Worum geht es? In kubanischen Hoheitsgewässern vor Cayo Falcones (Provinz Villa Clara) kam es am Mittwoch zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein unter US-Flagge registriertes Schnellboot (Florida) wurde von kubanischen Grenztruppen abgefangen.
Was passierte dann? Laut dem kubanischen Innenministerium eröffneten Personen an Bord des Bootes das Feuer, ein Kommandant des kubanischen Patrouillenboots wurde verletzt. Die kubanischen Grenztruppen gaben daraufhin ebenfalls Schüsse ab.
War das so? Es gibt noch viele Rätsel. Die kubanischen Behörden sagen, dass das Boot in ihre territorialen Gewässer eindrang und nicht auf Identifikations- und Stopp-Signale reagierte. Der Vorfall passierte etwa eine Seemeile vor der Küste.
Wie viele Opfer gab es? Vier Personen auf dem US-registrierten Boot kamen ums Leben. Zusätzlich wurden sechs weitere Personen an Bord verletzt und medizinisch versorgt.
Wer steckt dahinter? Die Identität, Staatsangehörigkeit und genaue Mission der Menschen auf dem Boot ist noch unklar; kubanische Behörden bezeichnen sie in ihrer offiziellen Darstellung als "Aggressoren".
Wie reagierten die USA? Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, erklärte, er habe die Staatsanwaltschaft angewiesen, Ermittlungen einzuleiten. "Der kubanischen Regierung kann man nicht trauen, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Kommunisten zur Rechenschaft zu ziehen", sagte er.
Was ist das große Bild? Der Vorfall belastet die schon angespannten Beziehungen zwischen Kuba und den USA weiter. Kuba leidet aktuell unter einer schweren Treibstoff- und Energiekrise, weil wichtige Öl-Lieferungen aus Venezuela und Mexiko praktisch zum Erliegen gekommen sind – ein Effekt der verschärften US-Sanktionen und Blockade-Politik gegen das Land.
Worum geht es? Bill Gates, Mitgründer von Microsoft und Vorsitzender der Gates Foundation, hat zugegeben, während seiner Ehe mit Melinda French Gates zwei außereheliche Beziehungen mit russischen Frauen gehabt zu haben.
Wo hat er das gesagt? Bei einem internen Town-Hall-Meeting der Gates-Stiftung, wie ein Sprecher der gemeinnützigen Organisation mitteilte.
Was weiß man über die Frauen? Eine sei eine Bridge-Spielerin gewesen, die andere eine Kernphysikerin, sagte Gates selbst. Er betonte, dass diese Beziehungen nicht mit den Opfern von Jeffrey Epstein in Verbindung stehen sollen.
Was ist der Hintergrund? Die Offenlegung zahlreicher Dokumente des US-Justizministeriums ("Epstein-Files") brachte Fotos und E-Mails zutage, in denen Gates im Kontext von Treffen mit Jeffrey Epstein erscheint.
Deshalb nun der Auftritt? Ja, Gates trat mit einer offenen Stellungnahme und Entschuldigung an die Mitarbeitenden der Stiftung heran.
Was fügte er an? "Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen." Und: "Um es klarzustellen: Ich habe nie Zeit mit Opfern oder den Frauen in seinem Umfeld verbracht."
Wie entschuldigte er sich? "Es war ein riesiger Fehler, Zeit mit Epstein zu verbringen ... Ich entschuldige mich bei anderen Menschen, die aufgrund meines Fehlers in diese Angelegenheit hineingezogen wurden."
Was sagt seine Ex-Frau? Melinda French Gates sprach in Interviews zur Enthüllung von "sehr schmerzhaften Zeiten". Sie sei "sehr froh, weg von all dem Dreck zu sein".
Worum geht es? Am Mittwoch hielt Donald Trump im US-Kongress eine "Rede zur Lage der Nation". Sie war mit 108 Minuten die längste ihrer Art in der modernen US‑Geschichte.
Was war der Grundsound? Er präsentierte seine ersten zwölf Monate im Amt als "goldenes Zeitalter Amerikas" mit größerer, stärkerer und wohlhabenderer Nation.
Was fiel auf? Direkt vor ihm saßen vier Richter des Obersten Gerichtshofs, der von Konservativen dominiert wird, aber gerade die Zoll-Entscheidung gegen Trump gefällt hat.
Was überraschte? Der Auftritt des US-Eishockey-Nationalteams, das in den Saal kam. Die Mannschaft hatte gerade Gold bei Olympia gewonnen. Die Frauen, ebenfalls mit Gold dekoriert, hatten die Einladung ausgeschlagen.
Irgendwelche Eklats? Der demokratische Abgeordnete Al Green hielt ein Schild mit der Aufschrift "Schwarze Menschen sind keine Affen" hoch, eine Anspielung auf eine Obama-Verspottung in den sozialen Medien, die Trump geteilt hatte. Green wurde aus dem Saal geführt.
Wie wirkte Trump? "Im Laufe des Abends immer wirrer", schreibt der Economist. "Die Space Force ist mein Baby, weil wir das geschafft haben", sagte er zum Beispiel, warum auch immer.
Was waren die Kernaussagen? Trump behauptete, die Inflation sei gefallen, Einkommen gestiegen, und die Wirtschaft stünde "besser als je zuvor" da. Er betonte angeblich stark reduzierte illegale Einreisen, eine "sichere Grenze" und die gesunkenen Kriminalitätszahlen.
Wie attackierte er Gegner? Er bezeichnete demokratische Kongressabgeordnete wiederholt als "krank" und "verrückt" und behauptete, sie würden "unser Land zerstören". Wenn sie an die Macht kämen, würden sie Amerikas Grenzen für "einige der schlimmsten Verbrecher der Welt" öffnen.
Wie viele Fehler enthielt die Rede? Viele Medien haben Faktenchecks durchgeführt, etwa hier oder hier oder hier.
Worum geht es? Südkorea hat die niedrigste Geburtenrate der Welt. 2025 aber stieg sie das zweite Jahr in Folge an. Es gab 254.500 Geburten, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Ist das viel? Ja und nein. Im Schnitt bekam eine Frau statistisch 0,80 Kinder – nach 0,75 in 2024. Das ist die größte jährliche Zunahme seit etwa 15 Jahren. Aber immer noch bemerkenswert wenig.
Was ist die Ursache? Hauptgrund dafür ist eine vorübergehend vergrößerte Generation – die sogenannten "Echo-Boomer" –, die jetzt Anfang dreißig sind – sowie die sich von den Verzögerungen durch Corona nachgeholten Heiratsraten (mit entsprechenden Folgen).
Wie viele Menschen betrifft das? Zwischen 1991 und 1995 wurden rund 3,6 Millionen Kinder geboren, von denen eben jetzt mehr Personen Eltern von Kindern werden.
Gab es auch politische Hilfe? Südkorea hat in den letzten zwei Jahrzehnten Hunderte Milliarden Dollar in geburtenfördernde Maßnahmen investiert.
Zum Beispiel? Großzügige Geldleistungen, Wohngeldzuschüsse, verlängerten Elternurlaub und Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Einige Unternehmen bieten mittlerweile bis zu 60.000 Euro pro Geburt an.
Worum geht es? Am Dienstagabend war die deutsche Ex-Außenministerin Annalena Baerbock in der ARD‑Talkshow "Maischberger" zu Gast. Dabei verblüffte sie mit exklusivem Wissen über Grönland.
Was sagte sie? Baerbock erklärte in der Sendung, "Grönland ist auch EU‑Gebiet" und argumentierte, dies sei wichtig für die Wahrnehmung Europas in der Diskussion über die strategische Bedeutung der Insel.
Stimmt das? Nein! Moderatorin Sandra Maischberger wies sie sofort auf den Faktenfehler hin: Grönland ist seit 1985 kein Mitglied der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EU) mehr und gehört formal nicht zum EU‑Binnenmarkt oder Hoheitsgebiet der EU.
Wie reagierte Baerbock? Sie versuchte zu relativieren. Die Grönländer seien EU-Staatsbürger und "damit haben sie auch die Außengrenze der EU".
Stimmt wenigstens das? Nicht wirklich. Grönland zählt zu den assoziierten Überseegebieten europäischer Staaten. Damit ist es nicht vollständiger Teil der EU und keine europäischen Außengrenzen verlaufen durch das Land.
Wie kommentierte das Maischberger? "Fakten, immer kompliziert."
Warum überraschen die Fehler? Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) war bis Mai 2025 deutsche Bundesaußenministerin. Seit September ist sie Präsidentin der UN-Generalversammlung.
Worum geht es? Die Schlussfeier der Berlinale sorgt in Deutschland weiter für Erregung. Die Chefin des Filmfestivals, Tricia Tuttle, könnte am Donnerstag vor die Tür gesetzt werden.
Was ist passiert? Bei der Verleihung der Goldenen und Silbernen Bären wurde der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib für das beste Spielfilmdebüt geehrt. Er kam mit einer Kufiya (Palästinensertuch) und einer Palästina-Flagge auf die Bühne.
Was sorgte zusätzlich für Aufregung? Er beschuldigte die Bundesregierung, "Partner beim Genozid Israels" zu sein. Dann drohte Alkhatib direkt, man werde sich später "an alle erinnern, die gegen uns standen" sowie auch an jene, "die sich entschieden haben, zu schweigen".
Was ist nun? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat laut F.A.Z. für heute, Donnerstag, eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats der Kulturprojekte des Bundes in Berlin GmbH (KBB) einberufen. Die GmbH hat die Oberaufsicht über die Filmfestspiele.
Warum wackelt Tuttles Sessel? Die Amerikanerin feierte mit den Schauspielern und der Crew von Alkhatibs Film "Chronicles From the Siege". Die Bilder davon gossen Öl ins Feuer.
Worum geht es? Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch den ursprünglich geplanten Rahmenvertrag für sogenannte Kamikaze‑ oder Angriffsdrohnen deutlich gekürzt.
Was war vorgesehen? Ein Rahmenvertrag über bis zu 4,3 Milliarden Euro für den langfristigen Kauf von Angriffsdrohnen. Jetzt wurden die Ausgaben auf insgesamt 2 Milliarden Euro begrenzt.
Was bedeutet das? Der Plan von Verteidigungsminister Boris Pistorius bekommt Fußfesseln angelegt. Es dürfen nicht mehr so viele Systeme ohne weitere parlamentarische Zustimmung gekauft werden.
Heißt was? Der Bundestag hat den Kauf erster Drohnen im Umfang von rund 540 Millionen Euro genehmigt – jeweils bei zwei deutschen Herstellern (Helsing und Stark Defence).
Und dann? Für weitere Bestellungen muss das Ministerium vom Haushaltsausschuss jede einzelne Folgebestellung erneut genehmigen lassen. Damit erhält der Bundestag stärkere Kontrolle über das Programm.
Was ist der Grund? Die Verteidigungspolitiker im Haushalt waren besorgt, dass langfristige Verpflichtungen ohne genaue parlamentarische Kontrolle Risiken und unkalkulierbare Staatsausgaben bedeuten könnten.
Gibt es auch eine politische Komponente? Ja, Kritik gibt es unter anderem wegen der Beteiligung eines US‑Investors (Peter Thiel) an einem der beiden Hersteller, was manche Abgeordnete skeptisch sehen.
Worum geht es? Nach einem heftigen Schneesturm, der New York stark traf, versammelten sich zahlreiche Menschen zu einer spontanen Schneeballschlacht im Washington Square Park in Manhattan.
Aber? Das New York Police Department (NYPD) wurde per Notruf (911) zu einer Meldung über eine unruhige, große Menschenmenge gerufen. Als die Beamten eintrafen, begannen einige aus der Menge, Schneebälle gezielt in Richtung der Polizei zu werfen.
Was war die Folge? Videos zeigen, wie die Polizei attackiert wird und sogar zurückweicht. Mehrere Beamte wurden nach Angaben der Polizei im Gesicht getroffen und leicht verletzt.
Was waren die Verletzungen? Die Betroffenen wurden zur Abklärung in ein Spital gebracht; ihre Verletzungen sind nach offizieller Einschätzung nicht lebensbedrohlich.
Was passierte dann? NYPD‑Kommissarin Jessica Tisch bezeichnete das Verhalten als "schändlich" und "kriminell" und kündigte Ermittlungen an.
Welche Ermittlungen? Fotos von Verdächtigen wurden veröffentlicht, um Personen zu identifizieren, die gezielt Schneebälle auf Beamte geworfen haben sollen.
Ist das nicht übertrieben? Polizeigewerkschaften fordern, dass die Beteiligten als Angreifer auf Polizisten identifiziert, festgenommen und strafrechtlich verfolgt werden, weil es sich nicht mehr nur um "Spiel", sondern um einen gezielten Angriff gehandelt haben soll.
Wie reagierte der neue Bürgermeister? Zohran Mamdani hat die Videos gesehen und tat den Vorfall zunächst als Schneeballschlacht unter jungen Leuten ab. Danach rief er aber allgemein dazu auf, Polizisten mit Respekt zu behandeln.
Aber? Er lehnte es ab, das Verhalten ausdrücklich als "kriminell" zu bezeichnen – was parteiübergreifend Kritik auslöste.























































