Worum geht es? Die Mondrakete Artemis II der US-Weltraumbehörde NASA ist in der Nacht auf Donnerstag planmäßig vom Kennedy Space Center in Florida abgehoben. Nach mehreren Erdumrundungen wird die Raumkapsel Orion Richtung Mond aufbrechen.
Landet die Kapsel auf dem Mond? Nein, sie wird den Mond umrunden und danach zur Erde zurückkehren.
Was hat das für einen Sinn? Der Flug dient der Vorbereitung einer Mondlandung, die im Jahr 2028 stattfinden soll. Es wird dann die erste Landung von Menschen auf dem Mond nach 56 Jahren Pause sein.
Wie lange dauert die Mission? Planmäßig wird die Artemis II-Mission zehn Tage unterwegs sein, ehe die Kapsel wieder zur Erde zurückkehrt.
Wie viele Menschen sind an Bord? Vier Astronauten, drei Männer und eine Frau. Sie werden sich aufgrund der geplanten Flugbahn der Kapsel weiter von der Erde entfernen, als jemals zuvor ein mit Menschen besetztes Flugobjekt gewesen ist.
Worum geht es? Seit Mittwoch verhandelt der Oberste Gerichtshof der USA ein heikles Thema: Es geht um die Frage, ob Kinder automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten, wenn sie auf amerikanischem Boden geboren werden. Präsident Donald Trump, der dieses Geburtsrecht in Teilen abschaffen möchte, lauschte als Zuschauer der Debatte des ersten Tages.
Was besagt das Gesetz genau? Es garantiert fast jedem auf US-Territorium geborenen Kind automatisch die Staatsbürgerschaft und basiert auf dem 14. Verfassungszusatz.
Weshalb wurde das so festgeschrieben? Das Gesetz entstand unter dem Eindruck der Sklaverei, die erst wenige Jahre zuvor als Folge des US-Bürgerkriegs (1861-1865) abgeschafft worden war, und sollte vor allem die Rechte der bislang Rechtlosen stärken
Warum will Trump das Gesetz abschaffen? Um auch Kinder illegaler Einwanderer, die in den USA geboren worden sind, leichter abschieben zu können. Trump hatte die Behörden per Dekret angewiesen, in den USA geborenen Kindern die amerikanische Staatsbürgerschaft zu verweigern, wenn kein Elternteil US-Bürger ist oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung besitzt.
Wen betrifft das? Alle i0 geborenen Kinder, deren Eltern nur auf Zeit oder ohne gültige Aufenthaltspapiere im Land sind. Damit könnten neben Babys von Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus auch jene von Asylsuchenden, ausländischen Studenten, Touristen oder Ausländern, die von Firmen auf Zeit in die USA versetzt wurden, betroffen sein.
Warum kam der Präsident zur Verhandlung? Dazu sagte er nichts. Trump beobachtete den Lauf der Verhandlung etwa 90 Minuten lang von der Besuchergalerie aus, ehe er das Gericht wieder verließ.
Passiert so etwas häufiger? Nein, laut US-Medien war es überhaupt das erste Mal, dass ein amtierender Präsident an einer solchen Verhandlung des Obersten US-Gerichts teilnimmt.
Wie lief die Verhandlung? Beobachtern zufolge eher schlecht für Trump. Selbst die konservativen Richter des Supreme Court reagierten skeptisch auf die Ausführungen von Generalstaatsanwalt D. John Sauer, der für Trump in der Sache vor Gericht zog.
Wann fällt ein Urteil? Es wird für Anfang Sommer erwartet.
Worum geht es? Was gefühlt ohnedies bereits jeder Politikkommentator der USA gesagt hat, wurde nun auch von mehreren Meinungsumfragen bestätigt. Eine große Mehrheit der Amerikaner ist gegen den Krieg der USA im Iran und vor allem auch gegen den Einsatz von US-Bodentruppen.
Was sagen die Umfragen konkret? Nur 14 Prozent der Amerikaner befürworten den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran, 62 Prozent sind dagegen und 24 Prozent zeigen sich unentschlossen. Das ergab eine Untersuchung der Zeitschrift Economist in Zusammenarbeit mit YouGov.
Ist das ein generelles Stimmungsbild? Offenbar ja, denn auch andere jüngst durchgeführte Umfragen (etwa von Ipsos und AP-NORC) kommen zu dem gleichen Ergebnis. In allen Fällen übertrifft die Ablehnung des Konfliktes die Zustimmung dazu um das Vierfache.
Wie sehen das Trumps Republikaner? Sehr ähnlich. 37 Prozent der Republikaner sprachen sich gegen den Einsatz aus, während 30 Prozent ihn befürworten. Selbst innerhalb von Trumps Wählerbasis ist die Unterstützung verhalten: Nur 41 Prozent derjenigen, die sich selbst als MAGA-Anhänger bezeichnen, befürworten eine Bodenoperation, während 27 Prozent explizit dagegen sind. Und sogar 60 Prozent der Republikaner, die nicht der MAGA-Bewegung angehören, lehnen den Einsatz von Bodentruppen ab.
Weshalb ist das wichtig? Weil im kommenden November Zwischenwahlen anstehen, die darüber entscheiden, wie entschlossen oder vorsichtig Trump die letzten beiden Jahre seiner Amtszeit angehen kann.
Wovon hängt das ab? Davon, ob die Republikaner ihre geringen Mehrheiten in den beiden Kammern des Kongresses behalten können. Gewinnen die Demokraten dort die Oberhand, kann sich Präsident Trump kaum mehr politisch bewegen und wird zur "Lame Duck".
Worum geht es? Am Dienstag startete in Indien offiziell die größte Volkszählung aller Zeiten. Mehr als ein Jahr lang soll erhoben werden, wie viele Menschen tatsächlich im bevölkerungsreichsten Land der Erde leben.
Moment, ist das nicht China? Nein, schon seit einiger Zeit nicht mehr. Laut UNO hat Indien seinen östlichen Nachbarn vor etwa drei Jahren bei der Einwohnerzahl überholt, wobei zu dem Zeitpunkt beide Länder jeweils mehr als 1,4 Milliarden Menschen zählten.
Und wie ist die Entwicklung? Während das Bevölkerungswachstum in China merkbar zurückgeht, steigt die Zahl der Menschen in Indien weiter. Experten schätzen, dass das Ergebnis der Volkszählung über 1,5 Milliarden liegen wird.
Wie läuft die Volkszählung ab? Der Zensus (vom lateinischen Census für Einschätzung, Bewertung) findet in zwei Teilen statt. Heuer werden Informationen über den Wohnungsbestand sowie Merkmale wie Ausstattung und Vermögenswerte der Haushalte gesammelt.
Und nächstes Jahr? Da findet dann die eigentliche Zählung der Bevölkerung statt. Auch sollen dabei wirtschaftliche Merkmale, Bildungs- und Migrationshintergrund sowie die Zahl der Kinder abgefragt werden.
Noch etwas? Ja, erstmals seit der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 will die Regierung wissen, welcher Kaste jeder einzelne Bürger angehört. Das Kasten-System bezeichnet die religiös begründete hierarchische Einordnung gesellschaftlicher Gruppen. Mittlerweile wird es zunehmend als ein System sozialer Unterdrückung angesehen.
Wie läuft die Volkszählung ab? Sie soll erstmals weitgehend online stattfinden. Es werden aber auch drei Millionen Helfer eingesetzt, um auch wirklich die gewünschten Informationen zu erhalten. Die Regierung nennt die Volkszählung die "größte administrative und statistische Aufgabe weltweit".
Wie oft finden Volkszählungen statt? Eigentlich alle zehn Jahre. Ursprünglich sollte der aktuelle Zensus bereits 2021 stattfinden, konnte aber wegen Corona nicht durchgeführt werden. Auch nach der Pandemie gab es verschiedene Verzögerungen, weshalb erst jetzt damit gestartet werden konnte.
Wofür werden die Ergebnisse benötigt? Einerseits natürlich, um einen möglichst genauen Überblick über den Bevölkerungsstand zu haben. Außerdem soll eine aktuelle Datengrundlage für Sozialprogramme sowie andere staatliche Projekte geschaffen werden.
Worum geht es? Ein US-Richter hat die Bauarbeiten am geplanten riesigen Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses vorläufig gestoppt, da vor Beginn des Projekts nicht die ordnungsgemäßen Verfahren eingehalten worden seien.
Weshalb dieser Richterspruch? Die Entscheidung erfolgte, nachdem das Weiße Haus vom National Trust for Historic Preservation verklagt worden war.
Wie wird er begründet? "Solange der Kongress dieses Projekt nicht durch eine gesetzliche Genehmigung absegnet, müssen die Bauarbeiten eingestellt werden!", so Richter Richard Leon in seinem Urteil. Und weiter: "Der Präsident ist der Verwalter des Weißen Hauses für künftige Generationen von Präsidentenfamilien. Er ist jedoch nicht dessen Eigentümer!"
Warum diese Feststellung? Donald Trump hatte vergangenen Herbst eigenmächtig den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen lassen und mit dem Bau des von ihm gewünschten Ballsaals begonnen. Als das von öffentlichen Stellen kritisiert wurde, argumentierte er sinngemäß, er könne mit dem Weißen Haus machen, was er wolle.
Was sagt der Präsident zu dem Urteil? Trump kündigte Berufung an und bestritt die Feststellung, dass der Kongress Arbeiten am Weißen Haus zustimmen müsse.
Wie geht es jetzt weiter? Die Bauarbeiten sind damit zunächst einmal gestoppt, für wie lange, bleibt abzuwarten. Das wird auch davon abhängen, ob sich im Kongress Republikaner finden, die sich in dieser Sache gegen Trump stellen wollen. Wahrscheinlicher ist, dass Trump mit seiner Mehrheit im Kongress einen Beschluss für die Weiterführung der Bauarbeiten erhält.
Worum geht es? Für jenen Buckelwal, der seit etwa zehn Tagen in der deutschen Ostsee in Küstennähe unterwegs ist und dabei immer wieder strandet, werden keine weiteren Rettungsversuche mehr unternommen. Das gab der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, am Mittwochnachmittag bekannt.
Was ist geschehen? Nachdem das Tier – Biologen gehen davon aus, dass es sich um einen jungen Bullen handelt – mehrfach gestrandet war und mit menschlicher Unterstützung wieder zum Weiterschwimmen animiert werden konnte, legte es sich am Dienstagabend erneut fest – und rührt sich seither nicht mehr.
Weiß man, weshalb? Die zugezogenen Wal-Experten gehen davon aus, dass das Tier entweder krank oder verletzt ist und deshalb nicht genügend Kraft hat, um in tiefere Gewässer zu schwimmen. Es wäre auch möglich, dass das Orientierungssystem des Wals gestört ist.
Wie geht es jetzt weiter? Derzeit liegt der Wal – Medien tauften ihn auf den Namen Timmy, weil er sich am Timmendorfer Strand das erste Mal auf einer Sandbank festgelegt hatte – im flachen Wasser vor der Stadt Wismar und rührt sich kaum mehr.
Was heißt das? Die zugezogenen Biologen gehen davon aus, dass sich das Tier zum Sterben hingelegt hat, weil es offenkundig nicht mehr schwimmen kann.
Was passiert jetzt mit ihm? Um dem Wal, dessen Schicksal im Internet seit Tagen von Millionen Menschen verfolgt wird, einen würdevollen und ruhigen Tod zu ermöglichen, sei von den Behörden ein 500 Meter weiter Sperrkreis um ihn gezogen worden, in den niemand eindringen darf.
Wie lange wird das dauern? Auch dazu ist der Wissensstand der Experten lückenhaft. Sie gehen davon aus, dass es Tage, vielleicht sogar Wochen dauern könnte, bis das Tier seinen letzten Atemzug getan hat.
Worum geht es? Laut der britischen Financial Times wollte US-"Kriegsminister" Pete Hegseth in den Wochen vor dem US-Angriff auf den Iran mehrere Millionen Dollar in einen Rüstungsfonds investieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.
Wie sollte das gehen? Hegseths Broker bei der Investmentbank Morgan Stanley habe demnach im Februar mit dem weltgrößten Investmenthaus Blackrock Kontakt aufgenommen, um über den Kauf von Anteilen an dessen "Defense Industrials Active ETF" zu verhandeln. Dabei sei es um eine Investition in Höhe von mehreren Millionen Dollar gegangen.
Und Blackrock wollte sich darauf einlassen? Dort gab es offenbar Bedenken. Die "Anfrage im Namen des hochkarätigen potenziellen Kunden" sei laut Insidern mit einem Vermerk versehen worden, berichtet die Financial Times weiter.
Welche Unternehmen sind in dem Fonds vertreten? Laut der Finanzzeitung u.a. Rüstungskonzerne wie RTX, Lockheed Martin und Northrop Grumman, die allesamt das US-Verteidigungsministerium (und damit Minister Hegseth) zu ihren größten Kunden zählen. Auch die umstrittene Datenanalysefirma Palantir tauche in dieser Liste auf.
Kam es am Ende zu dem Deal? Nein, da der betreffende Fonds für Kunden von Morgan Stanley zu jenem Zeitpunkt noch nicht gekauft werden konnte.
Investierte Hegseth sein Geld schließlich in andere Waffenfonds? Dazu gibt es laut Financial Ttime keine gesicherten Erkenntnisse.
Was sagt das Pentagon zu den Vorwürfen? Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums dementierte den Bericht scharf. Sean Parnell, Chefsprecher des Pentagon, schrieb auf X: "Diese Behauptung ist völlig falsch und erfunden. Weder Minister Hegseth noch einer seiner Vertreter hat Blackrock bezüglich einer solchen Investition angesprochen."
Was ist das große Bild? Hegseth gehört Berichten zufolge zu den größten Befürwortern des US-Krieges gegen den Iran, wobei er in seiner Kommunikation häufig durch prahlerische Töne auffällt.
Worum geht es? Zum Gedenken an die vor vier Jahren verstorbene Queen Elizabeth II. soll im Londoner St. James Park ein Denkmal der Monarchin errichtet werden. Außerdem sei eine gläserne Brücke über den kleinen See in dem Park, der nur einen Steinwurf vom Buckingham Palace entfernt liegt, geplant.
Aber? Laut Daily Mail spricht sich die Queen Anne's Gate Residents Association, die Vereinigung der Wohnungsbesitzer am St. James Park, strikt gegen das Vorhaben aus. Man befürchte einen Anstieg der Kriminalität sowie asozialen Verhaltens durch das Denkmal.
Wie kommt man auf die Idee? Bereits jetzt gebe es in dem hochpreisigen Wohnviertel pro Monat mehr als 1.000 Straftaten. Zudem würde das Denkmal den Touristenstrom in den Park vergrößern, was ebenfalls nicht im Interesse der wohlhabenden Bewohner ist.
Also kein Queen-Gedenken im Vorgarten der Reichen und Schönen? Gut möglich. Die Interessensgruppe erklärte weiters, sie erkenne zwar den Wunsch an, der verstorbenen Königin zu gedenken, eine "umfassende bauliche Veränderung" des Parks sei jedoch weder "notwendig noch verhältnismäßig".
Wer entscheidet das jetzt? Der Stadtrat von Westminster, jenem Stadtteil von London, in dem der St. James Park liegt. Dort verweist man auf die derzeit noch laufenden Planungsarbeiten, die noch nicht abgeschlossen seien.
























































