Worum geht es? Am 14. Juni wird Donald Trump 80 Jahre alt und dafür hat er einen besonderen Wunsch: einen Mixed-Martial-Arts-Kampf (MMA) im Weißen Haus. Das sorgt für Terminprobleme.
Moment, im Weißen Haus gibt es eine Keilerei? Ja, Trump ist MMA-Fans und mit Dana White eng. Er ist der Chef der weltweit führenden MMA-Liga.
Heißt was? "Am 14. Juni nächsten Jahres werden wir einen großartigen UFC-Kampf im Weißen Haus, direkt im Weißen Haus, auf dem Gelände des Weißen Hauses, haben", sagte der US-Präsident am 6. Oktober während einer Rede in Norfolk, Virginia. Das passiert nun.
Was ist das Terminproblem? Der nächste G7-Gipfel sollte eigentlich vom 14. bis 16. Juni stattfinden, nun wurde das Datum geändert. Also im Klartext: Die Regierungschefs der wichtigsten Weltmächte verschieben ihr Treffen wegen eines MMA-Kampfes.
Im Ernst? Ja, Frankreich Staatspräsident Emmanuel Macron habe "freundlicherweise die Termine geändert, um Trumps Agenda entgegenzukommen", sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses zum Le Figaro.
Was hat Frankreich damit zu tun? Das Land übernimmt im Juni die G7-Präsidentschaft.
Wann findet der G-7-Gipfel jetzt statt? Vom 15. bis 17. Juli in Évian-les-Bains (Haute-Savoie) am Genfersee.
Worum geht es? Der KI-Chatbot Grok hatte in den vergangenen Tagen wegen Nacktfotos für Aufregung gesorgt. Nun schritt Gründer Elon Musk ein und sperrte das Tool, es ist nur mehr Abonnenten zugänglich.
Was war das Problem? Viele Nutzer auf X hatten Grok gebeten, vorhandene Fotos von Personen so zu bearbeiten, dass Kleidung entfernt oder stark reduziert wird. Reale Menschen wurden also digital ausgezogen – ohne deren Einwilligung.
Wie wurde das bekannt? Forscherinnen und Forscher, die Tausende von Grok-Bildern analysierten, fanden eine große Zahl an sexualisierten Darstellungen von Menschen, besonders von Frauen in "minimaler Kleidung" oder erotisch wirkenden Posen.
Wer waren die Opfer? In einigen Fällen wurden KI-Bilder erzeugt, die Personen – teils auch als minderjährig eingeschätzte Figuren – in sexuellen oder erotischen Kontexten zeigen.
Von welcher Menge sprechen wir? Schätzungen ergaben, dass Grok stündlich tausende sexualisierte Bilder erzeugte, was die Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden weckte.
Was passierte nun? Grok X schränkte den Zugang zu bestimmten Funktionen auf zahlende Abonnenten ein, insbesondere die KI-Bildgenerierung und -bearbeitung.
Was bedeutet das? Wenn man Grok auf X bittet, Bilder zu erzeugen oder zu editieren, antwortet der Bot, dass diese Funktionen nur für zahlende Abos freigeschaltet sind und zeigt einen Link zu einem Abonnementangebot an.
Wem gehört Grok? Grok ist ein KI-Chatbot und wird von der Firma xAI entwickelt. xAI wurde 2023 von Elon Musk gegründet. Die Social-Media-Plattform X gehört ebenfalls zu xAI, das Unternehmen gehört Musk.
Worum geht es? Die Vereinigten Arabischen Emirate streichen die öffentlichen Auslands-Stipendien für Bürger, die in Großbritannien studieren möchten. Grund dafür ist die Befürchtung, die jungen Menschen könnten dort islamistisch radikalisiert werden.
Durch wen sollte diese Radikalisierung erfolgen? Die Behörden der VAE haben offenbar mehrere Gruppen im Verdacht, auf arabische Studenten einwirken zu wollen. Namentlich genannt wurde die Muslimbruderschaft, die in den Emiraten als terroristische Organisation eingestuft ist.
Und in England ist sie nicht verboten? Nein, obwohl sich die Regierung der Emirate nach eigenem Bekunden seit Jahren bei der Regierung in London dafür starkmacht.
Dürfen Bürger der Emirate jetzt nicht mehr in England studieren? Doch, aber sie bzw. ihre Familien müssen ab sofort ausnahmslos selbst dafür aufkommen. Bislang förderten die Emirate derartige Studienaufenthalte großzügig, es wurden etwa Studiengebühren, Lebenshaltungskosten sowie Reise- und Krankenversicherung für besonders erfolgreiche Studierende übernommen.
Gilt die neue Einschränkung nur für England? Ja, wer in anderen Ländern studieren möchte, wird nach wie vor gefördert, wenn Studienrichtung und -fortschritt ins Konzept des Bildungsministeriums passen.
Wie viele Emiratis studieren in Großbritannien? Zuletzt waren mehr als 8.500 Studierende aus dem Wüstenstaat an britischen Unis eingeschrieben.
Was ist die Muslimbruderschaft? Eine seit beinahe hundert Jahren existierende islamistische Bewegung, die in mehr als 70 Ländern aktiv ist. Sie wird in mehreren Ländern als terroristisch eingestuft, westliche Terrorexperten sehen sie allerdings als weit weniger radikal an als andere Dschihad-Bewegungen.
Worum geht es? In der Silvesternacht war es in einer Bar im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana zu einem Katastrophenfeuer gekommen. 40 vorwiegend junge Menschen starben, über hundert wurden teils schwer verletzt. Nun gibt es erste Konsequenzen.
Nämlich? Der Betreiber der Bar, Jacques M., 49, wurde am Freitag nach längerer Befragung durch die Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen.
Warum? Weil die Behörden Fluchtgefahr befürchten. Seine Ehefrau und Mit‑Betreiberin Jessica blieb zunächst auf freiem Fuß.
Warum ist das seltsam? Weil die Kantonspolizei Wallisnoch vor vier Tagen gesagt hatte: "Aktuell bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschuldigten sich dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion durch Flucht entziehen könnten." Das hat für viel Kritik gesorgt.
Was passiert nun? Die Untersuchungshaft muss innerhalb von 48 Stunden gerichtlich bestätigt werden. Gegen das Ehepaar wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst ermittelt.
Worum geht es? Die USA setzen ihre Offensive gegen die "Schattenflotte" fort. Am Freitag wurde schon der fünfte Öltanker in Verbindung mit Venezuela beschlagnahmt.
Was war der aktuelle Fall? Die jüngste Beschlagnahmung betrifft den Tanker "Olina", der von der US‑Küstenwache und Marineeinheiten vor der Küste von Trinidad/Tobago in der Karibik geentert wurde.
Warum? Das Schiff fuhr angeblich unter falscher Flagge und steht im Verdacht, Öl aus Venezuela bzw. Russland zu transportieren, was gegen US‑Sanktionen verstoßen soll.
Warum weiß man das? US-Heimatschutzministerin Kristi Noem teilte auf X ein Video, das zeigen soll, wie US-Kräfte die "Olina" entern.
Welche Schiffe betraf das davor? Die "Skipper" am 10. Dezember zwischen Grenada und Trinidad, die "Centuries" am 20. Dezember, die "Marinera" (ehemals "Bella 1") am 7. Jänner und die "M Sophia" ebenfalls am 7. Jänner.
Worum geht es? In der Nacht auf Freitag hat Russland erneut eine hyperschallfähige Rakete vom Typ Oreshnik gegen die Westukraine (Lviv‑Region) abgefeuert.
Was ist eine Hyperschallrakete? Die Oreshnik flog mit mehr als zehnfacher Schallgeschwindigkeit (Mach 10+) und war konventionell bestückt, nicht mit einem nuklearen Sprengkopf.
Was war das Ziel? Kritische Infrastrukturpunkte, darunter Energieanlagen und Einrichtungen zur Produktion von Drohnen, wie das russische Verteidigungsministerium erklärte. Die Ukraine meldete Beschädigungen an zivilen Gebäuden, Stromausfälle, in Kiew kamen vier Menschen ums Leben.
Warum kam es zum Angriff? Russland spricht von einer Reaktion auf die angebliche ukrainische Drohnenattacke auf einen Wohnsitz von Wladimir Putin Ende Dezember 2025 — was die Ukraine und westliche Staaten zurückweisen und als Vorwand bezeichnen.
Was war der eigentliche Grund? Analysten deuten den Angriff nicht nur als militärischen Schlag, sondern als politische Botschaft an die Ukraine: Wir sind in der Lage, weit ins ukrainische Territorium vorzustoßen.
Gab es schon vorher Einsätze? Es war erst die zweite bekannte Verwendung der Oreshnik‑Rakete im Krieg gegen die Ukraine. Die erste bekannte Verwendung fand im November 2024 statt, als Russland die Stadt Dnipro traf.
Was war die Reaktion? EU & NATO‑Staaten verurteilten den Einsatz als eskalierend und destabilisierend. Die Ukraine bezeichnete die russische Begründung als Propaganda.
Worum geht es? Die Proteste gegen das Regime im Iran weiten sich aus. Inzwischen sind alle 31 Provinzenund 45 Städte betroffen. Die Führung kündigt ein hartes Vorgehen gegen die Demonstranten an.
Was ist der Hintergrund? Die Proteste begannen Ende Dezember. Sie wurden durch eine schwere Wirtschaftskrise, steigende Inflation und den starken Wertverlust des Rial ausgelöst. Mittlerweile richten sie sich zunehmend auch gegen die politische Führung des Landes.
Was war die Reaktion? Zunächst wurden Gespräche mit den Teilnehmern angekündigt. Jetzt reagiert die Regierung mit einem harten Vorgehen. Landesweit wurden Internet- und Telefonverbindungen abgeschaltet, um die Organisation der Demonstrationen zu erschweren.
Kommt es zu Gewalt? Ja, die Sicherheitskräfte setzen Schusswaffen, Tränengas, Wasserwerfer und Schlagstöcke ein, es gibt schon 40 Tote und 2.200 Festnahmen.
Wem wird die Schuld gegeben? Der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei nannte die Demonstranten "Vandalen" und "Saboteure". Er kündigte an, das Regime werde nicht nachgeben und gegen "Unruhestifter" hart vorgehen. Die Proteste seien das Werk ausländischer Feinde, vorrangig der USA.
… und mit welchen Worten? "Die Demonstranten zerstören ihre eigenen Straßen, um den Präsidenten eines anderen Landes glücklich zu machen … weil er gesagt hat, er würde ihnen zu Hilfe kommen", sagte Khamenei – eine Anspielung auf Donald Trump. Das iranische Staatsfernsehen zeigt Aufnahmen, in denen Demonstranten "Tod den USA!" rufen.
Worum geht es? Am Donnerstag präsentierte das Weiße Haus erstmals offiziell seine Pläne für den neuen Ballsaal, dem im letzten Oktober der Ostflügel des historischen Gebäudes weichen musste.
Und wie wird der Neubau? Noch größer, mächtiger und teurer als bislang angenommen. Der Ballsaal soll exakt die gleiche Höhe haben wie das Hauptgebäude des Weißen Hauses – für Architekten eigentlich ein Sakrileg, denn Zubauten sollten niemals das Hauptgebäude an Höhe übertreffen.
Was ist noch neu? Die Grundfläche des neuen Gebäudes soll etwa 4.180 Quadratmeter ausmachen, gut 2.000 Quadratmeter soll alleine der neue Ballroom messen, der für eine Kapazität von 1.000 Personen ausgelegt ist.
Was kommt noch in das Gebäude? Geplant ist weiters, im Erdgeschoß des Gebäudes Büros, eine Großküche, einen Kinosaal sowie eine Bürosuite für die First Lady zu errichten. Der Ballsaal soll dann im ersten Stock des Gebäudes errichtet werden.
Was weiß man über die Kosten? Der neue Architekt des Ballsaals, Shalom Baranes, geht mittlerweile von Baukosten von etwa 400 Millionen Dollar aus. Wobei laut Präsident Trump sämtliche Kosten durch Großspenden (u.a. von Amazon und Apple) getragen werden.
Gibt es noch weitere Planänderungen? Ja, es ist nun vorgesehen, den gegenüber liegenden Westflügel (in dem sich auch das Oval Office befindet) aufzustocken, damit er gegenüber dem neuen Ostflügel mit Ballsaal nicht ganz so verkümmert aussieht.
Wann starten die Bauarbeiten? Sie laufen längst, wenn auch derzeit nur unterirdisch. Aber Trump möchte so bald wie möglich auch mit den oberirdischen Arbeiten starten, damit der neue Ballsaal rechtzeitig fertig wird, ehe seine Amtszeit im Jänner 2029 ausläuft.























































