Worum geht es? Eine Studie hat untersucht, was passiert, wenn Menschen ihre Abnehmspritzen absetzen. Die Ergebnisse wurden nun im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht und sorgen für Grübeln.
Warum? Nach dem Absetzen zeigte die Analyse: Personen nehmen das verlorene Gewicht meist schnell wieder zu.
Wie lief die Studie? Ein Forschungs-Team wertete Daten aus 37 Studien mit mehr als 9.000 Erwachsenen aus. Die Patienten waren mit GLP‑1‑Wirkstoffen wie Semaglutid (z. B. in Ozempic oder Wegovy) oder Tirzepatid (z. B. Mounjaro) behandelt worden.
Wie erfolgreich sind Abnehm-Medikamente? Während der Behandlung verlieren viele Menschen erheblich an Gewicht — in klinischen Studien oft 15 bis 20 Prozent des Körpergewichts.
Aber? Nach dem Absetzen nehmen Betroffene im Durchschnitt etwa 0,4 kg pro Monat zu, nachdem die Medikation gestoppt wurde.
Die Folge? Bei den neueren GLP‑1‑Wirkstoffen wie Semaglutid und Tirzepatid könnte das Gewicht laut Prognosen bereits innerhalb von 1,5 – 2 Jahren wieder auf das Ausgangsniveau zurückkehren, wenn die Therapie beendet wird.
Passiert anderen auch, oder? Ja, aber der Jojo‑Effekt ist viel stärker, weil die Rückkehr des Gewichts deutlich schneller erfolgt als bei Menschen, die durch Diät und Bewegung abgenommen haben.
Heißt? Insbesondere nach dem Absetzen von Abnehmspritzen passiert die Gewichtszunahme viermal schneller als bei Diäten mit Ernährungsumstellung und Sport.
Wie ist das bei anderen Werten? Nicht nur das Gewicht, sondern auch verbesserte Gesundheitswerte wie Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin tendieren dazu, wieder in den Bereich vor der Behandlung zurückzugehen, wenn die Medikamente abgesetzt werden.
Worum geht es? Überfall auf Venezuela, Drohungen gegenüber Kuba, der Griff nach Grönland: Donald Trump zündelt allerorten. Nach Tagen mit Wattebausch-Kritik melden sich nun die ersten Politiker deutlich zu Wort.
Wer kritisiert? Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warf Trump bei einem öffentlichen Symposium in Berlin "Wertebruch" vor. Die US-Außenpolitik unter Trump trage dazu bei, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Weltordnung auszuhöhlen.
Wurde er noch deutlicher? Ja. "Es geht darum, zu verhindern, dass die Welt zu einer Räuberhöhle wird, in der die Skrupellosesten sich nehmen, was sie wollen, und in der Regionen oder ganze Länder als Eigentum einiger weniger Großmächte behandelt werden", sagte Steinmeier.
Wie ordnet er das ein? Steinmeier bezeichnete die Annexion der Krim durch Russland und den umfassenden Einmarsch in die Ukraine als Wendepunkt und sagte, das Verhalten der USA stelle einen zweiten historischen Bruch dar.
Wo er die Gründe sieht? "Die neue amerikanische Administration hat ein sehr anderes Weltbild als wir. Eines, das keine Rücksicht nimmt auf etablierte Regeln, auf gewachsene Partnerschaft und Vertrauen."
Bleibt er mit der Kritik allein? Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fand bei der Jahresansprache an französische Botschafter im Élysée-Palast klare Worte. "Die Vereinigten Staaten sind eine etablierte Macht, aber eine, die sich allmählich von einigen ihrer Verbündeten abwendet und sich von internationalen Regeln löst, die sie noch vor Kurzem selbst gefördert haben."
Worum geht es? Spanien hat lange gebraucht, um sich systematisch mit sexuellem Missbrauch in kirchlichen Strukturen auseinanderzusetzen. Nun gibt es eine wegweisende Einigung.
Wie sieht sie aus? Die spanische Regierung und die katholische Kirche Spaniens haben ein Abkommen unterzeichnet. Es wird ein Mechanismus geschaffen, um Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche eine offizielle Anerkennung und Entschädigung zu ermöglichen.
Welche Fälle betrifft das? Alle, auch jene, bei denen eine strafrechtliche Verfolgung nicht mehr möglich ist (etwa weil die Tat verjährt ist oder der Täter bereits verstorben ist).
Wer unterschrieb? Das Abkommen wurde in Madrid unterzeichnet, mit Justizminister Félix Bolaños für die Regierung und Luis Argüello, Präsident der Spanischen Bischofskonferenz (CEE), sowie Jesús Díaz Sariego für den kirchlichen Teil.
Wie funktioniert das System? Opfer reichen ihren Antrag beim Justizministerium ein. Die Fälle werden an die Opfer-Einheit des Defensor del Pueblo (spanischer Ombudsmann) weitergegeben. Der Ombudsmann erstellt einen Vorschlag für einen Entschädigungs‑ oder Wiedergutmachungsplan.
Und dann? Dieser Vorschlag wird einer kirchlichen Kommission zur Bewertung vorgelegt. Wenn Opfer und Kirche zustimmen, tritt der Vorschlag in Kraft. Bei Uneinigkeit entscheidet entweder eine gemischte Kommission oder der Ombudsmann endgültig.
Wie hoch ist die Entschädigung? Das hängt vom Anlassfall ab. Die finanziellen Entschädigungen werden von der katholischen Kirche getragen. Sie sind für die Opfer steuerfrei.
Wie lange ist Zeit? Es gibt ein einjähriges Fenster, in dem Anträge gestellt werden können; eine Verlängerung ist möglich.
Worum geht es? US‑Präsident Donald Trump unterzeichnete in der Nacht auf Donnerstag eine Anordnung (Executive Order). Er fixierte damit den Ausstieg der USA aus 66 internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen.
Was ist der Hintergrund? Am 4. Februar 2025 hatte Trump eine Überprüfung aller Organisationen beauftragt, in denen sein Land engagiert ist und/oder zur Finanzierung beiträgt. Nun setzt er das Ergebnis um.
Wer ist betroffen? 31 Organisationen im Rahmen der Vereinten Nationen als auch 35 weitere internationale Gremien, die sich z. B. mit Klimawandel, Energie, Demokratie‑Förderung oder Entwicklungspolitik befassen.
Zum Beispiel? Das UN-Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), die zentrale Klimarahmenkonvention, die dem Pariser Abkommen zugrunde liegt, die International Renewable Energy Agency (IRENA) oder die International Solar Alliance (ISA) – Initiative für Solarenergie.
Begründung? Viele dieser Organisationen würden nicht im Interesse der USA arbeiten oder ideologisch geprägt seien, etwa mit Fokus auf "radikale Klimapolitik" oder Themen wie Geschlechtergleichstellung, die laut US‑Außenministerium nicht mit den US‑nationalen Interessen vereinbar seien.
Was heißt das in Geld? Es bringt viele Organisationen an den Rand des Ruins. Bei IRENA trugen die USA bis zu 10 Prozent des Budgets, bei der ISA waren sie Hauptfinancier.
Ist das generell so? Ja! Beispiel UNESCO: Die USA zahlten vor dem Austritt ca. 22 Prozent des Budgets. Oder die WHO: Da kam rund 15 Prozent des ordentlichen Haushalts, plus Sonderzahlungen aus den USA.
Worum geht es? ChatGPT hat 800 Millionen wöchentliche User. Am Donnerstag stellte die KI-App des US-Anbieters OpenAI einen neuen Service vor: Gesundheitstipps auf Basis einer Online-Anamnese.
Wie geht das? ChatGPT Health möchte auch Gesundheitsdaten und Krankenakten der Fragensteller scannen, um möglichst profunde Resultate liefern zu können, so der KI-Pionier OpenAI.
Gibt es da keine Datenschutzbedenken? Doch, US-Aktivisten warnen bereits vor einem Missbrauch übermittelter Patientenakten. Doch der Anbieter wiegelt ab: Konversationen in ChatGPT Health würden getrennt von anderen Chats gespeichert und nicht zum Trainieren seiner KI-Tools verwendet werden, so OpenAI. Zudem sei das System nicht für "Diagnose oder Behandlung" gedacht.
Wofür sonst? Es gehe darum, den Usern vertiefende Antworten geben zu können, so OpenAI. Bereits jetzt würden pro Woche 230 Millionen Anfragen zu Gesundheitsthemen gestellt, so der KI-Konzern.
Wird der neue Service etwas kosten? Dazu gibt es bislang keine Angaben. Als sicher gilt allerdings, dass OpenAI daran arbeitet, Werbung in seine Seite zu integrieren.
Wo wird ChatGPT Health überall angeboten? Derzeit nur in den USA. Ein Einsatz innerhalb der EU gilt wegen der strengen Datenschutzregeln als unwahrscheinlich.
Worum geht es? Das Freihandelsabkommen der EU mit Südamerika steht unmittelbar vor dem Abschluss. Bauern sehen in Mercosur eine existenzielle Bedrohung für die europäische Landwirtschaft. Nun kommt es zu europaweiten Protesten.
Warum? Die Landwirte befürchten, dass billige Produkte aus Südamerikas Märkten importiert werden könnten. Aber das ist nicht der einzige Grund für die Proteste, sondern nur das Ventil.
Was noch? Die Proteste sind teilweise verbunden mit anderen agrarpolitischen Problemen wie steigenden Produktionskosten, oder mangelnder staatlicher Unterstützung. In fast ganz Europa kommt es derzeit zu Demos.
Wo überall? In Frankreich fuhren Bauern mit Traktoren in die Pariser Innenstadt und blockierten wichtige Straßen, auch in der Nähe des Eiffelturms und des Triumphbogens. Dabei wurden Polizeisperren durchbrochen. In Deutschland postierten sich Landwirte mit Traktoren an Autobahn‑Auffahrten und Verkehrsknotenpunkten.
Wo noch? Auch in Belgien, Spanien und Griechenland kam es zu Protesten an Verkehrsknotenpunkten.
Worum geht es? Das Handelsdefizit der USA sank im Oktober 2025 auf rund 29,4 Milliarden US-Dollar – der niedrigste Stand seit 2009. Das zeigen die am Donnerstag vom US-Handelsministerium veröffentlichten Daten.
Warum überrascht das? Weil die Zahlen deutlich besser sind, als sie etwa von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen erwartet hatten. Sie prognostizierten ein Handelsdefizit von 59,8 Milliarden Dollar.
Wie schaut das im Detail aus? Die US-Exporte stiegen im Oktober auf etwa 302 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von rund 2,6 Prozent entspricht. Gleichzeitig fielen die Importe auf rund 331,4 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von etwa 3,2 Prozent.
Was ragte heraus? Besonders stark sanken die Importe von pharmazeutischen Produkten, was unter anderem auf Unsicherheiten im Zusammenhang mit geplanten Zöllen zurückgeführt wird.
Wie war 2025 die Entwicklung? Im September lag das Defizit bei 52,8 Milliarden US-Dollar, im Juni bei 60,2 Milliarden US-Dollar und im Frühjahr, etwa im März, sogar bei über 160 Milliarden US-Dollar.
Worum geht es? An Bord der internationalen Raumstation ISS ist es zu einem Krankheitsfall gekommen. Bei einem Mitglied von "Crew 11", einem vierköpfigen Astronautenteam, das seit vergangenem August im Weltall ist, sei es am Mittwoch zu einem medizinischen Problem gekommen, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit.
Was ist geschehen? Aus Gründen des Datenschutzes konnte die NASA nicht näher darauf eingehen, welcher Astronaut betroffen ist und was konkret das medizinische Problem darstellt. Tatsache ist aber, dass ein für Donnerstag geplanter Weltraumspaziergang von zwei Astronauten deshalb kurzfristig abgesagt werden musste.
Wer gehört aller zu "Crew 11"? Das vierköpfige Team besteht aus den NASA-Astronauten Zena Cardman und Mike Fincke, dem Japaner Kimiya Yui von der JAXA-Raumfahrtbehörde und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonov.
Wie geht es dem erkrankten Astronauten? Sein Zustand wird als stabil beschrieben. Trotzdem überlegt man nun, den Aufenthalt des gesamten Teams auf der ISS zu verkürzen und das Quartett schon im Jänner zurück zur Erde zu holen. Ursprünglich sollte "Crew 11" noch bis Ende Februar im All bleiben.
Wäre dann die ISS ohne Besatzung? Nein, drei weitere Weltraumfahrer, NASA-Astronaut Chris Williams und die Kosmonauten Sergej Kud Swerchkow und Sergej Michajew, würden dann bis zum Eintreffen der nächsten Crew alleine auf der Station bleiben.























































