Worum geht es? In der Silvesternacht kamen bei einem verheerenden Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana 40 meist jungen Menschen um Leben, 116 wurden verletzt. Was viele wunderte? Warum das Betreiber-Paar noch auf freiem Fuß ist?
Was spricht für U-Haft? Das Ehepaar von Korsika besitzt französische Pässe, es könnte auch Verdunkelungsgefahr bestehen, weil Bilder im Internet und Seiten auf Social Media gelöscht wurden.
Aber? In der NZZ widerspricht ein Strafrechtsprofessor. Ein ausländischer Pass genüge als Indiz für Fluchtgefahr nicht, das Löschen der Bilder sei keine Verdunkelung.
Was überrascht? Die Katastrophe mit 40 Toten könnte für die Betreiber der Bar (gegen sie wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet) und andere Beteiligte ohne juristische Folgen bleiben.
Wie das? Es geht in der Beurteilung darum, ob eine Sorgfaltspflichtverletzungen stattgefunden hat. Die Bar wurde 2015 renoviert – vor mehr als zehn Jahren also.
Warum ist das relevant? Wenn der leicht entzündliche Schallschutz damals eingebaut wurde und das die einzige Sorgfaltspflichtverletzung blieb, ist das Delikt möglicherweise verjährt, so der Jurist in der NZZ.
Gab es so einen Fall schon? Ja, 1985 stürzte die Betondecke des Hallenbades von Uster ein, 12 Menschen starben. Ursache war eine falsche Materialwahl beim Bau 1972. Bei einem unbeabsichtigten Baumangel tritt die Verjährung nach fünf Jahren ein. Also wurde das Verfahren eingestellt.
Worum geht es? Am 3. Jänner hatten die USA Nicolás Maduro im Rahmen einer Militäraktion gefangen genommen, fast 200 Spezialeinsatzkräfte waren daran beteiligt. Der Präsident Venezuelas wurde in die USA gebracht. In New York erschien er am Montag erstmals vor Gericht.
Was wird ihm vorgeworfen? In den USA unter anderem Drogen- und Terrorismus bezogene Straftaten (narco-terrorism, Kokain-Schmuggel, Waffenbesitz).
Fühlt er sich schuldig? Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores plädierten bei der Anhörung auf "nicht schuldig". Die Verteidigung argumentierte, dass er als amtierender Staatschef Immunität besitze.
Was sagte Maduro wörtlich? Er und seine Frau vor zwei Tagen "entführt" worden. "Ich bin ein anständiger Mensch. Ich bin immer noch Präsident meines Landes. Ich bin ein Kriegsgefangener." Maduro sprach Spanisch.
Was passiert nun? Der Richter hat eine weitere Anhörung am 17. März 2026 angesetzt. Bis dahin bleibt Maduro in US-Haft. Ihm droht lebenslang.
Worum geht es? Der deutsche Geheimdienst BND habe den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama unregelmäßig abgehört. Das berichtet der deutsche Zeit-Journalist Holger Stark in seinem neuen Buch "Das erwachsene Land. Deutschland ohne Amerika – eine historische Chance".
Wie kam es dazu? Laut dem Autor habe der Bundesnachrichtendienst die Frequenzen gekannt, auf denen aus der Präsidentenmaschine Air Force One vertrauliche Gespräche geführt worden seien und diese mitgeschnitten, sobald sich die Gelegenheit dazu geboten hätte.
Weshalb ging das so einfach? Weil die Verschlüsselung von Telefongesprächen aus dem Flugzeug heraus ungleich schwerer gewesen sei als von Mobiltelefonen oder Festnetzanschlüssen.
Was ist mit den Mitschnitten geschehen? Diese seien verschriftlicht worden und innerhalb des Dienstes in Einschätzungen und Lageberichte eingeflossen, ohne die genaue Herkunft der Informationen zu offenbaren, so der Buchautor.
Wer autorisierte den Lauschangriff? Der damalige Präsident des BND. Auch Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton sowie hochrangige Militärs seien gelegentlich ausspioniert worden. "Das war für den BND einfach zu verlockend, da mitzuhören und damit auch einen kleinen Blick in die Gedankenwelt der amerikanischen Führung zu werfen", so Stark gegenüber der Bild Zeitung.
Wusste Kanzlerin Angela Merkel davon? Laut Holger Stark zunächst nicht – und das ist deshalb ein Thema, weil der US-Dienst NSA seinerseits Merkels Mobiltelefon lange Zeit abgehört haben soll, was seinerzeit zu einer erheblichen Verstimmung geführt hatte.
Wie lange ging das so? Offenbar mehrere Jahre, genau lässt sich das nicht mehr feststellen. Jedenfalls sei das Kanzkleramt in Berlin erst 2014 darüber informiert worden und hatte daraufhin angeordnet, die Operation umgehend zu stoppen.
Worum geht es? Dr. Google hat ausgedient. Schon mehr als 5 % aller ChatGPT-Nachrichten weltweit drehen sich um das Thema Gesundheit. Über 40 Millionen Menschen wenden sich an ChatGPT, um Gesundheitsinfos zu erhalten. Und das pro Tag.
Woher weiß man das? Die Daten stammen von OpenAI, dem Betreiber von ChatGPT, sie wurden Axios zur Verfügung gestellt.
Was wird gefragt? 55 % lassen Symptome checken oder wollen Infos dazu. 48 % wollen medizinische Begriffe erklärt bekommen, 44 % lassen sich über Behandlungen beraten.
Der Vorteil der KI? Sieben von zehn Gesundheitsgesprächen in ChatGPT finden außerhalb der regulären Sprechzeiten statt.
Was ist das Risiko? ChatGPT kann falsche und potenziell gefährliche Ratschläge geben, insbesondere in Gesprächen über psychische Gesundheit. OpenAI sieht sich derzeit mehreren Klagen von Personen gegenüber, die behaupten, dass sich Angehörige nach der Nutzung der Technologie selbst verletzt oder getötet haben.
Worum geht es? Zehn Personen, acht Männer und zwei Frauen, im Alter zwischen 41 und 60 Jahren standen seit Oktober vor Gericht, weil sie Verschwörungstheorien über Brigitte Macron, die Ehefrau von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, verbreitet hatten. Nun wurden die Urteile gefällt.
Welche Verschwörungstheorien? Es wurde etwa behauptet, dass Brigitte Macron ursprünglich als Mann zur Welt gekommen sei und später mit ihrem Bruder Jean-Michel die Identität getauscht hätte. Auch soll sie den späteren Präsidenten gezielt verführt haben, um dessen angebliche Homosexualität zu kaschieren.
Wie fielen die Urteile aus? Einige der Angeklagten kamen mit befristeten Social Media-Sperren und Sensibilisierungs-Trainings gegen Cybermobbing davon, die Haupttäter erhielten Haftstrafen bis zu acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Gericht wies dabei auf "besonders erniedrigende, beleidigende und bösartige" Kommentare hin, die Brigitte Macron zu erdulden hatte.
Wer sind die Täter? Ein in Frankreich bekannter Verschwörungstheoretiker namens Aurélien Poirson-Atlan, auch bekannt als "Zoe Sagan", sowie die Werberin Delphine Jegousse, die unter dem Pseudonym "Amandine Roy" als Medium auftritt. Dazu mehrere Follower, die die Behauptungen verbreitet hatten.
Was sagt die Frau des Präsidenten dazu? Sie habe rechtliche Schritte eingeleitet, um "ein Zeichen zu setzen" im Kampf gegen Belästigung. Am Verfahren selbst hatte sie nicht teilgenommen. Allerdings safte ihre Tochter Tiphaine Auziere vor Gericht, die verleumderischen Behauptungen über ihre Mutter hätten Auswirkungen auf deren Gesundheit gehabt.
Ist die Sache damit beendet? Noch nicht ganz, in der selben Angelegenheit ist noch ein weiteres Verfahren wegen Verleumdung gegen die rechte US-Influencerin Candace Owens anhängig. Sie hatte auf YouTube und in ihrem Podcast ebenfalls die falschen Behauptungen über Brigitte Macron verbreitet. Das Verfahren dazu soll in den USA stattfinden.
Worum geht es? Ein Mann hat in der Nacht auf Montag (Ortszeit) versucht, am Privatanwesen von US-Vizepräsident J.D. Vance in Cincinnati (Ohio) mehrere Fenster einzuschlagen. Er ist in Haft.
Woher weiß man das? Vance selbst informierte über den Vorfall auf X, bat aber um Privatsphäre.
Mit welchen Worten? "Eine Bitte an die Medien: Wir versuchen, unsere Kinder so gut wie möglich vor den Realitäten des öffentlichen Dienstes zu schützen. Deshalb bezweifle ich den Nachrichtenwert von Bildern unseres Hauses mit Löchern in den Fenstern."
Was ging vor sich? Secret-Service-Agenten, die an der Wohnadresse zum Schutz des Politikers stationiert sind, hörten kurz nach Mitternacht einen lauten Knall und schritten ein.
Was fanden sie vor? Einen Mann, der offenbar mit einem Hammer ein Fenster eingeschlagen hatte und versuchte, ins Haus einzudringen.
Was passierte mit ihm? Der Verdächtige wurde vor Ort von Secret-Service-Agenten zunächst festgehalten und anschließend von der Cincinnati Police Department in Gewahrsam genommen. Er befindet sich derzeit in Haft, mögliche Anklagen werden geprüft.
War Vance in Gefahr? Nein, Vance und seine Familie befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht in Ohio, sondern in Washington, D.C.
Worum geht es? Donald Trump hat am Wochenende seine Gebietsansprüche an Grönland erneuert. Vor dem Hintergrund der Militäraktion in Venezuela bekommen die Worte nun großes Gewicht.
Was sagte Trump? An Bord der Air Force One meinte er zu Reportern. „Wir brauchen Grönland aus national-sicherheitspolitischer Sicht, und Dänemark wird das nicht schaffen."
Was macht noch Sorge? Trump wurde diesmal recht konkret. Er nannte keinen bindenden "Zeitplan" für eine konkrete Aktion, sagte dann aber, dass er sich "in etwa zwei Monaten“ um Grönland kümmern werde, später dann sogar: "Lasst uns in 20 Tagen über Grönland sprechen."
Wie fiel die Reaktion aus? Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zeigte sich sichtlich empört. Trump soll seine "Drohungen" beenden. Wenn ein NATO-Land ein anderes NATO-Land angreife, höre sich alles auf.
Und Grönland? Premierminister Jens-Frederik Nielsen warnte den US-Präsidenten. "Kein Druck mehr. Keine Andeutungen mehr. Keine Fantasien mehr über eine Annexion. Genug ist genug".
Warum will Trump Grönland? Im Wettkampf mit Russland und China gewinnt die Region strategisch an Bedeutung. Die USA betreiben dort bereits die Thule Air Base (heute Pituffik Space Base). Grönland verfügt über große Vorkommen an seltenen Erden, Mineralien sowie Öl- und Gasressourcen, an die man wegen der Eisschmelze durch den Klimawandel nun besser herankommt.
Worum geht es? In den USA ist ab sofort die erste Abnehm-Pille auf Basis des Wirkstoffs Semaglutid erhältlich. Die Wegovy-Tabletten funktionieren genauso wie die Abnehmspritzen (Wegovy, Ozempic, Mounjaro) und werden in verschiedenen Dosierungen angeboten.
Was ist der Unterschied zur Abnehmspritze? Die Tabletten müssen täglich eingenommen werden, während die Abnehmspritzen nur einmal wöchentlich verabreicht werden und eine Depotwirkung besitzen.
Was kostet die Abnehm-Pille? Je nach Dosierung, kostet eine Monats-Ration in den USA 149 bis 299 Dollar (ca. 128 bis 256 Euro).
Wie funktioniert die Wegovy-Tablette? Genauso wie die Abnehmspritze: Das Hungergefühl wird gedrosselt, man isst automatisch weniger und nimmt so langfristig ab.
Wer erzeugt die Abnehm-Pille? Der dänische Pharma-Riese Novo Nordisk. Er hatte mit Ozempic und Wegovy in Spritzenform den Hype auf die Medikamente losgetreten, war aber zuletzt gegenüber dem US-Mitbewerber Eli Lilly (Mounjaro) ins Hintertreffen geraten. Eine eigene Abnehm-Pille der Amerikaner wird für kommenden März erwartet.
Wann kommt Wegovy in Tablettenform nach Europa? Sowohl in der EU, als auch in Großbritannien wurde die Zulassung der Tablette beantragt, mit einer Entscheidung der zuständigen Behörden wird im Laufe des Jahres gerechnet.























































