower. Der Name des Präsidenten steht in gigantischen Lettern gleich zweimal auf der Glasfassade, im Erdgeschoß ist ein gut 35 Meter hohes gläsernes Tor, das an einen Flugzeughangar erinnert.

Wozu das große Tor? Um ganze Flugzeuge rein und raus rollen zu können. In dem mithilfe von KI erstellten Werbevideo ist etwa im Erdgeschoß der Bibliothek ein riesiger Empfangsraum zu sehen, in dem ein kleineres Modell einer Air Force One-Boeing 747 zu sehen ist. Kurios: Anders als die echte Air Frce One hat das Modell hier nur zwei statt vier Triebwerke.

Was fällt noch ins Auge? Die riesige, freistehende goldene Rolltreppe einerseits. Und andererseits die vollkommene Abwesenheit von Büchern oder anderen Medien-Plattformen wie Bildschirmen.

Wann ist Baubeginn? Das steht noch nicht fest. Es ist derzeit noch nicht einmal bekannt, ob das Grundstück, auf dem Trump den Gebäude-Koloss hochziehen lassen möchte, überhaupt existiert bzw. bebaut werden kann.

ANGST VOR KRIMINALITÄT Millionäre gegen Queen-Denkmal

Worum geht es? Zum Gedenken an die vor vier Jahren verstorbene Queen Elizabeth II. soll im Londoner St. James Park ein Denkmal der Monarchin errichtet werden. Außerdem sei eine gläserne Brücke über den kleinen See in dem Park, der nur einen Steinwurf vom Buckingham Palace entfernt liegt, geplant.

Aber? Laut Daily Mail spricht sich die Queen Anne's Gate Residents Association, die Vereinigung der Wohnungsbesitzer am St. James Park, strikt gegen das Vorhaben aus. Man befürchte einen Anstieg der Kriminalität sowie asozialen Verhaltens durch das Denkmal.

Wie kommt man auf die Idee? Bereits jetzt gebe es in dem hochpreisigen Wohnviertel pro Monat mehr als 1.000 Straftaten. Zudem würde das Denkmal den Touristenstrom in den Park vergrößern, was ebenfalls nicht im Interesse der wohlhabenden Bewohner ist.

Also kein Queen-Gedenken im Vorgarten der Reichen und Schönen? Gut möglich. Die Interessensgruppe erklärte weiters, sie erkenne zwar den Wunsch an, der verstorbenen Königin zu gedenken, eine "umfassende bauliche Veränderung" des Parks sei jedoch weder "notwendig noch verhältnismäßig".

Wer entscheidet das jetzt? Der Stadtrat von Westminster, jenem Stadtteil von London, in dem der St. James Park liegt. Dort verweist man auf die derzeit noch laufenden Planungsarbeiten, die noch nicht abgeschlossen seien.

AUKTION IN FLORIDA Magnums Ferrari wird versteigert

Worum geht es? Der Wagen gehörte zu Thomas Magnum wie sein Schnauzbart, seine Hawaiihemden und seine sonore deutsche Synchronstimme ("Ich weiß, was Sie jetzt denken …"): der knallrote Ferrari 308 GTS mit beigefarbener Innenausstattung. Mitte April wird nun das Original-Auto aus der ersten Staffel der Serie aus dem Jahr 1980 bei Barrett-Jackson in Palm Beach in Florida versteigert.

Was weiß man über den Flitzer? Der Wagen ist Baujahr 1979 und wurde den Produzenten der Serie von Ferrari North American zur Verfügung gestellt. Ursprünglich sollte Privatdetektiv Thomas Magnum, dargestellt von Tom Selleck, einen Porsche fahren, aber die Stuttgarter wollten die neue Serie seinerzeit nicht sponsern, also sprang Ferrari ein.

Ist der Wagen vollkommen original? Nein, alle Autos, die in der Serie verwendet worden sind (insgesamt waren es mehr als ein Dutzend binnen acht Jahren) mussten modifiziert werden, da Tom Selleck mit seinen 1,93 Metern eigentlich zu groß für das Auto war, wie er sich auch in seiner Autobiografie (mehr darüber hier) erinnert.

Wie hoch ist der Mindestpreis? Der Ferrari wird ohne sogenanntes Estimate angeboten. Bereits letzten Monat wurde der Wagen ausgelobt, die Auktion scheiterte aber am Mindestgebot von 120.000 Dollar. Gut möglich also, dass ein "Magnum"-Fan hier das Schnäppchen seines Lebens machen kann.

Wie viel ist ein Ferrari 308 GTS heute wert? Das hängt natürlich primär vom Zustand ab. Ein gut erhaltener und gepflegter 308 GTS oder GTB (die geschlossene Version) ist derzeit allerdings kaum unter 100.000 Euro zu bekommen – ohne den TV-historischen Mehrwert.

ZEITUNGSBERICHT Wollte Hegseth in Waffenfonds investieren?

Worum geht es? Laut der britischen Financial Times wollte US-"Kriegsminister" Pete Hegseth in den Wochen vor dem US-Angriff auf den Iran mehrere Millionen Dollar in einen Rüstungsfonds investieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Wie sollte das gehen? Hegseths Broker bei der Investmentbank Morgan Stanley habe demnach im Februar mit dem weltgrößten Investmenthaus Blackrock Kontakt aufgenommen, um über den Kauf von Anteilen an dessen "Defense Industrials Active ETF" zu verhandeln. Dabei sei es um eine Investition in Höhe von mehreren Millionen Dollar gegangen.

Und Blackrock wollte sich darauf einlassen? Dort gab es offenbar Bedenken. Die "Anfrage im Namen des hochkarätigen potenziellen Kunden" sei laut Insidern mit einem Vermerk versehen worden, berichtet die Financial Times weiter.

Welche Unternehmen sind in dem Fonds vertreten? Laut der Finanzzeitung u.a.  Rüstungskonzerne wie RTX, Lockheed Martin und Northrop Grumman, die allesamt das US-Verteidigungsministerium (und damit Minister Hegseth) zu ihren größten Kunden zählen. Auch die umstrittene Datenanalysefirma Palantir tauche in dieser Liste auf.

Kam es am Ende zu dem Deal? Nein, da der betreffende Fonds für Kunden von Morgan Stanley zu jenem Zeitpunkt noch nicht gekauft werden konnte.

Investierte Hegseth sein Geld schließlich in andere Waffenfonds? Dazu gibt es laut Financial Ttime keine gesicherten Erkenntnisse.

Was sagt das Pentagon zu den Vorwürfen? Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums dementierte den Bericht scharf. Sean Parnell, Chefsprecher des Pentagon, schrieb auf X: "Diese Behauptung ist völlig falsch und erfunden. Weder Minister Hegseth noch einer seiner Vertreter hat Blackrock bezüglich einer solchen Investition angesprochen."

Was ist das große Bild? Hegseth gehört Berichten zufolge zu den größten Befürwortern des US-Krieges gegen den Iran, wobei er in seiner Kommunikation häufig durch prahlerische Töne auffällt.

ISRAEL FÜR TODESSTRAFE Gesetz gilt nur für Palästinenser

Worum geht es? Israels Parlament hat am Montag beschlossen, die Todesstrafe wieder einzuführen – allerdings nur für palästinensische Täter. Kritiker sehen in dem Gesetz eine "faktische Diskriminierung", in der Bevölkerung steht eine Mehrheit der Bevölkerung dem Vorschlag laut Umfragen allerdings positiv gegenüber.

Warum richtet sich das Gesetz nur gegen Palästinenser? Der Wortlaut des Gesetzesentwurfs erklärt es. Demnach würde künftig jedem die Todesstrafe drohen, "der absichtlich oder durch Gleichgültigkeit den Tod eines israelischen Bürgers aus rassistischen Motiven oder aus Feindseligkeit gegenüber einer Gemeinschaft verursacht, um dem Staat Israel und dem Wiederaufblühen des jüdischen Volkes in seinem Land zu schaden".

Was heißt das de facto? Einem Palästinenser, der einen Israeli tötet, würde die Hinrichtung drohen. Einem Israeli hingegen, der einen Palästinenser tötet, nicht. Dazu käme: Laut Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir soll die Todesstrafe für bestimmte Straftaten künftig verpflichtend vorgeschrieben.

Ist die Todesstrafe in Israel bislang abgeschafft? Nein, aber ausgesetzt. Und zuvor wurden bislang nur zwei Menschen hingerichtet: Ein Armeeoffizier kurz nach der Staatsgründung im Jahr 1948, weil er gegen Israel spioniert haben soll. Und der NS-Verbrecher Adolf Eichmann, der als maßgeblicher Planer des Holocaust gilt.

Wie wird die Todesstrafe in Israel vollstreckt? Die Delinquenten werden gehängt. Und das würde auch künftig so sein, da sich israelische Ärzte weigern, Hinrichtungen durch Giftspritzen durchzuführen.

Wie geht es nun weiter? Nach der Zustimmung durch die Knesset – von 120 Abgeordneten stimmten 62 dafür (darunter auch Premier Benjamin Netanjahu), 48 dagegen, der Rest enthielt sich – wird allgemein erwartet, dass das Gesetz aufgrund von Anfechtungen vor dem Obersten Gerichtshof landen wird.

"ALIENS SIND DÄMONEN" US-Vize Vance hat UFO-Obsession

Worum geht es? US-Vizepräsident J.D. Vance ließ am vergangenen Wochenende in dem Podcast "Bennys Show" tief blicken. Auf die Frage, ob er sich bereits in die UFO-Akten der US-Regierung vertieft habe, die Präsident Donald Trump veröffentlichen lassen will, bekannte er sich zu "einer Obsession" für UFOS und außerirdische Besucher.

Glaubt der US-Vize an Aliens? Offenbar – wobei er diese nicht als solche bezeichnet: "Ich glaube nicht, dass es Außerirdische sind, ich denke, es sind Dämonen."

Wie ist das gemeint? "Ich denke, dass es himmlische Wesen gibt, die herumfliegen und seltsame Dinge mit Menschen anstellen", so der sich immer betont gottesfürchtig gebende Vizepräsident. "Ich denke, dass der Wunsch besteht, alles Himmlische, alles Außerirdische zu beschreiben, es als von Außerirdischen zu bezeichnen", sagte Vance.

Aber es ist keine Science-Fiction, sondern Religion? Ja, irgendwie jedenfalls. "Jede Weltreligion, einschließlich des Christentums, an das ich glaube, hat erkannt, dass es da draußen seltsame Dinge gibt und Dinge, die sehr schwer zu erklären sind", so Vance. "Und wenn ich von übernatürlichen Phänomenen höre, denke ich an das christliche Verständnis, dass es viel Gutes, aber auch viel Böses gibt."

Glaubt der Vizepräsident auch an den Teufel? Aber ja. "Ich glaube, einer der größten Tricks des Teufels ist es, die Menschen davon zu überzeugen, dass er nie existiert hat", sagte Vance im Podcast.

Hat nicht auch Ex-Präsident Barack Obama zuletzt gesagt, er glaube an Aliens? Ja, allerdings mit einem wesentlich weniger ernsthaften Zugang. Angesichts der Fülle an Planeten im Universum, auf denen sich theoretisch Leben entwickeln könnte, sei es sehr wahrscheinlich, dass es irhgendwo im Weltall außerirdisches Leben gebe, so der ehemalige Präsident.

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