Worum geht es? Susie Wiles, die erste Stabschefin im Weißen Haus, ist an Brustkrebs erkrankt. Das gab US-Präsident Donald Trump auf Truth Social bekannt. Sie ist 68 Jahre alt.
Was schrieb er? Trump erklärte, dass bei Susie Wiles Brustkrebs im frühen Stadium festgestellt wurde und dass die Prognose "sehr gut" sei. Der Krebs wurde vergangene Woche entdeckt.
Scheidet sie aus dem Amt? Nein, sie will während der Behandlung weiterarbeiten. Sie werde demnächst eine mehrwöchige Behandlung in der Gegend um Washington beginnen, sagte Wiles der New York Times.
Wer ist Susie Wiles? Geboren als Susan Summerall, zwei Töchter, seit fast neun Jahren geschieden, seit 1979 im US-Politgeschäft, seit zehn Jahren an der Seite von Donald Trump. Sie leitete 2016 seine Wahlkampagne in Florida und 2024 bundesweit.
Wie sieht sie sich selbst? Als "gemäßigte Republikanerin". Spätestens seit 2017, als sie sich scheiden ließ, ist sie Trump treu ergeben, da er sie beruflich auffing. Seit Jänner 2025 ist Susie Wiles Trumps Stabschefin im Weißen Haus und damit die erste Frau überhaupt in dieser relevanten Position.
Was macht eine Stabschefin? Sie leitet den gesamten Mitarbeiterstab des Präsidenten, entscheidet, wer zu ihm Zugang erhält, filtert Informationen, koordiniert die politische Arbeit und übersetzt die politischen Ziele des Präsidenten in konkrete Strategien. Die Position des Stabschefs gilt als eine der bedeutsamsten und prestigeträchtigsten in der gesamten US-Politik.
Wie häufig ist Brustkrebs? Es handelt sich um eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. In den USA werden jedes Jahr über 300.000 Frauen damit diagnostiziert. Etwa 1 von 8 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.
Worum geht es? In Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) wurden mehrere Touristen festgenommen, weil sie Fotos oder Videos von Drohnen- bzw. Raketenangriffen verschickt oder online geteilt haben.
Was ist der Hintergrund? Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Das Mullah-Regime reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auch auf Ziele in den Emiraten. Mehrere dieser Attacken wurden von Menschen beobachtet, fotografiert oder gefilmt.
Mit welchen Folgen? Mindestens 21 Personen, darunter auch Touristen und Influencer, wurden deshalb festgenommen oder angeklagt.
Warum? Die Cybercrime-Gesetze der Vereinigten Arabische Emirate verbieten es, Bilder oder Videos von militärischen Ereignissen oder Angriffen zu filmen oder diese Inhalte in sozialen Medien zu teilen.
Mit welcher Begründung? Behörden sagen, solche Posts könnten Panik auslösen oder falsche Informationen verbreiten. Deshalb kann schon das Weiterleiten eines Videos oder Fotos strafbar sein.
Was blüht einem? Geldstrafen, Gefängnis (teilweise bis zu etwa 2 Jahre), Abschiebung für ausländische Touristen.
Worum geht es? Ein Feuerwehrmann aus Taucha in Sachsen, Deutschland, wurde am Weg zu einem Einsatz geblitzt. Statt maximal 30 km/h war er mit 69 km/h unterwegs. Das kam ihm teuer zu stehen.
Nämlich? Die Stadt Taucha stellte einen Bußgeldbescheid aus: 369 Euro Strafe, zwei Strafpunkte in der Verkehrskartei Flensburg, ein Monat Fahrverbot.
Aber er war doch im Einsatz? Ja, in einer Volksschule war Feueralarm ausgelöst worden. Ray Lange setzte sich ans Steuer, schaltete die Sirene ein und fuhr los. An einer Baustelle wurde er geblitzt.
Wie ist das rechtlich? Nach deutschem Verkehrsrecht haben Feuerwehrfahrzeuge Sonderrechte (§ 35 StVO), die ihnen erlauben, bei Einsatzfahrt z. B. Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überschreiten.
Aber? Diese Sonderrechte gelten aber nur unter strenger Bedingung, dass dabei die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet wird. Die Behörden in Taucha argumentierten, dass die hohe Geschwindigkeit in einer engen 30‑Zone in der Nähe einer Schule trotz Blaulicht kein verhältnismäßiges Tempo war – und daher ein regulärer Verstoß vorliege.
Warum löst man das nicht in Kulanz? Tauchas Bürgermeister sieht sich im Recht und sagt, dass er kein Auge zudrücken könne. Wäre Lange maximal 20 km/h zu schnell gewesen, hätte es anders ausgesehen. Die Stadt schlug aber eine Spende vor.
Was kam heraus? Die Spende lehnte Ray Lange ab, weil sie einem Schuldeingeständnis gleichgekommen wäre. Er trat aus der Feuerwehr aus, die öffentliche Empörung ist groß.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump rief andere Länder dazu auf, Kriegsschiffe oder Marineeinheiten zu schicken, um die Straße von Hormus zu sichern und die Schifffahrt wieder möglich zu machen.
An wen war der Appell gerichtet? Laut Trump an Länder, die stark von Öl aus dem Nahen Osten abhängig sind. Sie sollten Verantwortung dafür tragen, dass die Meerenge offen bleibt.
Bat er um Mithilfe? Nicht wirklich. In einem Interview mit der Financial Times warnte Trump, dass es für NATO‑Verbündete "sehr schlecht" aussehen könnte, wenn sie sich weigern zu helfen.
Nur für NATO-Länder? Als einzige Nation erwähnte er China, das als großer Abnehmer von Golföl gilt. Trump deutete an, dass er seinen geplanten China‑Besuch verschieben könnte, falls es keine Unterstützung gibt.
Was will Trump überhaupt? Er versucht, eine Allianz zu schmieden und erklärte, sein Team sei mit etwa sieben Staaten im Gespräch, um einen solchen Marine‑Einsatz zu organisieren. Allerdings gab es bislang keine festen Zusagen.
Wie fiel die Reaktion aus? Es gab viele Absagen. Großbritannien äußerte sich skeptisch. Australien möchte keine Kriegsschiffe zur Sicherung der Meerenge bereitstellen. Sogar das mit den USA eng verbundene Japan lehnte ab. Die EU will darüber beraten, fordert aber zunächst mehr Klarheit über den Einsatz.
Wie reagiert Trump auf die Reaktion? "Manche sind sehr begeistert davon, andere nicht", sagt er. "Es handelt sich um Länder, denen wir seit vielen, vielen Jahren helfen. Wir haben sie vor schrecklichen Einflüssen von außen geschützt, und sie waren nicht sonderlich begeistert. Und das Ausmaß der Begeisterung ist mir wichtig."
Worum geht es? Eine oder mehrere unbemannte Drohnen haben am Montag die Öl‑Industriezone und Hafenanlagen von Fujairah an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate schwer getroffen. Das zeigen Satellitenaufnahmen.
Was war die Folge? Es brachen mehrere Brände aus, Feuerwehr und Zivilschutz arbeiteten den gesamten Tag, um sie zu löschen.
Wurde der Betrieb eingestellt? Die Öl‑Verladeaktivitäten wurden teilweise gestoppt. Zwei der drei Ölanleger im Hafen konnten zeitweise wieder arbeiten, aber für ADNOC (staatliche Ölgesellschaft) blieben die Verladungen ausgesetzt.
Wie bedeutsam ist Fujairah? ADNOC und andere Ölfirmen exportieren hier täglich Millionen Barrel Öl. Fujairah liegt direkt am Golf von Oman. Das macht den Angriff besonders bedeutend.
Warum? Fujairah ist unabhängig von der Straße von Hormus. Das macht den Hafen besonders bedeutsam für Öl-Exporte, falls der Persische Golf blockiert wird, so wie derzeit.
War das der einzige Gegenschlag des Iran? Nein, es gab einen weiteren Drohnenangriff in der Nähe des Flughafens von Dubai. Dabei wurde ein Treibstofftank getroffen und ging in Flammen auf. Einige Flüge mussten umgeleitet, gestrichen oder verschoben werden.
Worum geht es? Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters haben offenbar die wahre Identität des Street-Art-Künstlers Banksy enttarnt – und damit eines der größten Rätsel des zeitgenössischen Kulturlebens gelöst.
Wer ist Banksy? Einer der bekanntesten Gegenwartskünstler, der sich vor allem mit Graffitis zu aktuellen Themen einen Namen gemacht hat. Teil seiner Inszenierung ist es, Kunstwerke aus dem Nichts in der Öffentlichkeit auftauchen zu lassen. Niemand hat den Künstler selbst je wissentlich zu Gesicht bekommen, sein Name war unbekannt.
Wie arbeitet Banksy? Seine Kunst legt keinen Wert auf handwerkliche Meisterschaft, die Graffitis werden mittels vorbereiteter Schablonen aufgesprayt. Diese entwickeln allerdings immer erst durch die Inszenierung ihre Magie, die ihm mittlerweile Millionen Fans auf der ganzen Welt beschert hat.
Ist Banksy politisch? Absolut, die meisten Werke des Künstlers können als politische Kommentare zu aktuellen Entwicklungen betrachtet werden. So hat er etwa in Bethlehem im palästinensischen Autonomiegebiet ein Hotel namens "Walled Off" gegründet, das nur einen Ausblick auf die meterhohe Mauer bietet, die Israel an der Grenze aufgezogen hat.
Muss man ihn kennen? Er gehört zweifellos zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern. Nicht zuletzt deshalb, weil er den etablierten Kunst- und Kulturbetrieb verachtet und dies immer wieder durch aktionistische Events unterstreicht.
Wie wurde er bekannt? Weltweit, als im Oktober 2018 das Banksy-Bild "Girl With Balloon" bei Sotheby's in London für eine Million Pfund (ca. 1,16 Mio. Euro) versteigert wurde – und Sekunden nach dem Zuschlag durch einen in den Bilderrahmen eingebauten, automatischen Schredder zerschnitten wurde.
Was war der Sinn der Aktion? Es war Banksys Kommentar zur Kunstwelt. Er hatte den Stunt bereits vor Jahren für den Fall vorbereitet, dass das Gemälde einmal versteigert werden sollte.
War das Bild damit wertlos? Im Gegenteil, die Käuferin nahm es trotzdem und ließ es drei Jahre später wieder versteigern. Erlös: 18,5 Mio. Pfund (knapp 22 Mio. Euro).
Und keiner wusste, wer Banksy war? Es gab ein jahrelanges Rätselraten, bei dem u.a. Robert Del Naja, Frontman der britischen Band Massive Attack, und der französische Sprayer Thierry Guetta verdächtigt wurden, Banksy zu sein.
Wie kam man Banksy jetzt auf die Spur? Aufgrund eines Strafzettels, den er von 25 Jahren bei einer Aktion in New York erhalten hatte. Den gruben drei Reuters-Journalisten aus.
Und wer ist Banksy jetzt? Er soll Robin Cunningham heißen, 1973 in Bristol auf die Welt gekommen sein. Ein unter seinem bürgerlichen Namen völlig unbeschriebenes Blatt in der Kunstwelt, weshalb die Enttäuschung auch einigermaßen groß war.
Ist Banksys Anonymität damit dahin? Nein, denn er hat offenbar in weiser Voraussicht seinen Namen bereits 2008 geändert – und sein aktueller Name soll auch weiterhin geheim bleiben.
Worum geht es? Der Irankrieg und die Berichterstattung darüber entzündeten nun den nächsten Konflikt zwischen der US-Regierung und Medien. Nun mengte sich auch Präsident Donald Trump ein.
Was ist die Vorgeschichte? Am Samstag hatte zunächst Brendan Carr, Leiter der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, gedroht, einzelnen Sendern die TV-Lizenzen zu entziehen. Anlass war die Berichterstattung über den Irankrieg. Schon einen Tag zuvor war "Kriegsminister" Pete Hegseth in die Offensive gegangen.
Wie? Auf einer Pressekonferenz attackierte er den Newssender CNN. "Je eher David Ellison diesen Sender übernimmt, desto besser", sagte er.
Was ist damit gemeint? Ellison, Trump-freundlicher CEO von Paramount Skydance, hatte sich im Februar in der Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery durchgesetzt. Zum Medienimperium gehört auch CNN.
Dann kam Trump? Ja, am Sonntagabend schrieb er auf Truth Social, er sei "begeistert", dass Carr die Lizenzen einiger "höchst unpatriotischer 'Nachrichten'-Organisationen" überprüfe.
Was braut sich da zusammen? Ärger! Carr teilte die Behauptung des Präsidenten auf Truth Social, dass die New York Times, das Wall Street Journal und die übrigen "Medien" wollten, dass die USA "den Krieg verlieren".
Wie reagierten Betroffene? CNN-Chef erklärte, er stehe hinter seinen Journalisten. Und Tara Puckey, CEO der Radio Television Digital News Association, meinte Richtung Carr: "Journalisten lassen sich von einem Rüpel mit Aktenkoffer nicht einschüchtern".
Worum geht es? In der Nacht auf Montag wurden in Los Angeles zum 98. Mal die Oscars vergeben. "Sinners" hatte 16 Nominierungen, so viele wie noch kein Film zuvor, bekam aber "nur" vier Preise.
Wer staubte am meisten ab? "One Battle After Another" gewann 6 Oscars, darunter Bester Film, Beste Regie (Paul Thomas Anderson), Bester Nebendarsteller (Sean Penn), Bestes adaptiertes Drehbuch.
Warum ragte Paul Thomas Anderson heraus? Er war schon 14 Mal nominiert, bekam nie die Trophäe, nun klappte es.
Was war jetzt mit "Sinners"? Darauf ging Moderator Conan O’Brien ein. "Die Academy liebt kleine Filme – außer, sie machen 300 Millionen Dollar an der Kinokasse, dann werden sie plötzlich zu populär", witzelte er.
Was war gemeint? Der Oscar-Abräumer "One Battle After Another" spielte an den Kinokassen nur 210 Millionen Dollar ein, hat aber 300 Millionen gekostet. Umgekehrt war es beim halben Verlierer des Abends: "Blood & Sinners" verdiente 370 Millionen Dollar, das Vierfache der Produktionskosten.
Was war sonst wichtig? Kamerafrau Autumn Durald Arkapaw gewann als erste schwarze Frau den Oscar für Kamera. Mit "Golden" aus dem Netflix-Film "K-Pop Demon Hunters" gewann erstmals ein KPop-Song einen Oscar.
Wie schlug sich Moderator Conan O’Brien? Gut, wenn auch nicht spektakulär. Bester Gag: "Hollywood sieht aus wie ein Zoom-Call, in dem jeder denkt, er ist der Hauptdarsteller."























































