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Spionage? Attentate? So testen Putins Drohnen Europas Militär

Allein zwischen August 2024 und Februar 2026 kam es zu mindestens 144 Zwischenfällen mit russischen Drohnen. Betroffen waren 13 NATO-Länder, ausspioniert wurden militärische Einrichtungen, kritische nationale Infrastrukturen – und Atomwaffen. Was bekannt ist.

Von The Economist
Spionage? Attentate? So testen Putins Drohnen Europas Militär
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"DA IST NICHTS FALSCH DAMIT" Trump verteidigt Milliarden-Gewinne

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump gerät wegen der milliardenschweren Geschäfte seiner Familie massiv unter Druck. Auslöser sind neue Finanzoffenlegungen, nach denen Trump allein im vergangenen Jahr mehr als 2,2 Milliarden Dollar (ca. 1,9 Mrd. Euro) verdient hat, davon allein etwa 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd. Euro) mit Kryptowährungen.

Was wird ihm vorgeworfen? Kritiker sagen, Trump würde seine Position als Präsident zur persönlichen Bereicherung nutzen. Der 80-Jährige weist die Vorwürfe indes zurück und verteidigt sowohl seine eigenen Geschäfte als auch die seiner Söhne.

Worum geht es bei den Vorwürfen konkret? Im Mittelpunkt stehen die Krypto-Unternehmen der Trump-Familie, allen voran World Liberty Financial sowie mehrere sogenannte Meme-Coins wie $TRUMP. Nach den offiziellen Finanzunterlagen stammen inzwischen mehr als 1,4 Milliarden Dollar von Trumps gemeldeten Einkünften aus diesen Geschäften. Gleichzeitig verfolgt seine Regierung eine ausgesprochen krypto-freundliche Politik – was Ethikexperten als möglichen Interessenkonflikt bewerten.

Wo könnte ein Interessenkonflikt bestehen? Kritiker argumentieren, dass Präsidenten Entscheidungen treffen könnten, die den Wert ihrer eigenen Investitionen steigern. Tatsächlich hat die Trump-Regierung mehrere Maßnahmen beschlossen, die den Kryptomarkt begünstigen – darunter lockerere Regulierung und neue gesetzliche Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte.

Wie verteidigt sich Trump? Er weist sämtliche Vorwürfe zurück. In einem Interview mit CNBC erklärte er, er kümmere sich nicht um seine Geschäfte, sondern konzentriere sich auf die Arbeit als Präsident. Die Verwaltung seines Vermögens liege bei seinen Söhnen Eric und Donald Trump Jr. sowie externen Finanzverwaltern. Trump: "Es ist nichts Illegales daran, da ist nichts falsch damit."

Warum verteidigt Trump auch seine Söhne? Der Präsident meint offenbar, seine Kinder würden ungerecht behandelt. Sie hätten ihre Unternehmen bereits vor seiner Rückkehr ins Weiße Haus aufgebaut und seien nun Ziel politisch motivierter Angriffe. Besonders Eric Trump und Donald Trump Jr. spielen bei den Krypto-Unternehmen der Familie eine zentrale Rolle.

Ist das rechtlich problematisch? Juristisch ist die Lage kompliziert. Anders als Minister oder andere Regierungsmitglieder unterliegt der US-Präsident nur begrenzten gesetzlichen Regeln zu Interessenkonflikten. Zwar müssen Vermögenswerte offengelegt werden, eine Verpflichtung, sie in einen sogenannten Blind Trust zu übertragen oder zu verkaufen, besteht jedoch nicht. Deshalb dreht sich die Debatte derzeit vor allem um politische und ethische Fragen – weniger um strafrechtliche Vorwürfe.

Wie groß ist die Kritik? Ethikexperten sprechen von einer beispiellosen Vermischung von Staatsamt und privaten Geschäftsinteressen. Demokratische Politiker fordern strengere Regeln, die Präsidenten und ihre Familien künftig daran hindern sollen, während ihrer Amtszeit an Märkten zu verdienen, die sie selbst regulieren.

VOR ALLEM IN FRANKREICH Tausende Tote durch Hitzewelle

Worum geht es? Die jüngste Hitzewelle in Europa hat noch mehr Todesopfer gefordert als zunächst angenommen. Allein in Frankreich registrierten die Behörden inzwischen 2.025 zusätzliche Todesfälle innerhalb einer Woche. Zusammen mit Belgien und den Niederlanden liegt die Zahl der sogenannten Übersterblichkeit bereits bei 3.700 Menschen. Und die endgültige Bilanz könnte noch höher ausfallen.

Was bedeutet "Übersterblichkeit"? Dabei handelt es sich nicht um offiziell als "Hitzetote" registrierte Menschen. Stattdessen vergleichen Gesundheitsbehörden, wie viele Menschen in einer bestimmten Woche tatsächlich gestorben sind – und wie viele statistisch zu erwarten gewesen wären. Die Differenz gilt als Übersterblichkeit und wird häufig genutzt, um die tatsächlichen Folgen extremer Wetterereignisse zu erfassen.

Warum starben so viele Menschen? Extreme Hitze belastet vor allem Herz, Kreislauf und Atmung. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen ohne ausreichende Kühlmöglichkeiten. In Frankreich stiegen während der heißesten Woche die Todesfälle in Privathaushalten um 91 Prozent, in Pflegeheimen um 37 Prozent und in Krankenhäusern um knapp 20 Prozent.

Warum traf es Frankreich besonders stark? Frankreich erlebte Ende Juni eine der schwersten Hitzewellen seiner Geschichte. In vielen Regionen wurden Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. Besonders betroffen war die Region um Paris, wo die Sterblichkeit zeitweise um mehr als 60 Prozent über dem üblichen Niveau lag.

Sind auch andere Länder betroffen? Ja. Belgien meldete rund 1.200 zusätzliche Todesfälle, die Niederlande etwa 480. Auch Spanien, Italien und andere europäische Länder verzeichneten zahlreiche hitzebedingte Todesfälle und Rekordtemperaturen. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Gesamtzahl europaweit noch deutlich erhöhen wird.

Welche Rolle spielt der Klimawandel dabei? Klimaforscher sehen einen klaren Zusammenhang. Nach Einschätzung mehrerer Forschungsgruppen wäre eine derart extreme Juni-Hitzewelle ohne den menschengemachten Klimawandel unmöglich gewesen. Gleichzeitig erwärmt sich Europa schneller als jeder andere Kontinent, wodurch solche Ereignisse häufiger und intensiver werden.

Welche Folgen hatte die Hitzewelle außer den Todesfällen? Neben den gesundheitlichen Auswirkungen litt auch die Infrastruktur. Bahnstrecken wurden beschädigt, Flüsse führten ungewöhnlich wenig Wasser, einzelne Kernkraftwerke mussten ihre Leistung reduzieren oder Reaktoren vorübergehend abschalten. Zudem verschärften sich Waldbrand- und Dürregefahr in mehreren Ländern.

SWIFT-HOCHZEIT IN NEW YORK Erst intimes Dinner, dann Mega-Sause

Worum geht es? Die Hochzeitsfeierlichkeiten von Popstar Taylor Swift und Football-Star Travis Kelce haben offenbar begonnen. Nach übereinstimmenden US-Medienberichten feierte das Paar am Donnerstagabend mit rund 100 Gästen ein privates Dinner in Manhattan. Die große Hochzeitsfeier soll am Freitagabend im New Yorker Madison Square Garden stattfinden – offiziell bestätigt haben Swift und Kelce ihre Hochzeit allerdings weiterhin nicht.

Was ist bisher bekannt? Nach Informationen der Boulevardkolumne Page Six sollen sich Taylor Swift und Travis Kelce bereits zuvor in einer kleinen, privaten Zeremonie im Bundesstaat Tennessee das Jawort gegeben haben. Das Dinner in New York gilt demnach als Auftakt zu den eigentlichen Hochzeitsfeierlichkeiten. Weder Swift noch Kelce haben diese Berichte bislang kommentiert.

Warum steht der Madison Square Garden im Mittelpunkt? Die legendäre Veranstaltungshalle in Manhattan wurde für die Feier komplett abgeschirmt. Vor dem Eingang wurden große Zelte und Sichtschutzwände aufgebaut, Fenster verhängt und die umliegenden Straßen teilweise gesperrt. Zahlreiche schwarze Limousinen fuhren vor, während Sicherheitskräfte das Gelände absicherten.

Welche prominenten Gäste werden erwartet? US-Medien berichten von einer hochkarätigen Gästeliste. Erwartet werden unter anderem Selena Gomez, Ed Sheeran, Bradley Cooper, Gigi Hadid, Karlie Kloss sowie Schauspielerin Lena Dunham. Auch zahlreiche Spieler von Travis Kelces NFL-Team, den Kansas City Chiefs, sollen an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Wie reagieren die Fans? Schon Stunden vor Beginn der Feier versammelten sich Hunderte sogenannte "Swifties" rund um den Madison Square Garden. Einige reisten dafür quer durch die USA an – manche sogar mehr als 2.000 Kilometer weit. Obwohl wegen der strengen Sicherheitsmaßnahmen kaum etwas von der Feier zu sehen ist, hoffen viele Fans zumindest auf einen kurzen Blick auf ihr Idol.

Wie teuer soll die Hochzeit werden? Über die Kosten wird seit Monaten spekuliert. Nach Schätzungen von Hochzeitsexperten könnte allein die Miete des Madison Square Garden zwischen zehn und 20 Millionen US-Dollar liegen. Insgesamt rechnen US-Medien mit Ausgaben im zweistelligen Millionenbereich und sprechen bereits von der "amerikanischen Antwort auf eine royale Hochzeit".

Klingt ziemlich protzig? Ja, allerdings relativiert eine Aktion der Brautleute die Investition. Wenige Tage vor den Feierlichkeiten wurde bekannt, dass Taylor Swift und Travis Kelce gemeinsam rund 26 Millionen Dollar an wohltätige Organisationen gespendet haben. Das Geld ging unter anderem an Hilfsprojekte für Bedürftige, Tierschutzorganisationen sowie Musik- und Bildungsprogramme in den USA.

TEPPICH VON BAYEUX Tausende Briten wollen Kunstwerk sehen

Worum geht es? Eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt kehrt erstmals seit fast 1.000 Jahren nach England zurück: Der Teppich von Bayeux wird ab September 2026 für insgesmt zehn Monate im British Museum in London ausgestellt.

Wie kam es dazu? Die Leihgabe gilt als kulturpolitische Sensation und soll ein Symbol der Annäherung zwischen Frankreich und Großbritannien sein. Bereits kurz nach dem Start des Ticketverkaufs waren die ersten Eintrittskarten restlos vergriffen.

Warum ist das Interesse so groß? Schon am ersten Tag des Ticketverkaufs bildeten sich virtuelle Warteschlangen mit kehr als 80.000 Interessierten. Das British Museum spricht bereits jetzt von der erfolgreichsten Ausstellung seiner Geschichte. Historiker bezeichnen die Präsentation als eine "Einmal-in-1.000-Jahren-Gelegenheit", weil der Teppich wohl nie wieder nach Großbritannien reisen wird.

Was ist der Teppich von Bayeux? Der knapp 70 Meter lange und 50 Zentimeter hohe Leinenstoff gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken des Mittelalters. Streng genommen handelt es sich nicht um einen gewebten Teppich, sondern um eine aufwendig bestickte Bildrolle. Entstanden ist sie zwischen 1070 und 1077 – nur wenige Jahre nach der normannischen Eroberung Englands.

Was zeigt der Teppich? In insgesamt 58 Szenen erzählt er die Geschichte der normannischen Invasion Englands im Jahr 1066. Im Mittelpunkt stehen der Normannenherzog Wilhelm – später als Wilhelm der Eroberer bekannt – und die berühmte Schlacht von Hastings, bei der der englische König Harold II. besiegt wurde. Dieses Ereignis veränderte die Geschichte Englands grundlegend und prägt das Land bis heute.

Warum ist die Leihgabe so außergewöhnlich? Der Teppich wird normalerweise im Museum von Bayeux in der Normandie gezeigt und hat Frankreich seit Jahrhunderten praktisch nie verlassen. Nun reist er erstmals seit seiner Entstehung wieder nach England – also in das Land, in dem er nach heutiger Forschung vermutlich sogar gefertigt wurde. Viele Historiker gehen davon aus, dass englische Stickerinnen den Teppich im Auftrag des normannischen Bischofs Odo von Bayeux hergestellt haben.

Warum gibt Frankreich den Teppich überhaupt aus der Hand? Die Leihgabe ist Teil eines umfassenden Kulturaustauschs zwischen beiden Ländern. Vereinbart wurde sie von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Noch-Premierminister Keir Starmer. Im Gegenzug leiht Großbritannien Frankreich bedeutende historische Objekte aus.

Gab es Bedenken gegen den Transport? Ja. Zahlreiche französische Kunsthistoriker und Restauratoren warnten, dass der fast 1.000 Jahre alte Stoff beim Transport beschädigt werden könnte. Eine Petition gegen die Ausleihe sammelte zehntausende Unterschriften. Die Verantwortlichen betonen jedoch, der Teppich werde in einem speziell entwickelten Schutzbehälter transportiert und während der gesamten Reise von Experten überwacht. Zudem ist das Kunstwerk mit umgerechnet fast einer Milliarde Euro versichert.

Gibt es noch Karten für die Ausstellung? Genügend, für Oktober und Jänner sind weitere Vorverkaufs-Slots eingeplant. Insgesamt wird der Teppich zehn Monate lang in London zu sehen sein.

Was kosten die Eintrittskarten? Erwachsene zahlen in Spitzenzeiten 33 Pfund (ca. 39 Euro), außerhalb der Stoßzeiten 27 Pfund (ca. 32 Euro). Zum Vergleich: In Bayeux kostet der Eintritt nur 12 Euro. Und wer auf den Museumsbesuch verzichten und sich lieber online in die Einzelheiten des Teppichs vertiefen möchte, kann auf der Homepage des Museums in Bayeux den gesamten Teppich hochaufgelöst ansehen – und zwar gratis.

"MINIONS"-FANS ATMEN AUF:"Sie haben nie für Hitler gearbeitet"

Worum geht es? Eine der kuriosesten Internet-Debatten rund um die Minion-Figuren aus den "Ich – Einfach unverbesserlich"-Filmen wurde nun offiziell beendet: Regisseur und Minions-Erfinder Pierre Coffin hat in einem Interview klargestellt, dass die gelben Kultfiguren nie für Adolf Hitler gearbeitet haben.

Wie kommt man auf die Idee, das überhaupt klarzustellen? Mit seiner Aussage reagierte der Franzose auf eine seit Jahren kursierende Fan-Theorie, die immer wieder als Meme in sozialen Netzwerken auftaucht.

Wie kam diese Theorie auf? Der Witz beruht auf der Grundidee der Minions: Sie suchen sich im Laufe der Geschichte stets den "größten Bösewicht" ihrer Zeit als Herrn. In den Filmen dienen sie unter anderem einem T-Rex, einem Höhlenmenschen, einem Pharao und Napoleon. Viele Fans fragten deshalb scherzhaft, ob sie im 20. Jahrhundert folgerichtig auch Adolf Hitler hätten dienen müssen.

Warum schien die Theorie zunächst widerlegt? Bereits in "Minions", dem ersten eigenen Film der kleinen gelben Figuren aus 2015 wird erklärt, dass sich die bekannten Minions nach einem Misserfolg mit Napoleon in eine Höhle zurückziehen. Dort bleiben sie bis Ende der 1960er-Jahre verborgen. Dadurch hätten sie die Zeit des Zweiten Weltkriegs gar nicht miterlebt – was die Theorie eigentlich ausschließt.

Warum kam die Frage jetzt erneut auf? Im neuen Film "Minions & Monsters" (seit dieser Woche in den österreichischen Kinos) werden erstmals weitere Minion-Stämme gezeigt, die während dieser Zeit nicht in der Höhle lebten. Damit stellte sich die Frage erneut: Könnten diese Minions für Hitler gearbeitet haben?

Was sagt der Regisseur dazu? Pierre Coffin stellt unmissverständlich klar: Nein – auch die neu eingeführten Minion-Stämme haben niemals für Hitler gearbeitet. Sie seien "kein Teil der großen Geschichte" gewesen und hätten mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs nichts zu tun gehabt.

Verrät Pierre Coffin noch weitere Geheimnisse? Ja. In demselben Interview erklärte er, dass Minions praktisch unsterblich seien und nicht altern. Außerdem verriet er, dass es in einer frühen Entwurfsphase einmal die Idee gab, die Minions als winzige Organismen zu zeigen, die sich nach dem Urknall im Universum verbreiteten – dieser Ursprung wurde später jedoch verworfen.

Warum beschäftigt Fans ausgerechnet diese Frage? Die "Hitler-Theorie" gehört seit Jahren zu den bekanntesten Running Gags rund um die Minions. Sie taucht regelmäßig in Memes, Foren und sozialen Netzwerken auf und wurde durch die Logik der Filmreihe immer wieder neu diskutiert. Coffins Antwort gilt deshalb als erste offizielle Klarstellung innerhalb des Minions-Kanons.

PLAYSTATION KOMPLETT DIGITAL Keine neuen Spiele auf Disc mehr

Worum geht es? Sony verabschiedet sich von der Spiele-DVD. Ab Januar 2028 werden alle neuen PlayStation-Spiele ausschließlich digital verkauft. Neue Titel erscheinen dann nur noch im PlayStation Store oder als Download-Code im Handel – klassische Datenträger wird es für Neuerscheinungen nicht mehr geben. Damit endet eine Ära, die die Videospielbranche über Jahrzehnte geprägt hat.

Was hat Sony angekündigt? Der Konzern teilte mit, dass für alle neuen Spiele, die ab Januar 2028 erscheinen, keine physischen Blu-ray-Discs mehr produziert werden. Bereits veröffentlichte Spiele oder Titel, die bis Ende 2027 noch als Disc angekündigt sind, bleiben davon unberührt. Sie werden weiterhin in physischer Form erhältlich sein.

Warum dieser Schritt? Als Hauptgrund nennt der Konzern das veränderte Kaufverhalten der Spieler. Bereits heute werden rund 80 Prozent aller PlayStation-Spiele digital heruntergeladen. Sony sieht deshalb keinen wirtschaftlichen Sinn mehr darin, parallel weiterhin Millionen Datenträger zu produzieren und weltweit zu vertreiben.

Wie können Spiele künftig gekauft werden? Spieler können neue Titel entweder direkt über den PlayStation Store herunterladen oder im Einzelhandel digitale Gutscheine beziehungsweise Download-Codes erwerben. Klassische Spielehüllen wird es zwar teilweise noch geben – darin befindet sich künftig jedoch lediglich ein Code statt einer Disc.

Was bedeutet das für Spieler? Für viele ändert sich wenig, da sie ihre Spiele bereits heute überwiegend digital kaufen. Sammler und Fans physischer Datenträger verlieren jedoch mehrere Vorteile: Spiele lassen sich künftig nicht mehr verleihen, weiterverkaufen oder dauerhaft unabhängig von Sonys Servern archivieren. Kritiker warnen außerdem davor, dass Spieler digitale Inhalte letztlich nur lizenzieren und nicht dauerhaft besitzen.

Welche Vorteile hat Sony davon? Digitale Verkäufe sind für den Konzern deutlich profitabler. Kosten für Produktion, Verpackung, Lagerhaltung und Transport entfallen, außerdem erhält Sony bei Käufen im eigenen Store die volle Marge. Gleichzeitig gewinnt das Unternehmen mehr Kontrolle über Preise und Rabattaktionen.

Ist Sony der erste Hersteller, der Discs komplett abschafft? Ja. Zwar setzen auch Microsoft und Nintendo zunehmend auf Downloads, doch Sony ist der erste große Konsolenhersteller, der ein konkretes Enddatum für physische Spiele festlegt. Die Entscheidung dürfte den Druck auf die gesamte Branche erhöhen und könnte das Ende der Spiele-Disc insgesamt einläuten.

Welche Kritik gibt es daran? Viele Spieler befürchten höhere Preise, weil der Wettbewerb durch den Gebrauchtmarkt entfällt. Außerdem sehen Experten Risiken für die langfristige Archivierung von Videospielen: Wenn digitale Stores eines Tages geschlossen werden oder Lizenzen auslaufen, könnten bestimmte Titel dauerhaft verschwinden. Diese Debatte wird unter Fans seit Jahren unter dem Schlagwort "Game Preservation" geführt.

"ER GEHT EINFACH IMMER RAN" Sänger Kid Rock telefoniert mit Trump

Worum geht es? US-Sänger Kid Rock ("All Summer Long") hat ungewöhnliche Einblicke in seine Freundschaft mit Donald Trump gegeben. In einem Fernsehinterview erzählte der Musiker, dass er den Präsidenten regelmäßig spätabends anrufe – oft nach ein paar Bier. Trump gehe dabei "eigentlich immer ans Telefon". Die Aussagen sorgen in den USA für Schlagzeilen, weil sie zeigen, wie eng der Musiker mit dem Präsidenten verbunden ist.

Wann ruft er beim Präsidenten an? Der Sänger erzählte, nächtliche Anrufe bei Trump gehörten zu seinen "Lieblingstricks". Wenn er mit Freunden zusammensitze und etwas getrunken habe, rufe er den Präsidenten einfach an. "Er ist so großzügig – er geht immer ran oder ruft zurück, nur um ein bisschen zu plaudern", sagte Kid Rock. Trump schlafe ohnehin nur rund fünf Stunden pro Nacht und sei deshalb oft noch spät erreichbar.

Worüber sprechen die beiden? Es gehe dabei nicht um Politik oder vertrauliche Regierungsangelegenheiten. Trump frage ihn nicht etwa: "Bob, was sollen wir im Iran tun?" Stattdessen unterhalte man sich wie zwei Freunde über Alltägliches. Er genieße es, mit Trump Zeit zu verbringen und "einen Logenplatz bei der größten Show der Welt" zu haben.

Wie eng ist ihre Beziehung? Kid Rock unterstützt Trump bereits seit dessen erstem Präsidentschaftswahlkampf 2016. Seitdem treten beide regelmäßig gemeinsam in der Öffentlichkeit auf – etwa bei Golfturnieren, UFC-Veranstaltungen oder im Weißen Haus. Der Musiker gehörte auch zu den prominenten Unterstützern bei mehreren Wahlkampfveranstaltungen und trat in diesem Jahr bei einer konservativen Gegenveranstaltung zur Super-Bowl-Halbzeitshow auf.

Was sagt er zu den jüngsten Vorwürfen wegen Trumps Milliarden-Einkommen? Kid Rock wies die Kritik zurück: Trump sei eben ein erfolgreicher Geschäftsmann gewesen, bevor er Präsident wurde. Er glaube, dessen Hauptanliegen sei nach wie vor das Wohl der USA.

Wer ist Kid Rock? Der Musiker, mit bürgerlichem Namen Robert James Ritchie, gehört seit den späten 1990er-Jahren zu den bekanntesten Rock- und Country-Musikern der USA. Politisch ist er seit Jahren ein prominenter Unterstützer der Republikanischen Partei und insbesondere Donald Trumps.

"DER KÖNIG HASST FUSSBALL" Prinz William stellt seinen Vater bloß

Worum geht es? König Charles III. kann mit Fußball offenbar wenig anfangen – zumindest wenn man seinem Sohn glaubt. Prinz William überraschte in einem Podcast mit der Aussage: "Mein Vater hasst Fußball." Die Bemerkung sorgte in Großbritannien für Schlagzeilen, weil William selbst als einer der leidenschaftlichsten Fußballfans der Royals gilt.

Wo fiel die Aussage? William war zu Gast im Podcast "New Heights" der NFL-Stars Jason und Travis Kelce (vulgo Mr. Taylor Swift). Auf die Frage, ob sein Vater ihn zum Fan seines Lieblingsvereins Aston Villa gemacht habe, antwortete der Thronfolger lachend: "Absolut nicht. Mein Vater hasst Fußball."

Ist das ernst gemeint? Vermutlich ja – allerdings mit einem Augenzwinkern. William erklärte anschließend, dass seine Familie keine ausgeprägte Fußballtradition habe. Seine Begeisterung für den Sport sei vielmehr durch Freunde in der Schulzeit entstanden, die ihn zu seinem ersten Spiel mitnahmen.

Wie groß ist Williams Fußballleidenschaft? Sehr groß. Der Prinz von Wales ist bekennender Fan von Aston Villa und besucht regelmäßig Spiele seines Vereins sowie der englischen Nationalmannschaft. Seit 2010 engagiert er sich außerdem als Präsident und heute als Schirmherr des englischen Fußballverbands FA. Nach Aston Villas Europa-League-Sieg im Mai feierte William ausgelassen mit Fans und Mannschaft.

Und König Charles? Charles ist zwar gelegentlich bei sportlichen Großereignissen zu sehen, galt aber nie als ausgesprochener Fußballfan. Anders als William hat er sich kaum öffentlich zu Vereinen oder Spielen geäußert. Ob er Fußball tatsächlich "hasst" oder einfach kein besonderes Interesse daran hat, ließ William offen.

Worüber sprach William außerdem? Der Prinz zeigte sich optimistisch für die englische Nationalmannschaft bei der laufenden Fußball-WM. Er lobte den deutschen Nationaltrainer der Engländer, Thomas Tuchel, und erklärte, er werde beim Finale im Stadion sein, sollte England es bis dorthin schaffen. Außerdem scherzte er mit den Kelce-Brüdern über den Unterschied zwischen "Football" und "Soccer" sowie über die britische Fankultur.

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