Worum geht es? Zu einem außergewöhnlichen Schauspiel wird es am Samstagabend über Österreich kommen. Gleich sechs Planeten unseres Sonnensystems werden für kurze Zeit gleichzeitig am Abendhimmel zu sehen sein.
Welche? Merkur, Venus, Saturn, Neptun, Uranus und Jupiter. Eine solche Konstellation entsteht im Schnitt nur alle ein bis zwei Jahre und dann sind häufig nur drei Planeten zeitgleich am Himmel zu sehen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA schreibt von einer "Planetenparade".
Wie kommt es dazu? Die Konstellation entsteht, weil sich die Planeten zwar in unterschiedlicher Entfernung und Geschwindigkeit um die Sonne bewegen, aber ungefähr in derselben Ebene. Deshalb sieht es manchmal von der Erde gesehen so aus, als würden sie scheinbar nah beieinander stehen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für Beobachtungen? Am Samstag und Sonntag werden die Planeten dichter beisammenstehen als in den letzten Wochen, aber sie sind nur kurz zu sehen. Merkur, Venus und Jupiter erscheinen ab etwa 18.30 Uhr, kurz danach taucht Saturn auf, Uranus und Neptun als letzte. Sie sind aber nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Um sie zu beobachten, ist ein Teleskop nötig.
Wie lange dauert das Schauspiel? Zwischen 19 und 19.15 Uhr sind alle sechs Planeten am Himmel zu sehen, danach verschwinden sie einer nach dem anderen wieder auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne.
Ist das die größte Planetenparade heuer? Ja, mehr Planeten werden wir heuer nicht mehr am Nachthimmel gemeinsam zu sehen bekommen. Vor einem Jahr waren sogar alle sieben Planeten des Sonnensystems am Himmel zu sehen. Zu solch einer vollständigen Planetenkonstellation wird es das nächste Mal erst wieder 2040 kommen.
Worum geht es? Die Regierung von Ecuador hat per Parlamentsentscheid den strengen Schutzstatus der einzigartigen Galápagos-Inseln etwa tausend Kilometer vor der Küste des Landes aufgeweicht.
Was bedeutet das? Sie verabschiedete ein umstrittenes Bergbaugesetz, das künftig auch den Abbau von Rohstoffen auf den Inseln ermöglicht.
Weshalb sind die Galápagos-Inseln so besonders? Aufgrund ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt wurde die Inselgruppe zum Unesco-Welterbe erklärt. Der britische Forscher Charles Darwin entwickelte bei einem Besuch der Inseln seine Evolutionstheorie. Die Inseln sind auch ein einzigartiges und beliebtes Touristenziel, das dem Staat Ecuador alljährlich Millionen-Einnahmen garantiert.
Weshalb jetzt das neue Gesetz? Die rechtsgerichtete Regierung von Präsident Daniel Noboa erhofft sich davon Investitionen von Bergbaufirmen. Das neue Gesetz erlaubt den Abbau von Gesteinsmaterial in einem Gebiet, das außerhalb des Nationalparks liegt.
Was sagen die Bürger von Ecuador? Opposition und Indigene protestierten gegen das Gesetz. In der Hauptstadt Quito gingen hunderte Menschen dagegen auf die Straße. Die Indigenen-Organisation Conaie warnte zudem vor Umweltschäden durch den Bergbau.
Und was sagt die Regierung? Mit dem Gesetz würden die "Kontrollen und Vorschriften" für den Abbau von Rohstoffen verschärft, so die Argumentation. Es gehe vor allem darum, den "illegalen Bergbau zu bekämpfen".
Worum geht es? Das Social-Media-Team des Weißen Hauses hat ein Interview-Video von US-Eishockeystar Brady Tkachuk mittels KI so manipuliert, dass es so klingt, als würde der Spieler das kanadische Team beschimpfen. Tkachuk distanzierte sich nun von dem Clip.
Was ist das große Bild? Vergangenen Sonntag besiegten die USA beim Eishockey-Finale bei den Olympischen Spielen Kanada knapp und dramatisch mit 2:1. Das Eishockey-Gold gegen den Nachbarn und Erzrivalen wurde in den USA daraufhin frenetisch gefeiert.
Was tat das Weiße Haus? Auf dem offiziellen TikTok-Kanal des Weißen Hauses wurde ein Video veröffentlicht, in dem Brady Tkachuk angeblich wüst gegen die Kanadier austeilt. "Sie haben unsere Nationalhymne ausgebuht, also musste ich diesen Ahornsirup fressenden Arschlöchern eine Lektion verpassen", sagt der Flügelspieler da.
Aber? Alles nicht wahr, das Video wurde mittels KI manipuliert, und das sogar sehr schlecht. Tkachuk: ""Es ist eindeutig eine Fälschung, denn es ist nicht meine Stimme, und es sind nicht meine Lippen, die sich bewegen."
Hat das Weiße Haus etwas anderes behauptet? Nein, das Video war als KI-manipuliert gekennzeichnet. Der Clip sorgte dennoch für großes Aufsehen in den USA und Tkachuk sah sich veranlasst, offiziell Stellung zu beziehen.
Was sagte er? "Ich habe keinen Einfluss auf diese Accounts und ich weiß, dass ich diese Worte niemals aussprechen würde. Deshalb kann ich nichts dagegen tun."
Was ist der Hintergrund? Der 26-Jährige aus Arizona spielt seit acht Jahren bei den Ottawa Senators in Kanada und ist mittlerweile der Kapitän seines Teams. Ein derartiges Statement würde bei seinem Arbeitgeber wahrscheinlich nicht gut ankommen.
Worum geht es? Eine Bronzestatue des früheren britischen Premierministers Winston Churchill im Zentrum von London wurde am Freitag in den frühen Morgenstunden von einem Palästina-Aktivisten mit Farbe und Graffitis beschmiert.
Was hat er darauf geschrieben? "Zionistischer Kriegsverbrecher", "Stoppt den Völkermord" und "Befreit Palästina". Außerdem "Nie wieder ist Jetzt" und "Globalisiert die Intifada".
Was weiß man über den Täter? Er ist ein 38-jähriger Mann, der auch Aktivist der Gruppe "Palestine Action" ist.
Was ist "Palestine Action"? Eine propalästinensische Organisation, die vergangenes Jahr von der britischen Regierung als Terrorgruppe eingestuft und verboten worden war. Erst letzte Woche hob ein Gericht diese Einordnung allerdings wieder auf.
Was passiert mit dem Täter? Er wurde wegen des Verdachts der rassistisch motivierten Sachbeschädigung festgenommen.
Gibt es eine Reaktion der Regierung? Ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer bezeichnete den Anschlag als "absolut abscheulich". "Churchill war ein großartiger Brite. Diese Regierung wird sich stets für unsere Werte einsetzen, und der Täter muss zur Rechenschaft gezogen werden."
Worum geht es? Der Nervenpoker um einen US-Angriff auf den Iran geht in die nächste Runde. Am Donnerstag endete die dritte Gesprächsrunde in Genf im Atomstreit mit optimistischen Untertönen, aber ohne konkretes Ergebnis.
Was war am Freitag? Da meldete sich dann US-Präsident Donald Trump einmal mehr zu Wort.
Was sagte er? Der US-Präsident zeigte sich offen für eine Vereinbarung, schließt militärische Gewalt aber weiter nicht aus. Er sei nicht glücklich mit dem Iran, wolle dennoch einen Deal. Teheran dürfe aber keine Atomwaffe haben.
Wird es einen US-Schlag geben? Er wolle keine militärische Gewalt anwenden, so Trump, "aber manchmal muss man das". Die Gespräche über das iranische Atomprogramm sollen nun Anfang kommender Woche bei der Internationalen Atomenergieagentur IAEA in Wien weitergehen.
Ist der US-Militäraufmarsch in der Region mittlerweile beendet? Nein, nach wie vor ziehen die USA ein enormes Truppenkontingent in der Region zusammen. Nach Informationen der New York Times sind bereits 28 US-Kriegsschiffe in den Gewässern rund um den Iran eingetroffen. Gleichzeitig sei aber bislang keine finale Entscheidung getroffen worden, ob man jetzt angreifen oder abwarten werde.
Worum geht es? Am Donnerstag hatte seine Ehefrau Hillary vor dem Epstein-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgesagt, am Freitag war Ex-Präsident Bill Clinton an der Reihe.
Wie kam es dazu? Anders als Hillary Clinton, die laut eigener Aussage dem Finanzmanager und verurteilten Straftäter Jeffrey Epstein niemals begegnet ist, gibt es von Bill Clinton zahlreiche Fotos, die ihn gemeinsam mit Epstein zeigen.
Wie rechtfertigt sich der Ex-Präsident? Clinton, der von 1993 bis 2001 im Weißen Haus saß, bestreitet in einer in Sozialen Medien verbreiteten Erklärung, jede Kenntnis von den Straftaten Epsteins. Er habe "nichts gesehen und nichts Falsches getan". Seine Bekanntschaft mit Epstein sei kurz gewesen und habe geendet, Jahre bevor dessen Verbrechen ans Licht gekommen seien.
An wie viel kann sich Clinton überhaupt noch erinnern? An wenig, wie er zugibt. Clinton betonte, er habe während seiner begrenzten Kontakte "keinerlei Anzeichen" für das tatsächliche Geschehen wahrgenommen.
Was fiel auf? Er wolle unter Eid nichts sagen, dessen er sich nicht sicher sei. "Sie werden mich oft sagen hören, dass ich mich nicht erinnere." Spekulationen oder Mutmaßungen wolle er nicht äußern – er werde "nicht 24 Jahre später Detektiv spielen".
War er live im Kongress? Nein, seine Frau auch nicht. Beide wurden per Videokonferenz zugeschaltet.
Worum geht es? Bei einem Straßenbahnunglück im Zentrum von Mailand sind am Freitag zwei Personen getötet und 39 teils schwer verletzt worden.
Was ist passiert? Eine Garnitur der Linie 9 war an einer Kreuzung mit hoher Geschwindigkeit in eine Kurve gefahren, sprang dabei aus den Schienen und prallte schließlich gegen ein Hausportal.
Weiß man schon, was die Ursache war? Nein. Spekulationen, wonach die Weiche falsch gestellt worden ist, wurden bislang nicht bestätigt. Tatsache ist aber, dass die Garnitur an dieser Stelle geradeaus fahren sollte. Ein Dashcam-Video, das die Zeitung La Republicca veröffentlicht hat, zeigt den gesamten Unglückshergang.
Was weiß man über die Opfer? Die verunglückte Garnitur war voll besetzt. Eines der Todelsopfer soll ein 60-jähriger Mann sein. Ob er an Bord der Straßenbahn oder als Passant auf der Straße unterwegs war, ist noch nicht bekannt.
Was weiß man über den Unglücksort? Er liegt mitten im Zentrum der Millionenmetropole. Bis vergangenen Sonntag fanden in Mailand die Olympischen Winterspiele statt, seit Montag ist die Stadt Schauplatz der traditionellen Mailänder Modewoche.
Worum geht es? Die Bieterschlacht um das traditionsreiche Hollywoodstudio Warner Bros. ist wohl entschieden. Paramount Skydance erhöhte sein Angebot für den Konkurrenten auf 111 Milliarden Dollar (94 Mrd. Euro), worauf Netflix aus der Bieterschlacht ausstieg.
Weshalb der Rückzug? Netflix war in dem Duell lange vorne gelegen, wollte aber das jüngste Gebot des Konkurrenten nicht mehr überbieten. Kurz zuvor hatte Netflix-Boss Ted Sarandos einen Termin im Weißen Haus – ob der Rückzug aus dem Bietergefecht auch damit zusammenhängt, war vorerst nicht zu erfahren.
Weshalb sollte das so sein? Weil US-Präsident Donald Trump ein großes Interesse daran hat, dass Warner Bros. Discovery – so der vollständige Name des Studios – an Paramount Skydance geht, wo David Ellison am Ruder sitzt.
Wer ist David Ellison? Er ist der Sohn von Larry Ellison, Gründer des Software-Giganten Oracle, mit einem Vermögen 187 Milliarden Dollar aktuell auf Platz 6 der reichsten Menschen der Welt – und ein Buddy von Trump.
Was möchte Trump? Mehr Einfluss auf den News-Sender CNN und auf das Network CBS – beide gehören zum Medienimperium von Warner Bros. Discovery. Die Übernahme des Studios durch Ellison wäre für den Präsidenten ein Triumph in seinem Kampf gegen all jene Medien, die ihm kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.
Was ist das große Bild? Trumps Milliardärs-Freunde bekommen immer mehr Medien in ihre Hände. Von CNN über die Washington Post bis zu Fox News, im Digitalbereich X, Facebook, Instagram, WhatsApp, TikTok und noch viel mehr – alle Eigentümer sind seine Buddies.























































