Worum geht es? Kurz vor der Verleihung der "Commander in Chief"-Medaille für militärische Leistungen holte US-Präsident Donald Trump zum Rundumschlag gegen die NATO-Partner der USA aus. Diese seien "Feiglinge", weil sie sich immer noch nicht an der Öffnung der Straße von Hormus beteiligen wollten. "Aber wir werden uns daran erinnern", so Trump auf Truth Social.
Was ist der Hintergrund? Trump hatte vergangene Woche NATO-Partner, EU-Länder und zahlreiche asiatische Staaten aufgefordert, Marinekapazitäten zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam mit dem US-Militär die Öffnung der Straße von Hormus zu erzwingen. Die Meerenge im Persischen Golf wurde vom Iran gesperrt, der drohte, alle Schiffe, die sie dennoch passieren, zu versenken.
Weshalb hat kein anderes Land den USA geholfen? Vor allem, weil die USA den Angriff auf den Iran nur mit Israel abgestimmt hatten, andere Länder darüber aber im Dunkeln tappen ließen. Als Trump später Waffenhilfe einforderte, hieß es von fast überall her gleichlautend: Das ist nicht unser Krieg.
Ist das so? Tatsache ist, dass die NATO-Beistandspflicht nur dann schlagend wird, wenn ein NATO-Staat von einem Aggressor angegriffen wird. Im Falle des Iran war es so, dass das Land seinerseits von den USA und Israel angegriffen worden war.
Was ist das größere Bild? Kein Staat, ob NATO-Mitglied oder nicht, hat offenbar gesteigerte Lust darauf, sich von Trump in den Konflikt mit dem Iran hineinziehen zu lassen. Dazu kommt: Trump behauptet, die Sperre sei der einzige Grund für den hohen Benzinpreis. Eher wahr ist aber, dass auch Irans Angriffe auf die Erdölförderung in der Region einen großen Anteil an den hohen Ölpreisen haben.
Wie ist die aktuelle Sicht Trumps auf den Krieg? Bei der Verleihung der "Commander in Chief"-Medaille erklärte der US-Präsident, die USA stünden "extrem gut da" und hätten die komplette Marine des Iran versenkt. Und man finde keinen Gesprächspartner auf iranischer Seite, da niemand mehr die Führung übernehmen wolle.
Ist der Krieg aus US-Sicht damit gewonnen? Da die USA beim Kriegsziel difffus bliebenn, liegt es allein bei ihnen zu erklären, wann der Krieg aus ihrer Sicht "gewonnen" sei. Aktuelle US-Medienberichte gehen allerdings davon aus, dass die USA 2.500 zusätzliche Marineinfanteristen an den Persischen Golf verlegen wollen.
Um die Straße von Hormus zu sichern? Möglich, es gibt aber auch Gerüchte, dass Trump die Insel Charg besetzt. Sie liegt im Persischen Golf, etwa 26 Kilometer vom Festland entfernt. Bis zu 90 Prozent der Ölexporte des Landes werden dort abgewickelt.
Worum geht es? Die Actionfilm-Legende Chuck Norris ist am Donnerstag im Alter von 86 Jahren auf Hawaii verstorben. Das teilte seine Familie in einem Instagram-Posting mit.
Was weiß man über die Todesursache? Die Familie erklärte, diese privat halten zu wollen. Gesagt wurde nur so viel: Der Star sei im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen.
Wie wurde Chuck Norris bekannt? Die Erfolgsgeschichte des 1940 in Oklahoma geborenen Halb-Cherokee ist ein typisches Selfmade-Man-Lehrstück. Norris' Vater war Alkoholiker, er selbst wollte Polizist werden, trat aber dann in die Air Force ein. Er wurde in Korea stationiert und kam dort erstmals mit asiatischen Kampfkünsten in Berührung.
Wie ging es weiter? Zurück in den USA, eröffnete er eine Kampfsportschule. Er lernte Actionstar Bruce Lee kennen, erhielt erste kleine Rollen, unterrichtete Hollywoodstars wie Michael Landon und Steve McQueen. Norris nahm Schauspielunterricht, erhielt weitere Engagements und arbeitete sich zu einem der erfolgreichsten Action-Darsteller der 1980er-Jahre hoch.
Wie wird Norris in Erinnerung bleiben? Er drehte an die 50 Filme, seine erfolgreichste Rolle war aber die des Texas Rangers Cordell Walker in der TV-Serie "Walker, Texas Ranger", die es auf 196 Episoden brachte.
Wie entwickelte sich der Kult um die "Chuck-Norris-Witze"? Das Ganze begann im Internet, als User die von Norris in seinen Filmen oft zur Schau gestellte stoische Unbesiegbarkeit mit Witzen, sogenannten Chuck-Norris-Facts, persiflierten. Ein typisches Beispiel: "Chuck Norris macht keine Liegestütze, er drückt die Erde runter." Motto: Je übertriebener, desto besser.
Wie stand Norris den Witzen gegenüber? Er zeigte sich geschmeichelt von der Aufmerksamkeit und nutzte deren Popularität mehrfach auch für TV-Werbespots, wollte aber sonst nicht zu viel Aufhebens darum machen.
Worum geht es? Nach Wochen des Schweigens gab Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit dem staatlichen TV-Sender NRK am Freitagmorgen ein 20-minütiges Interview. Dabei kamen auch der Prozess gegen Sohn Marius sowie ihre Beziehung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zur Sprache.
Wie sieht sie den Prozess gegen ihren Sohn? So wie vor und während des Prozesses, äußerte sie sich auch nun nicht inhaltlich zu den Vorwürfen gegen den 29-jährigen Marius Borg Høiby. Sie sagte nur so viel: "Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der in einer sehr schwierigen Situation war."
Weiß man schon, wann das Urteil fallen wird? Nein, das Gericht hat sich zu Beratungen zurückgezogen. Die Staatsanwatschaft fordert 7 Jahre und 7 Monate Haft für die insgesamt 40 Delikte, die dem unehelichen Sohn von Mette-Marit vorgeworfen werden.
Sprach Mette-Marit über ihre gesundheitliche Situation? Ja, sie sagte, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand weiter verschlechtert habe und sie deshalb sehr viel Ruhe brauche.
Woran leidet Mette-Marit? Im Herbst 2018 wurde bei ihr chronische Lungenfibrose diagnostiziert, eine unheilbare Krankheit, bei der die Lungenkapazität immer stärker eingeschränkt wird. Kurz vor Weihnachten 2025 ließ der Königspalast verlauten, dass die Kronprinzessin eine Lungentransplantation benötigt. Darauf werde ihr Organismus jetzt vorbereitet, so das offizielle Statement.
Worum ging es im Interview noch? Um Mette-Marits Verhältnis zum 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Mit ihm hatte sie einen regen Mailverkehr und traf ihn auch noch, als er bereits wegen eines Sexualdeliktes verurteilt worden war, wie aus den veröffentlichten Epstein-Akten herauszulesen gewesen ist.
Und was sagte Mette-Marit dazu? Sie habe Epstein über einen guten Freund kennengelernt. Ihr Verhältnis sei freundschaftlich gewesen, denn sie sei leichtgläubig und glaube gerne das Beste über Menschen. Auf den von Epstein jahrelang begangenen Missbrauch von Mädchen und jungen Frauen sei sie erst 2019 aufmerksam geworden.
Wie es ihr mit dieser Erkenntnis geht? Sie habe lange gebraucht, um ihre Schulgefühle gegenüber den Missbrauchsopfern von Jeffrey Epstein zu verarbeiten, so die Kronprinzessin. Denn sie sei ja selbst dort gewesen, habe aber nichts bemerkt.
Ihr Fazit? "Natürlich würde ich mir wünschen, ich hätte ihn nie kennengelernt. Aber es ist wichtig für mich, Verantwortung zu übernehmen, weil ich die Hintergründe nicht genauer untersucht habe."
Wo war ihr Mann, Kronprin Haakon? Er saß während des ganzen Interviews an ihrer Seite, gab gelegentlich Inputs. Etwa, dass es in den vergangenen Wochen "sehr viel auf einmal gewesen sei", das Mette-Marit und die ganze Familie belastet habe.
Worum geht es? Im Frühling 2025 kam es auf der iberischen Halbinsel zu einem beispiellosen Stromausfall, der Spanien, Portugal und einen Teil Frankreichs für Stunden vollkommen lahmlegte.
Was passierte nun? Der Verband der europäischen Stromnetzbetreiber (ENTSO-E) legte seinen Endbericht über die Ursache für den Mega-Blackout vor. Er ist 472 Seiten langen, 49 Fachleute aus ganz Europa haben fast elf Monate lang gearbeitet.
Was war die Ursache? Kurz gesagt: Strom wird in Europa auf vier verschiedenen Spannungsebenen transportiert. Zwei Stunden vor dem eigentlichen Blackout stieg die Spannung im Netz stark an, was zu Schwankungen führte. Maßnahmen der Netzbetreiber dagegen verschlimmerten die Situation und lösten eine Kaskade an Abschaltungen aus.
Was war die Folge? Am 28. April 2025, kurz nach Mittag, wurde die Stromversorgung der Iberischen Halbinsel unterbrochen. Internet- und Telefonverbindungen brachen zusammen und der Verkehr kam fast vollständig zum Erliegen. In einigen Gebieten dauerte es 16 Stunden, bis die Stromversorgung wiederhergestellt war.
Wie schwerwiegend war der Blackout? Der europäische Verband der Übertragungsnetzbetreiber für Elektrizität (Entso-e) bezeichnete den Stromausfall als "den schwersten und beispiellosesten Stromausfall, der in Europa in den letzten 20 Jahren aufgetreten ist und erhebliche Auswirkungen auf die Bürger und die Gesellschaft insgesamt hatte".
Lässt sich aus dem Bericht für die Zukunft lernen? Ja, da viele der Faktoren, die letztlich zu dem Stromausfall führten, hausgemacht waren. Die Stromnetzbetreiber auf der iberischen Halbinsel finden in dem Endbericht genügend Ansatzpunkte, wie solch eine fatale Kettenreaktion künftig vermieden werden kann.
Worum geht es? Das Personal eines Souvenirshops am Flughafen von Hobart auf der australischen Insel Tasmanien traute seinen Augen kaum: Zwischen Kängurus und Koalas aus Plüsch saß ein lebendiges Opossum. Das Beuteltier hatte es sich zwischen seinen Spielzeug-Kollegen gemütlich gemacht. Das Video davon ging binnen Stunden viral.
Wie kam das Tier in den Airport? Laut einem Sprecher finden aktuell Sanierungsarbeiten an dem Terminal statt. Dadurch könnte das Tier in das Gebäude geschlüpft sein.
Was geschah weiter mit dem kleinen Eindringling? Er wurde von Mitarbeitern des Shops aus dem Gebäude gebracht – vorbei an hunderten Passagieren, die Videos von dem possierlichen Tierchen machten.
Und dann? Das Opossum, konkret handelte es sich um ein Fuchskusu, wurde wieder in die Natur entlassen. Die kleinen Tiere sind auf Tasmanien extrem weitverbreitet und leben auch in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen.
Was sind Fuchskusus? Die possierlichen Beuteltiere fühlen sich in Parks sowie am Rand von Städten und Ortschaften ausgesprochen wohl, sind nachtaktiv und leben meist auf Bäumen. Während sie im Osten und Süden Australiens zum Alltag der Menschen gehören, gelten sie in Neuseeland als invasive Art, der intensiv nachgestellt wird, da sie dort kaum natürliche Feinde hat.
Worum geht es? Am kalendarisch letzten Tag des Winters hatte es in mehreren US-Bundesstaaten zwischen 35 und 40 Grad Celsius. Ärmster Ort des Landes war am Donnerstag Martinez Lake in Arizona, nahe der Grenze zu Mexiko, mit 43,3 Grad Celsius.
Ist das ungewöhnlich? Aber ja, die Durchschnittstemperaturen sind derzeit um bis zu 4 Grad zu hoch für diese Jahreszeit. Zahlreiche Städte im Südwesten, darunter Palm Springs in Kalifornien und Arizonas Hauptstadt Phoenix, verzeichneten mit 38 bis 40 Grad Celsius die höchsten jemals im März gemessenen Temperaturen.
Keine Wetteränderung in Sicht? Nein, laut dem Sender ABC sind in den nächsten Tagen weitere Hitzerekorde möglich.
Woher kommt diese Hitze? Laut der US-Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) hat sich über mehreren Bundesstaaten ein sogenannter "Hitze-Dom" gebildet. Dieses Wetterphänomen entsteht, wenn sich ein Hochdruckgebiet nicht weiterbewegt, sondern sich an einem Ort "einparkt". Dadurch kann die Wärme nicht abfließen, sondern wird in Bodennähe gleichsam "eingesperrt".
Wie lange hält das Extremwetter noch an? Auf jeden Fall bis zu diesem Wochenende danach soll die Hitze nach Osten abziehen. Experten warnen aber bereits jetzt vor der Gefahr von Waldbränden – so früh wie selten zuvor im Jahr.
Worum geht es? Ein Labrador hat im Garten seines Besitzers in der Ortschaft Clyst Honiton bei Exeter in der britischen Grafschaft Devon eine blaue Glasflasche ausgegraben. Sie könnte ein Beweisstück in einem 160 Jahre alten Mordfall sein, berichtet der Guardian.
Was ist damals geschehen? Eine Frau namens Mary Ann Ashford soll laut Zeitungsberichten aus 1865 ihrem Mann William mit Arsen und Strychnin versetztes Ungezieferpulver in den Tee getan haben.
Warum? Die 45-Jährige soll eine Affäre mit einem 22 Jahre jüngeren Bäckergesellen gehabt haben. Sie tötete ihren Gatten angeblich, um mit dessen Geld und ihrem Liebhaber ein neues Leben anzufangen.
Wurde die Frau verurteilt? Ja, sie bekannte sich schuldig, machte aber keine nähere Aussage über den Hergang der Tat. Auch das Gift, mit dem sie die Tat verübt haben soll, tauchte nie auf. Die 45-Jährige wurde vor 20.000 Menschen öffentlich gehängt. Das verlief allerdings so dilettantisch, dass die Tötung mehr als drei Minuten dauerte.
Hatte das Folgen? Ja, aufgrund der schlecht durchgeführten Hinrichtung beschloss das Parlament zwei Jahre später, künftig keine öffentlichen Exekutionen mehr durchzuführen.
Und was hat der Labrador jetzt gefunden? Möglicherweise das Giftfläschen von Mary Ann Ashford. Wie der Besitzer des Hundes, Paul Phillips, herausfand, lebte das Ehepaar Ashford vor 160 Jahren auf dem Nachbargrundstück. Und die Bäckerei, in der Mrs. Ashfords jugendlicher Liebhaber arbeitete, sei gleich über der Straße gewesen, so Hobby-Kriminologe Phillips.
Lässt sich diese Theorie fachlich untermauern? Nein, dafür ist die Flasche viel zu lange in der Erde gelegen. Und selbst wenn sich noch Spuren eines Giftes darin fänden, gäbe es keinen Beweis, dass dieses mit dem Tod von Mr. Ashford in Verbindung gestanden ist.
Was bleibt unter dem Strich? Ein schaurig-schönes Souvenir für den Hobby-Kriminologen aus seinem eigenen Garten. Und ein schlagender Beweis dafür, was für unglaubliche Spürnasen Labradore haben.
Worum geht es? Der deutsche Sänger Thomas Anders wurde als dunkelhaarige Hälfte des Pop-Duos Modern Talking in den 1980er-Jahren weltbekannt. Was jedoch bis heute kaum wer weiß: Thomas Anders heißt in Wahrheit anders, nämlich Bernd Weidung.
Wo liegt das Problem? Dass auf sämtlichen Ausweisdokumenten sein bürgerlicher Name angegeben ist, eben Bernd Weidung. Der Künstlername Thomas Anders ist nur im Reisepass und Personalausweis zusätzlich vermerkt, das habe aber öfters für Probleme gesorgt, so der 63-jährige Sänger zur Bild.
Was ist passiert? Immer wieder seien Tickets auf seinen Künstlernamen ausgestellt gewesen, so Weidung, was oft zu Chaos beim Umbuchen geführt habe. Und im Berliner Kaufhaus KaDeWe sei er sogar einmal für einen Dieb gehalten worden, weil auch auf seiner Kreditkarte sein bürgerlicher Name steht.
Und was jetzt? Nun hatte Anders, also Weidung, die Nase voll vom Chaos und ließ seinen Namen ändern – auf Thomas Anders. "Mein bürgerlicher Name Bernd Weidung existiert seit Februar offiziell nicht mehr", so der ehemalige Modern-Talking-Sänger.
Und seine Familie? Ließ den Familiennamen einfachheitshalber gleich ebenfalls ändern. Nun heißen auch seine Frau Claudia und sein Sohn Alexander im Familiennamen anders. Also Anders. "Es fühlt sich für uns als Familie richtig und gut an", so Ehefrau Claudia Anders.























































