Worum geht es? Auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia kam es in der Nacht auf Montag zu einem dramatischen Unfall. Ein Regionalflugzeug der Air Canada kollidierte unmittelbar nach der Landung mit einem Einsatzfahrzeug.
Wie kam es dazu? Das Feuerwehrfahrzeug mit zwei Helfern an Bord war auf dem Weg zu einem anderen Einsatz mit einem Flugzeug der United Airline, das den Start abgebrochen hatte. Es hatte offenbar die Freigabe, die Start- und Landebahn zu überqueren.
Woher weiß man das? Aus dem Funkverkehr des Fluglotsenturms am Flughafen geht hervor, dass ein Lotse offenbar abgelenkt war. Das berichtet die New York Times, die den Audiomitschnitten hören konnte.
Wie stark war die Wucht des Anpralls? So heftig, dass eine Flugbegleiterin aus dem Flugzeug geschleudert wurde, obwohl sie noch angeschnallt war. Sie überlebte mit einem Beinbruch.
Wann passierte das Unglück? Am Sonntag um 23.40 Uhr Ortszeit, also 5.40 Uhr MEZ. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten schwierige, aber nicht außergewöhnliche Wetterbedingungen. Berichtet wurde von Regen, reduzierter Sicht und einer nassen Landebahn.
Was waren die Folgen? In dem Bombardier CRJ-Jet von Jazz Aviation im Auftrag von Air Canada Express aus Montreal, starben der Pilot und der Copilot. An Bord befanden sich 72 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.
Gab es Verletzte? 41 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht, einige mit schweren Verletzungen, darunter auch die beiden Insassen des Feuerwehrwagens. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.
Was passierte mit dem Flugbetrieb? Er wurde bis Montagnachmittag 14 Stunden lang eingestellt. 500 Flüge wurden abgesagt. Der Flughafen LaGuardia in Queens ist der drittgrößte Flughafen der Region und befördert im Jahr mehr als 30 Millionen Passagiere.
Worum geht es? Vor zwei Wochen Baden-Württemberg (gerade noch die 5-Prozent-Hürde geschafft), am Sonntag Rheinland-Pfalz (Ministerpräsident verloren) und München (Bürgermeistersessel an Grüne verloren): Die SPD stürzt überall ab.
Was nun? Das haben sich die beiden Partei-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil auch gefragt. Und dazu am Montag eine Pressekonferenz gegeben, auf der sie eher ratlos wirkten.
Wie war das zu merken? Klingbeil wurde gefragt, ob er an Rücktritt gedacht habe. Das offenbar nicht, aber wenn die anderen das wollen, sagte er, dann würde er gehen.
Wie ist das gemeint? Er meinte, er habe sich folgendes "deutlich gemacht". Wenn es "eine Meinung gibt im Präsidium, dass ich nicht der Richtige bin als Parteivorsitzender, dass man mir das offen sagt". Er will also nicht gehen, sondern höchstens gegangen werden.
Wie sieht das seine Co Bärbel Bas? Offenbar ähnlich. "Wir haben nicht den Rücktritt angeboten", sagte sie. "Aber wir haben gesagt, wir wollen eine offene Diskussion. Wir beide sind als Team angetreten und wir pflegen das offene Wort."
Was passiert jetzt? Die SPD will im Präsidium über "Inhalte" und "Strategie" reden, eine Personaldebatte würde aber "das Land ins Chaos stürzen" und dabei seien die Menschen ohnehin schon "total verunsichert". Die Sitzung soll am Freitag stattfinden.
Worum geht es? Einen Tag nach der neuerlichen verheerenden Wahlniederlage analysierte die FDP die Lage. Die Sitzung der deutschen Liberalen endete mit einer Überraschung. Die bereitete der Vorsitzende seinem eigenen Präsidium.
Was ist die Vorgeschichte? Vor zwei Wochen war die FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Am Sonntag kam sie bei der Wahl in Rheinland-Pfalz überhaupt nur mehr aus 2,1 Prozent. Das schaute nach Köpferollen aus.
Was passierte aber? Der Spiegel beschrieb das so: "Man kann Christian Dürr am Ende dieses Montags für einen sehr entschlossenen Mann halten. Aber dafür muss man wohl ein absoluter Fan des FDP-Vorsitzenden sein. Oder Dürr selbst."
Was ist damit gemeint? Das komplette Präsidium der Partei war zum Rückzug entschlossen. Nur der Chef nicht, eben Christian Dürr, der möchte mit seiner Generalsekretärin weitermachen.
Wie kam es dazu? Der Bundesvorstand beschloss am Ende seiner Sitzung, dass alle Führungskräfte auf dem Parteitag Ende Mai neu gewählt werden sollen. Regulär wären sie noch ein Jahr im Amt.
Was war das Ziel? Es gab schon Überlegungen über die neue Führung, eventuell eine Doppelbesetzung mit Europa-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Parteivize Wolfgang Kubicki.
Aber? Als das Treffen aus war, rechneten alle mit einem Abgang von Dürr. Der aber stellte sich knapp eine Stunde danach vor die Presse und sagte: "Ich denke nicht daran, aufzugeben." Fortsetzung folgt.
Worum geht es? Leonid Radvinsky, Mehrheits-Eigentümer und Kopf hinter der Plattform OnlyFans, ist im Alter von nur 43 Jahren gestorben. Sein Tod wurde nun von der Firma offiziell bestätigt.
War er der Gründer? Nein, die Plattform wurde 2016 von Tim Stokely gegründet. Radvinsky besaß seit 2018 die Mehrheit an der Muttergesellschaft Fenix International Limited und prägte danach die Entwicklung von OnlyFans entscheidend.
Was ist OnlyFans? Creatoren erstellen Inhalte – z. B. Fotos, Videos, Tutorials oder Livestreams. Fans abonnieren einzelne Accounts und bezahlen dafür regelmäßig (meist monatlich). OnlyFans behält einen Provisionsanteil von ca. 20 Prozent der Einnahmen.
Womit wurde OnlyFans bekannt? Vor allem mit Erotikinhalten. Es handelt sich um eine der größten Paid‑Content‑Plattformen weltweit: bis zu 415 Millionen registrierte Nutzer, 190 Millionen aktive User, über 4 Millionen Creatoren.
Was weiß man über Radvinsky? Leonid "Leo" Radvinsky wurde in der Ukraine geboren. Er wuchs in den USA auf, nachdem seine Familie nach Chicago (Illinois) ausgewandert war, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University und schloss sein Studium 2002 ab.
Woher hatte er das Geld? Er gründete oder kaufte ab 2004 Beteiligungen an Webcam‑Plattformen für Erwachsene, insbesondere MyFreeCams. Die Webseite generierte hohe Einnahmen durch Abos, Pay-per-View und Trinkgelder von Nutzern.
Was war die Todesursache? Radvinsky starb nach einem langen, nicht öffentlich bekannten Kampf gegen Krebs. Die Plattform teilte mit, dass er "friedlich verstorben" sei und die Familie um Privatsphäre bitte.
Worum geht es? In der Nacht auf Montag wurden im Stadtteil Golders Green im Norden von London mindestens vier Rettungswägen in Brand gesetzt, die auf einem Parkplatz abgestellt waren.
Was macht den Vorfall brisant? Die Fahrzeuge gehörten der jüdischen Freiwilligen‑Rettungsorganisation Hatzola Northwest, die in der jüdischen Gemeinde ehrenamtliche medizinische Hilfe bereitstellt.
Handelt es sich um einen antisemitischen Anschlag? Davon ist auszugehen. Die Metropolitan Police London hat die Ermittlungen übernommen und den Fall als Hassverbrechen eingestuft.
Was ist der Hintergrund? Die Brände wurden gegen 1.40 Uhr morgens gemeldet und erst nach einem Einsatz mit mehreren Löschfahrzeugen gelöscht. Durch explodierende Gas‑ und Sauerstoffflaschen kam es zu Schäden an angrenzenden Wohngebäuden, aber keine Verletzten.
Wie laufen die Ermittlungen? Vielversprechend, denn es gibt einige Videos von der Tat. Auf einem sind drei Personen zu sehen, die gezielt zu einem Krankenwagen gehen und ihn anzünden.
Wie fielen die Reaktionen aus? Premierminister Keir Starmer nannte die Tat einen "tief erschütternden antisemitischen Brandanschlag" und forderte Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft.
Passt der Anschlag ins Bild? Ja, laut Statistiken wird eine stark wachsende Zahl antisemitischer Straftaten verzeichnet, vor allem seit dem Jahr 2023.
Worum geht es? In Frankreich fanden am Sonntag Bürgermeisterwahlen statt. An allen Orten, an denen es eine Woche davor keine absolute Mehrheit gegeben hatte, mussten Kandidatinnen und Kandidaten zur Stichwahl antreten.
Wie war das in Paris? Emmanuel Grégoire, Kandidat der Sozialistischen Partei (PS), wurde zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt und folgt damit auf Anne Hidalgo, die nach zwei Amtszeiten nicht mehr antrat.
Was bedeutet das? Grégoires Wahl markiert eine Fortsetzung der linken Führung in der Hauptstadt, die seit rund 25 Jahren besteht. Der bisherige Stellvertreter kann die Politik seiner Vorgängerin fortsetzen, also etwa den Ausbau des Radwegnetzes.
Wie lautete das Ergebnis? Grégoire kam mit einem vereinten Linksbündnis, zu dem auch die Grünen gehörten, auf etwa 50,5 Prozent der Stimmen, Ex-Kulturministerin Rachida Dati erreichte rund 26 Prozent. Alle übrigen Kandidaten blieben unter 10 Prozent.
Wie feierte er? Grégoire unternahm am Sonntagabend in Paris mit zukünftigen Stadträten eine Siegesfahrt mit dem Fahrrad, um zu zeigen, dass die französische Hauptstadt ihre fahrradfreundliche und umweltorientierte Politik fortsetzen wird.
Wie wählten die anderen Städte? Marseille bleibt eine linke Hochburg. In Lyon siegte der sozialistische Kandidat nach einem Bündnis mit der linksextremen Partei Unsubmissive France. Rechtsextreme und populistische Kandidaten erzielten etwa in Nizza Zugewinne.
Worum geht es? Der Transportation Security Administration (TSA) fehlt es momentan hinten und vorne an Personal. Deshalb kam es zuletzt zu Wartezeiten von mehreren Stunden bei der Abfertigung von Passagieren.
Was ist der Hintergrund? Wegen des anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands (weil es keine Einigung über das Budget gibt) in den USA sind viele Mitarbeiter seit Wochen ohne Bezahlung im Dienst. Viele haben deshalb gekündigt oder sich krank gemeldet.
Wie massiv ist das Problem? In einigen großen Flughäfen liegt die Abwesenheitsrate bei TSA bereits bei mehr als einem Drittel aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Was passiert nun? Als Reaktion darauf hat die Trump‑Regierung angeordnet, dass hunderte Agenten der umstrittenen Behörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) an Flughäfen eingesetzt werden sollen.
Ab wann? ICE‑Agenten wurden bereits an mehr als einem Dutzend großer US-Flughäfen zugeteilt. Die genaue Liste wurde von der Regierung bislang nicht vollständig offiziell veröffentlicht, aber es handelt sich um mindestens 17 Airports.
Welche? Etwa Atlanta, John F. Kennedy und LaGuardia in New York, Houston, Newark, New Orleans ...
Kann ICE helfen? Laut Gewerkschaften und Sicherheitsexperten sind ICE‑Agenten nicht für diese Aufgaben geschult (X‑Ray, Explosivdetektion etc.). Sie dürften auch keine regulären TSA‑Screening‑Pflichten übernehmen.
Worum geht es? Der Verwaltungsrat der britischen BBC hat laut Medienberichten bei einer Sitzung beschlossen, Matt Brittin zum nächsten Director‑General zu ernennen.
Ist das schon fix? Eine offizielle BBC‑Mitteilung steht noch aus, wird aber in dieser Woche erwartet. Tim Davie tritt am 2. April offiziell von seinem Posten als Generaldirektor zurück. Dann soll Brittin nachfolgen.
Warum tritt Davie ab? Wegen wachsender Vorwürfe über die redaktionelle Unparteilichkeit der öffentlich-rechtlichen BBC. Unter anderem wurde zuletzt eine Rede von Donald Trump manipuliert.
Wer ist Brittin? 57, verheiratet, zwei Söhne, geboren in Walton‑on‑Thames, Surrey (England). Ggewann bei den Ruder-Weltmeisterschaft 1989 Bronze. Wirtschafts-Studium in Cambridge und an der London Business School.
Und beruflich? Startete bei McKinsey, 2007 heuerte er bei Google an, von 2014 bis 2024 war er Präsident für Europa, Afrika und den Nahen Osten. Nach einer Auszeit ging er zur Guardian-Gruppe.
Was ist an seiner Bestellung ungewöhnlich? Brittin hat keine klassische Rundfunk‑ oder journalistische Karriere hinter sich. Stattdessen bringt er Digital‑Erfahrung mit, was darauf hindeutet, dass die BBC sich stärker auf digitale Transformation, Streaming und Wettbewerb mit Plattformen wie YouTube oder Netflix konzentrieren will.
























































