Worum geht es? Am Dienstag kam es in Tumbler Ridge, einer Kleinstadt mit 2.400 Einwohnern im Nordosten von British Columbia, Kanada, zu einem Schuss-Attentat in einer Schule. Das Verbrechen gilt als eines der schlimmsten in der kanadischen Geschichte.
Was ist passiert? Eine Frau eröffnete an der Tumbler Ridge Secondary School, einer öffentlichen Schule mit etwa 160 Schülerinnen und Schülern, das Feuer. Am Ende waren zehn Menschen tot.
Alle in der Schule? Nein, hier wurden sechs Tote gefunden, ein Lehrer und fünf Schüler im Alter von 12 bis 13 Jahren. Zwei weitere Tote wurden in einem nahegelegenen Wohnhaus entdeckt, ein Opfer starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Schützin verübte Suizid.
Gab es weiter Opfer? Etwa 27 Menschen wurden verletzt, darunter zwei lebensbedrohlich. Sie wurden per Hubschrauber in Spital transportiert.
Was weiß man über die Täterin? Die kanadischen Behörden gaben an, dass es sich bei der Verdächtigen um eine 18-jährige Frau mit einer Vorgeschichte psychischer Probleme handelt. Laut Polizei wurde sie als biologischer Mann geboren, der vor etwa sechs Jahren mit der Transition zur Frau begann und sich sowohl sozial als auch öffentlich als Frau identifizierte.
Wer sind die Toten im Haus? Die 39-jährige Mutter der mutmaßlichen Täterin und ihr 11-jähriger Stiefbruder. Beide wiesen Schusswunden auf.
Wie war der Ablauf? Gegen 13.20 Uhr Ortszeit ging bei der Polizei der erste Notruf ein. Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) reagierte schnell und gab eine Notfall‑Warnung für die Region heraus, in der Anwohner aufgefordert wurden, in ihren Häusern zu bleiben und Türen zu verschließen. Beamte waren in zwei Minuten vor Ort.
Wie lange dauerte der Alarm? Nach mehreren Stunden konnte die Polizei den Alarm gegen 17:45 Uhr aufheben, weil kein aktiver Täter mehr vermutet wurde.
Worum geht es? TikTok geht bei der Sammlung von Daten offenbar immer aggressiver vor. Das ergab ein Test, den die BBC gemeinsam mit Sicherheitsexperten durchführte. Daten werden abgesaugt, auch wenn die App gar nicht in Verwendung ist.
Wovon ist da etwa die Rede? Es wurden sogar Daten über Krebsdiagnosen, Fruchtbarkeit und psychische Krisen an TikTok übermittelt. Die BBC spricht von einem "Überwachungsimperium".
Wie das? Es wurden Änderungen am TikTok-Pixel vorgenommen. Über das gängige Tracking-Tool wird das Online-Verhalten der Nutzer überwacht. Experten stellten fest, dass das aktualisierte TikTok-Pixel im Vergleich zu Konkurrenzprodukten Informationen auf ungewöhnliche Weise sammelt.
Nämlich? TikTok ermutigt Unternehmen beispielsweise dazu, Tracking-Pixel auf ihren Webseiten einzubinden. So erfährt das Unternehmen so gut wie alles über die User fremder Seiten.
Zum Beispiel? BBC machte den Test und besuchte die Website einer Krebs-Selbsthilfegruppe, ein Unternehmen für Frauengesundheit und eine Organisation für psychische Gesundheit. Alle drei übermittelten automatisch die E-Mail-Adresse und sensible Daten an TikTok. Und zwar ohne, dass man selbst TikTok geöffnet hatte.
Gibt es dagegen Schutz? Ratsam ist es, einen datenschutzfreundlicheren Browser (also etwa nicht Google Chrome) zu benutzen. Auch eine Browsererweiterung, die diese Tracker blockiert, kann hilfreich sein, etwa AdBlock Plus oder uBlock Origin. Sie blockieren das TikTok-Pixel.
Worum geht es? Es kam aus dem Nichts: Die Federal Aviation Administration (FAA), die staatliche Luftfahrtbehörde der USA, sperrt einen 16 Kilometer breiten Luftraumring um El Paso, Texas, und das gleich für zehn Tage.
Ab wann? Mit sofortiger Wirkung, die Sperre trat also mit Dienstag in Kraft und dauert bis 21. Februar. Sie kann aber natürlich jederzeit früher aufgehoben werden. Sie gilt für alle Maschinen unter einer Flughöhe von 5.500 Metern.
Ist das ungewöhnlich? Kann man wohl sagen. Kurzzeitige Sperren gibt es immer wieder, so wurde der Luftraum von Santa Clara während des Super Bowl am Sonntag gesperrt.
Was ist diesmal der Grund? Das blieb zunächst rätselhaft. Die FAA sprach lediglich von "besonderen Sicherheitsgründen", ohne das näher auszuführen. In einer Mitteilung an die Piloten wurde das Gebiet als "nationaler Verteidigungsluftraum" eingestuft.
Kam mehr ans Licht? Zunächst, dass es irgendwas mit Drohnen zu tun hat. Verkehrsminister Sean Duffy schrieb auf X, dass die FAA und das Verteidigungsministerium "schnell gehandelt haben, um auf einen Drohnenangriff eines Kartells zu reagieren", und fügte hinzu: "Die Bedrohung wurde neutralisiert, und es besteht keine Gefahr für den kommerziellen Reiseverkehr in der Region."
War es das? Nein, andere Medien zitierten geheime Quellen. Sie besagten, dass es sich um den Test einer neuen Anti-Drohnen-Technologie handeln würde. Vorab wurde niemand informiert, auch nicht die Stadt.
Was ist die Dimension? Es entstand Chaos. "Alle Flüge von und nach El Paso sind eingestellt, einschließlich Linien-, Fracht- und allgemeiner Luftfahrt", postete der internationale Flughafen El Paso am frühen Mittwoch auf Facebook. Passagiere sollen sich an ihre Airlines wenden.
Wo liegt El Paso? An der mexikanischen Grenze. El Paso ist mit rund 680.000 Einwohnern die 23. größte Stadt in den USA. Der Flughafen wurde im Vorjahr von rund 3,8 Millionen Passagieren benutzt.
Worum geht es? Die US-Food and Drug Administration (FDA) weigert sich, einen Grippeimpfstoff auf Basis der mRNA-Technologie einem Prüfungsverfahren zu unterziehen. Das legte die Behörde am Mittwoch fest.
Ist das ungewöhnlich? Ja! Statt die Bewerbung weiter zu bearbeiten, schickte die FDA einen sogenannten "Refusal-to-File"-Brief an den Hersteller Moderna. Das bedeutet, dass sie Unterlagen nicht einmal zur Prüfung annimmt.
Warum? Die FDA bemängelte das Design der klinischen Studie von Modernas Impfstoff (mRNA-1010). Dabei wurde der neue mRNA-Impfstoff einem Standard-Grippeimpfstoff gegenübergestellt. Die FDA sagte, dieser Vergleich "spiegelt nicht den bestmöglichen Standard der Versorgung" wider.
Ein Vorwand? Könnte sein, muss aber nicht. Die FDA äußerte jedenfalls keine Bedenken bezüglich Sicherheit oder Wirksamkeit des Impfstoffes.
Aber? Einige hochrangige Verantwortliche in der US-Gesundheitspolitik, darunter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., sind öffentlich kritisch gegenüber mRNA-Impfstoffen bzw. gegenüber der bisherigen Impfstoff-Politik aufgetreten.
Warum ist das relevant? Ein mRNA-Grippeimpfstoff gilt als wichtiger Fortschritt gegenüber traditionellen Vakzinen, weil er sich schneller an neue Virusstämme anpassen könnte.
Was ist mRNA? Die Abkürzung steht für Messenger-RNA (Boten-RNA). Sie ist eine Art Bauplan, den unsere Zellen ganz natürlich benutzen. Normalerweise sagt mRNA den Zellen, welches Protein sie herstellen sollen.
Wie ist das beim Impfstoff? Bei einem mRNA-Impfstoff bekommt der Körper eine künstlich hergestellte mRNA. Diese enthält den Bauplan für ein harmloses Stück eines Virus. Die Zellen lesen diesen Bauplan und produzieren kurzzeitig dieses Protein. Dadurch lernt das Immunsystem, den Erreger zu erkennen und Abwehrstoffe zu bilden.
Warum ist die Debatte entstanden? Die ersten Covid-Impfstoffe basierten auf der mRNA-Technologie, sie kamen ins Fadenkreuz der Impfskeptiker. Die Angst war, dass die mRNA die DNA verändern könnte und es keine langfristigen Erfahrungen gab.
Wie geht es nun weiter? Moderna hat einen dringenden Antrag auf ein Treffen mit der FDA gestellt. In anderen Regionen wird derselbe mRNA-Grippeimpfstoff weiter geprüft – etwa in Europa, Kanada und Australien. Dort könnten Zulassungen noch 2026 oder 2027 erfolgen.
Worum geht es? Die USA hatten zuletzt Druck gemacht, jetzt meldet die Financial Times: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich dazu entschieden, bis 15. Mai eine Präsidentenwahl und ein Friedens‑Referendum durchzuführen.
Wann soll das offiziell werden? Die Rede ist von einem symbolisch wichtigen Datum. Die Ankündigung könnte am 24. Februar – dem vierten Jahrestag des russischen Überfalls – erfolgen.
Wie übten die USA Druck aus? Sie hatten Selenskyj ein Zeitfenster bis 15. Mai eingeräumt. Es wurde mit Sicherheitsgarantien verbunden, die Washington Kiew geben könnte – etwa Unterstützung bei Krieg und Frieden.
Was ist mit Referendum gemeint? Es geht nicht allein um die Präsidentenwahl selbst, sondern auch um ein Referendum über einen möglichen Friedensvertrag mit Russland, das zur Abstimmung vorliegen soll.
Ist die Nachricht bestätigt? Das ukrainische Präsidialamt hat einen Teil des Berichts offiziell dementiert. Demnach sei noch keine Entscheidung oder konkrete Ankündigung getroffen worden. Man werde Referendum und Wahl erst durchführen, wenn es Waffenruhe Sicherheitsgarantien gebe.
Warum ist der Termin heikel? Nach ukrainischer Verfassung sind Wahlen unter Kriegsrecht eigentlich verboten.
Worum geht es? Die neuen Zahlen kamen sogar für viele Experten unerwartet. Die US-Wirtschaft hat im Jänner 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das geht aus den am Mittwoch vom Bureau of Labor Statistics veröffentlichten Zahlen hervor.
Womit wurde gerechnet? Von Bloomberg befragte Ökonomen hatten 68.000 neue Jobs erwartet, schon das lag deutlich über den nach unten korrigierten 48.000 Jobs, die im Vormonat hinzugekommen waren.
Was ist die Folge? Die Zahlen werden als ein Zeichen bewertet, dass es mit dem amerikanischen Arbeitsmarkt nach oben geht. Zuletzt hatte es eine Reihe düsterer Berichte gegeben.
Nämlich? Für 2025 wurde die Anzahl der geschaffenen Jobs stark nach unten korrigiert. Statt früher gemeldeter rund 584.000 neuer Stellen zeigte die Revision der Daten, dass nur etwa 181.000 Jobs geschaffen wurden – der schwächste Wert seit vielen Jahren.
Wer gab jetzt am meisten Gas? Besonders stark war das Jobwachstum im Gesundheitswesen, das rund 60 Prozent aller neuen Stellen beitrug. Auch im verarbeitenden Gewerbe wurden wieder Jobs geschaffen
Worum geht es? Der Konsum von Bier geht zurück. Der niederländische Bierkonzern Heineken hat deshalb angekündigt, weltweit bis zu 6.000 Arbeitsplätze abzubauen – das sind fast 7 Prozent seiner rund 87.000 Mitarbeiter.
Wie ist die Entwicklung? Laut Heineken sei die Entscheidung eine Reaktion auf eine schwache Nachfrage nach Bier in wichtigen Märkten wie Europa und Nordamerika. Die Verkaufszahlen sind zuletzt gesunken, und der Konzern erwartet für 2026 geringeres Wachstum beim Gewinn als zuvor prognostiziert.
Was ist die Ursache? Besonders jüngere Generationen (z. B. Gen Z) greifen allgemein weniger zu Alkohol. Gesundheits‑ und Lifestyle‑Trends führen dazu, dass viele Menschen bewusster mit Alkohol umgehen. Dazu kommt der Kostendruck bei Verbrauchern.
Wie ist das in Österreich? Der österreichische Biermarkt zeigt wie in vielen Ländern sinkenden Konsum bei alkoholhaltigem Bier, während alkoholfreie Varianten zulegen.
Wie stark ist Heineken in Österreich? Der Konzern verfügt über eine Mehrheitsbeteiligung an der Brau Union Österreich AG, dem größten Brauereikonzern des Landes, und besitzt viele bekannte österreichische Biermarken, wie Gösser, Zipfer oder Puntigamer.
Wie groß ist die Marktmacht? Laut Marktanalysen entfällt rund die Hälfte des hierzulande produzierten Bieres auf Brau‑Union‑Produkte.
Worum geht es? In Spanien haben katholische Bischöfe eine ungewöhnliche neue Kampagne gestartet, um kirchliche Trauungen bei jungen Paaren wieder beliebter zu machen - sie starteten ein Videogame.
Wozu? Die Zahl der kirchlichen Hochzeiten in Spanien ist in den letzten Jahren stark gesunken. Während früher mehr als die Hälfte aller Paare in einer katholischen Kirche heirateten, waren es 2024 nur noch etwa 18 Prozent aller Trauungen.
Was machen die übrigen Paare? Sie entscheiden sich lieber für zivile oder andere Formen der Eheschließung.
Was ist nun der Plan? Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben die Bischöfe Spaniens ein Videospiel entwickelt, das die christliche Ehe und die Werte, die damit verbunden sind, auf moderne Weise erklären soll.
Wie geht das? Das Spiel heißt "Level Up! A Two‑Player Game" ("Level rauf! – Ein Spiel für zwei Spieler"). Das Retro-Game, dessen Slogan "El amor, la aventura más épica" (Liebe ist das größte Abenteuer) lautet, begleitet das junge Paar Fran und Elena bei seinen alltäglichen Aufgaben.
Was ist der Sinn? Ziel ist es, Werte wie Geduld, Großzügigkeit und Einfühlungsvermögen zu vermitteln – sie seien laut Kirche wichtig für eine stabile Beziehung. Die Kampagne soll vor allem jüngere Paare zum Nachdenken über den Wert der Ehe – speziell der kirchlichen – anregen.
Die Bischöfe haben das programmiert? Nein, die Idee stammt von Studenten der Päpstlichen Universität Salamanca und wurde von einem professionellen Videospieldesigner weiterentwickelt. Die spanische Bischofskonferenz ist der Präsentator.























































