Worum geht es? Der U-Ausschuss im US-Repräsentantenhaus hatte sowohl Ex-Präsidenten Bill Clinton als auch Ex-Außenministerin Hillary Clinton per Vorladung aufgefordert, persönlich über ihre Verbindungen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell auszusagen.
Aber? Weder Bill noch Hillary Clinton erschienen zu der geplanten Anhörung am 13. Jänner. Das hat nun Folgen für die beiden.
Was sagen die Clintons? Sie argumentieren, dass die Vorladungen ungültig oder politisch motiviert seien, und dass sie bereits schriftliche Informationen bereitgestellt hätten.
Was passierte nun? Aufgrund ihres Nichterscheinens hat der Ausschuss (House Oversight Committee) am Mittwoch beschlossen, eine Anklage gegen das frühere Präsidentschaftspaar auf den Weg zu bringen.
Was verblüfft dabei? Dass die eigene Partei den Clintons in den Rücken fiel. Fast die Hälfte der Demokraten im Ausschuss stimmte für die Klage. Sie ging mit 34 zu 8 Stimmen durch.
Wie stimmten die Demokraten ab? Neun Demokraten sprachen sich mit den Republikanern für die Verurteilung des ehemaligen Präsidenten wegen Missachtung des Kongresses aus, acht stimmten dagegen und zwei enthielten sich der Stimme.
Welche Folgen hat das? Ein Verstoß gegen eine Kongress-Vorladung kann mit bis zu einem Jahr Haft und Geldstrafen geahndet werden.
Wie verwickelt ist Clinton? Bill Clinton ist in Fluglisten von Jeffrey Epsteins Privatjet ("Lolita Express") dokumentiert. In freigegebenen Epstein-Akten taucht Bill Clinton mehrfach auf – etwa auf Fotos oder als Person. Das bedeutet aber nicht, dass er beschuldigt wird, an Straftaten beteiligt gewesen zu sein.
Worum geht es? Um eine Alltags-Trivialität, die allerdings derzeit Italien emotionalisiert. Eine Familie wollte in einem veganen Restaurant Babynahrung erwärmen lassen. Weil Fleisch drin war, wurde das verweigert.
Wo spielte das Drama? In Casale Monferrato bei Turin. Hier befindet sich das Restaurant "Il Pangolino", es hat sich auf vegane Speisen spezialisiert.
Was ist passiert? Am 31. Dezember ging ein Paar mit einem Neugeborenen und Freunden ins "Il Pangolino" Mittagessen, insgesamt waren es zehn Personen. Während des Essens baten die Eltern darum, etwas fleischhaltige Babynahrung für ihren Sohn aufzuwärmen.
Aber? Das Restaurant lehnte ab. Dafür gebe es ethische Gründe, so die Restaurantbesitzerin, aber auch ein Problem mit der Lebensmittelsicherheit. In einem veganen Restaurant zu essen bedeute, die Regeln und die zugrunde liegenden Überzeugungen des Lokals zu respektieren, einschließlich des Fleischverbots.
Was heißt Lebensmittelsicherheit? Das Mitbringen von Speisen und Getränken könne die Hygiene beeinträchtigen und zu Verstößen gegen Gesundheitsvorschriften führen.
Was geschah dann? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Das Lokal sagt, der Vater des Babys sei ausfällig geworden. Der Mann wiederum behauptet, er habe lediglich heißes Wasser zum Erwärmen der Babynahrung bestellt, und wirft der Restaurantbesitzerin vor, grundlos in Wut geraten zu sein.
Was sagt die Wirtin? Sie meint, das Kind sei von den Eltern instrumentalisiert worden, um Mitleid bei anderen Gästen zu erregen.
Hat wenigstens das funktioniert? Nach dem Streit sollen vier Personen das Restaurant verlassen haben. Sie bezeichneten die Szene als "grotesk, unanständig und respektlos".
Was jetzt? Auf Facebook tauschen Gegner und Befürworter der Lokal-Entscheidung Argumente aus. Und das "Il Pangolino" hat beschlossen, in Zukunft eine eigene Babynahrung anzubieten. Vegan natürlich.
Worum geht es? Donald Trump hat einen internationalen Friedensrat ins Leben gerufen, der offiziell Board of Peace heißt. Er wurde am Donnerstag in Davos vorgestellt.
Was ist der Sinn? Offizielles Ziel dieses Gremiums ist es, Frieden zu fördern, Konflikte zu lösen und Stabilität in Krisenregionen zu sichern, insbesondere im Nahen Osten.
Wer ist dabei? Rund 60 Staaten wurden zur Mitarbeit eingeladen, es gibt aber eine Reihe von Ländern, die eine Teilnahme abgelehnt haben, einige möchten abwarten.
Wer gehört zum "Kern-Friedensrat"? 19 Staats- und Regierungschefs waren bei der Unterzeichnung des Gründungsdokuments in Davos dabei. Rund 35 Staaten sollen eine Zusage abgegeben haben.
Wer hat in Davos unterschrieben? Bahrain, Marokko, Aserbaidschan, Bulgarien, Argentinien, Armenien, Ungarn, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, der Kosovo, Pakistan, Paraguay, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Mongolei.
Ungarn? Ja, Premierminister Viktor Orbán war bei der Unterzeichnung dabei. Ungarn ist das einzige europäische Land, das mitmacht.
Was begründet die Skepsis? Bedenken über die Legitimität eines US-geführten Gremiums. Kritiker warnen, dass der Friedensrat versuchen könnte, die Rolle der Vereinten Nationen und anderer etablierter internationaler Strukturen zu untergraben.
Wie lief die Präsentation? Trump hielt eine Rede, in der er den Tag als "sehr aufregend und lange geplant" bezeichnete und erklärte, der Friedensrat könne einen bedeutenden Beitrag zur Beendigung internationaler Konflikte leisten.
Was ist das erste Einsatzgebiet? Der Waffenstillstand und der Wiederaufbau im Gazastreifen sollen überwacht werden.
Was ist der Deal? Die Mitgliedstaaten erhalten eine dreijährige, verlängerbare Amtszeit, können sich aber einen ständigen Sitz sichern, wenn sie 1 Milliarde Dollar an Finanzmitteln einzahlen.
Wer ist Vorsitzender? Donald Trump. Es gibt daneben auch einen Exekutivrat.
Worum geht es? Vor dem High Court in London findet gerade ein Prozess gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. (ANL) statt, der unter anderem die Daily Mail und die Mail on Sunday herausgibt.
Was ist der Vorwurf? Medien des Verlags sollen systematisch und über Jahre hinweg illegal in die Privatsphäre von Promis eingegriffen haben. Etwa durch das Abhören von Handys und Telefonen, den Einsatz von Privatdetektiven, den Zugriff auf persönliche Daten durch unrechtmäßige Methoden.
Wer klagt? Etwa Prinz Harry, Elton John, Sadie Frost, Baroness Doreen Lawrence und Sir Simon Hughes.
Was passierte nun? Liz Hurley erschien am Donnerstag gemeinsam mit ihrem Sohn Damian im Gericht, um als Zeugin auszusagen. Sie sei tief verletzt gewesen, als sie erfahren habe, dass ihre Telefonleitungen abgehört worden sein sollen.
Was erzählte sie? Hurley sagte aus, es habe versteckte Mikrofone am Fenster ihres Hauses gegeben, um Gespräche abzuhören. Sie behauptete auch, private medizinische Details aus der Zeit ihrer Schwangerschaft seien gestohlen und für Zeitungsartikel verwendet worden.
Wie sehr nahm sie das mit? Während ihrer Aussage wurde Hurley mehrfach emotional, war sichtlich bewegt und weinte im Zeugenstand. Sie habe manchmal Angst gehabt, zu laut zu sprechen, weil sie wusste, dass "jemand" mithöre.
Was sagt der Verlag? Associated Newspapers Ltd. (ANL) bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet sie als unerhört, unbegründet oder gestützt auf fragwürdige Beweise.
Worum geht es? Das kleine Bergdorf Brienz/Brinzauls im Schweizer Kanton Graubünden war Ende November 2024 dauerhaft evakuiert worden. Große Felsmassen über dem Dorf drohten abzurutschen.
Was war passiert? Am 16. Juni 2023 stürzten rund 1,2 Millionen Kubikmeter Felsmassen in der Nacht talwärts (hier Bilder dazu). Das Gestein kam kurz vor den Häusern zum Stillstand. Die 84 Bewohner des Ortes waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.
Was war die Folge? Der Hang bewegte sich weiter, es drohten weitere, noch größere Abrutschungen. Es wurde ein Plan für eine Sanierung erstellt.
Hatte er Erfolg? Offenbar. Am kommenden Montag können die Bewohner in ihre Wohnungen zurück, schon ab Freitagnacht können sie wieder im Dorf übernachten. Die Evakuierung werde nach 62 Wochen aufgehoben, teilten die Behörden am Donnerstag mit.
Wie das? Der Hang sei zur Ruhe gekommen, so die Behörden. Nach mehreren Dutzend kleineren Felsstürzen und -abbrüchen habe sich der Berg selbst stabilisiert, so die NZZ.
Nun alles paletti? Die Gemeinde hat den Bewohnern ein Angebot für eine Umsiedlung gemacht. Sie bekommen Geld, um sich an einer anderen Stelle eine neue Existenz aufzubauen. 40 haben sich für den Wegzug entschieden.
Worum geht es? Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, kündigte die Einführung eines eigenen Satelliten-Internetdienstes namens TeraWave an.
Was ist das Ziel? Ein globales Hochgeschwindigkeits-Internetzugangssystem aufzubauen, das insbesondere für Unternehmen, Rechenzentren und Regierungsorganisationen gedacht ist.
Wie dicht wird das Netz sein? Die TeraWave-Konstellation soll aus 5.408 Satelliten bestehen, die in sowohl niedriger (LEO) als auch mittlerer Erdumlaufbahn (MEO) positioniert werden, um eine möglichst stabile und schnelle Datenverbindung weltweit zu gewährleisten.
Wie kommen sie ins All? Die Satelliten sollen mit den New Glenn-Raketen von Blue Origin ins All gebracht werden. Diese Raketen befinden sich derzeit noch in der Entwicklung, sollen aber in den kommenden Jahren einsatzbereit sein.
Wer ist die Kundschaft? Das System soll Datenübertragungsraten von mehreren Terabit pro Sekunde ermöglichen, wodurch selbst sehr datenintensive Anwendungen unterstützt werden können. Blue Origin betont, dass der Dienst vor allem für Großkunden konzipiert ist.
Ist das eine Konkurrenz zu Starlink von Elon Musk? Ja und nein! Während Starlink sich vor allem auf Privatkunden und ländliche Gebiete konzentriert, liegt der Fokus von TeraWave auf Unternehmen, Behörden und Rechenzentren, die große Datenmengen verarbeiten.
Wie stark ist die Konkurrenz? Der Markt wird derzeit von Elon Musks Starlink dominiert, das über mehr als 9.000 Satelliten verfügt.
Wann geht es los? Blue Origin gab nun bekannt, die ersten Satelliten Ende 2027 ins All zu schicken und damit "Verbindungen zu Orten zu ermöglichen, die mit herkömmlichen Methoden nicht erreichbar sind".
Worum geht es? Delcy Rodríguez, die bis Anfang 2026 Vizepräsidentin Venezuelas war, spielte eine zentrale Rolle in den geheimen Vorbereitungen auf den Machtwechsel nach Nicolás Maduros Sturz. Das geht aus neuen Dokumenten hervor.
Was steht drin? Bereits im Herbst 2025 nahm sie über katarische Vermittler Kontakt zu US‑Offiziellen auf, um zu signalisieren, dass sie nach einem Machtwechsel bereit wäre, mit den USA zusammenzuarbeiten und für eine geordnete Übergangsphase zu sorgen.
Was heißt das konkret? Schon im Dezember sagte Rodríguez der US-Regierung: "Maduro muss weg." Das berichtet der Guardian.
Was war die Botschaft? Sie und ihr Bruder Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung, betonten, sie wollten sicherstellen, dass kein chaotisches Machtvakuum entsteht.
Das klang aber anders? Ja, nach der Entführung des Präsidenten hatte Rodríguez Kritik an den USA geübt und in einer TV-Rede gesagt, Maduro sei "der einzige Präsident von Venezuela". Sie forderte seine sofortige Freilassung.
Ein Widerspruch? Schon, aber: Rodríguez versprach zwar, die USA nach Maduros Sturz zu unterstützen, stimmte aber nicht zu, aktiv an seinem Sturz mitzuwirken.
Worum geht es? In der Nacht vom 15. auf den 16. März werden in Los Angeles zum 98. Mal die Academy Awards verliehen. Am Donnerstag wurden die Nominierungen bekanntgegeben, und es gab eine Überraschung.
Welche? Der Horror-Thriller "Blood & Sinners" (hier der Trailer) erhielt 16 Oscar‑Nominierungen, mehr als jeder andere Film in der Oscar‑Geschichte.
Wer war bisher Spitze? Vorher hatten drei Filme je 14 Nominierungen: "All About Eve" (1950), "Titanic" (1997) und "La La Land" (2016).
Wer schlug sich noch gut? Direkt hinter "Sinners" liegt "One Battle After Another" (hier der Trailer). Der Film ist mit 13 Nominierungen damit auch ein großer Favorit der Awards‑Saison.
Wer moderiert? Wieder Conan O'Brien, es gibt 24 Wettbewerbs‑Kategorien, einschließlich einer neuen für Bestes Casting.
Was sonst noch auffiel? Die Top-nominierten Filme kamen aus vielen verschiedenen Genres und Stilen, "Sinners" etwa aus der Kategorie Horror/Drama, "One Battle After Another" ist eine Polit-Satire.
Wer räumte ab? Warner Bros. hatte dieses Jahr mit gleich zwei stark nominierten Filmen ("Sinners" und "One Battle After Another") ein ausgezeichnetes "Nominierungs‑Ergebnis".
Warum ist das relevant? Das Studio steckt inmitten einer Übernahmeschlacht und soll von Netflix geschluckt werden.























































