Worum geht es? In Russland protestieren immer mehr junge Menschen gegen die stark gestiegenen Preise in Supermärkten und das allgemeine Kostenniveau. Sie gehen dafür nicht auf die Straße, sondern "demonstrieren" in den sozialen Medien.
Wie läuft der Protest? Die Russinnen posten auf Plattformen wie TikTok, X, Telegram oder Instagram Videos und Bilder von ihren Einkaufswagen und zeigen empört die Preisetiketten her.
Warum verbreiten sich die Videos so rasant? Weil sie authentisch wirken und einen Nerv treffen. Die Posts werden mit Kommentaren versehen wie "wie soll man sich das leisten?" oder "das ist kein Gemüse mehr, das ist Luxus!".
Was ist der Hintergrund? In Russland sind zuletzt viele Lebensmittel deutlich teurer geworden – insbesondere frische Produkte wie Gurken, die teils sogar mehr als doppelt so viel kosten wie noch vor wenigen Monaten. Aber auch die Preise für Fleisch und Milch sind stark gestiegen.
Wie teuer ist teuer? Das Kilo Rindfleisch kostet laut Spiegel umgerechnet etwa acht Euro, das Kilo Margarine 3,30 Euro. Und die beliebten Salatgurken pro Kilogramm 3,70 Euro.
Was sind die Gründe? Der Krieg gegen die Ukraine, der Logistik- und Produktionskosten treibt, die Import-Abhängigkeiten bei bestimmten Lebensmitteln und steigende Transportkosten. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und weiterer Steuern, die auf Lebensmittel umgelegt werden.
Worum geht es? Am Donnerstag wurde Andrew Mountbatten-Windsor, Bruder von Englands König Charles III., wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs von der Polizei festgenommen und elf Stunden lang festgehalten. Am Tag danach wurden nun erstmals Pläne bekannt, den ehemaligen Prinzen aus der offiziellen Thronfolge des Hauses Windsor auszuschließen, berichtet die BBC.
Weshalb wurde Andrew festgenommen? Er steht im Verdacht, er habe seinem langjährigen Bekannten, dem US-Finanzmanager und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (er starb 2019 in Untersuchungshaft durch Suizid) während seiner Zeit als Handelsbeauftragter des Vereinigten Königreichs Insiderinformationen zukommen lassen.
Was sagt Andrew dazu? Er bestreitet jedes Fehlverhalten. Im Zuge der Veröffentlichung der Epstein-Akten in den USA sind allerdings jetzt E-Mails aufgetaucht, die das Gegenteil beweisen sollen.
Und seine Verwicklungen in die Sexualstraftaten Epsteins werden nicht untersucht? Auch dazu werden derzeit weitere Befragungen bei Andrews Personenschützern durchgeführt, so die BBC. Die Ermittlungen wegen Amtsmissbrauch sind aber bereits weiter gediehen. Deshalb nun offenbar auch der Vorstoß der Regierung in Sachen Thronfolge.
Wo steht Andrew in der britischen Thronfolge? Auf Platz 8, die Chancen, dass er jemals König wird, sind als minimal. Dennoch möchte man nun offenbar Nägel mit Köpfen schaffen. Sämtliche royalen und sonstigen Titel wurden ihm im Zuge des Epstein-Skandals und des Vorwurfs, er hätte eine Minderjährige mehrfach missbraucht, bereits aberkannt.
Weshalb wurde er nicht längst aus der Thronfolge gestrichen? Weil dafür ein Gesetz und ein Parlamentsbeschluss nötig ist, dem sowohl das Unterhaus, als auch das Oberhaus zustimmen. Außerdem müsste jedes Commonwealth-Land, in dem Charles formelles Staatsoberhaupt ist, dem Ausschluss zustimmen.
Wann wurde zuletzt jemand aus der Thronfolge ausgeschlossen? 1936, als König Edward VIII. abdankte, wurden er und seine Nachkommen aus der Thronfolge gestrichen.
Worum geht es? Es war nur ein Spaß. Vor einigen Tagen veralberte Barack Obama in einem Podcast Erkenntnisse des US-Militärs zu außerirdischen Lebensformen. Daraufhin war ihm Trump vor, "einen großen Fehler" begangen zu haben. Und will jetzt selbst angebliche Alien-Akten des US-Militärs freigeben lassen.
Was hat Obama in dem Podcast gesagt? Er meinte augenzwinkernd, Aliens seien real, er selbst hätte jedoch keine gesehen. Zahlreiche Medien nahmen diese angebliche "Alien-Beichte" des 64-Jährigen ernst, weshalb er die Dinge kurz darauf auf Instagram klarstellte.
Inwiefern? Obama erklärte, statistisch gesehen sei das Universum so groß, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch sei. Die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sei jedoch so riesig, dass die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs von Außerirdischen sehr gering sei.
Damit sollte alles klar sein, oder? Nicht nach Ansicht von Donald Trump. Der Republikaner warf Obama nun vor, geheime Informationen "preisgegeben" zu haben – ein "großer Fehler". Aber er kündigte gleichzeitig auch an, Regierungsakten zu Aliens, UFOs und dergleichen veröffentlichen zu lassen.
Auch ein augenzwinkernder Scherz? Vermutlich eher nicht. In einem Posting auf Truth Social erklärte der amtierende Präsident, aufgrund des "enormen Interesses" habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Ministerien und Behörden angewiesen, entsprechendes Material zu identifizieren und später freizugeben.
Worum geht es? Eine Frau durfte ihren Golden Doodle Minipudel nicht als Assistenzhund auf einen Flug mitnehmen. Also band sie das zweijährige Tier in Las Vegas kurzerhand beim Ticketschalter an und ging in den Abflugbereich.
Was geschah weiter? Passagiere machten die Polizei auf das Tier aufmerksam, diese fand dank Videoüberwachung rasch heraus, wo sich seine Besitzerin befand. Doch sie weigerte sich, ihren Hund zurückzunehmen.
Mit welcher Begründung? Das Tier sei ohnedies mit einem Peilsender ausgestattet. Sie hätte damit sagen wollen, dass sie das Tier bei ihrer Rückkehr schon wieder gefunden hätte, so die Behörde.
Wie reagierte die Polizei? Mit einem Facebook-Posting: "Wir können es nicht fassen, dass wir das sagen müssen … aber bitte setzen Sie Ihren Hund nicht am Flughafen – oder irgendwo anders – aus."
Gab es Konsequenzen für die Frau? Sie wurde festgenommen, wobei sie sich widersetzte und aggressiv wurde. Nun ist sie wegen Tieraussetzung und Widerstand gegen die Festnahme angeklagt.
Was ist mit dem Hund? Das Tier – es wurde "JetBlue" getauft, weil er bei dieser Fluggesellschaft ausgesetzt worden war – kam für zehn Tage in die Obhut eines Tierschutzdienstes. Und da ihn seine Besitzerin während dieser Zeit nicht abholte, wurde er auf eine Pflegestelle vergeben und wartet dort auf seinen neuen Besitzer. Angeblich gibt es bereits zahlreiche Interessenten.
Worum geht es? Beim Spiel in der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid soll es zu einem rassistischen Eklat gekommen sein. Betroffen war Real-Star Vinícius Júnior.
Was ist passiert? Der argentinische Benfica-Profi Gianluca Prestianni soll sich über den exzessiven Torjubel von Vinícius Júnior geärgert und "Affe" gerufen haben.
Woher weiß man das? Vinícius Júnior war zum Schiedsrichter gegangen und hatte den Vorfall angezeigt. Der Schiri unterbrach das Spiel. Prestianni bestreitet die Vorwürfe.
Warum lässt sich das nicht aufklären? Weil sich Prestianni das Trikot vor dem Mund hielt, als er "Affe" gerufen haben soll.
Wie reagierte nun Bayern-Trainer Vincent Kompany? Mit einer 12 Minuten langen, emotionalen Rede am Ende einer Pressekonferenz. Kompany ist Belgier mit Wurzeln im Kongo. Er habe als Fußballer und Trainer selbst rassistische Anfeindungen erlebt.
Was sagte er? Er habe das Spiel im Fernsehen gesehen, die Reaktion von Vinícius Júnior sei echt und nachvollziehbar gewesen – nicht inszeniert, sagte er. Dafür kritisierte er Benfica-Trainer José Mourinho.
Warum? Kompany warf ihm vor, nicht sensibel und verantwortungsvoll auf die Situation reagiert zu haben. Vor allem, weil Mourinho argumentiert hatte, sein Verein könne nicht rassistisch sein, weil der beste Spieler der Geschichte bei Benfica ein Schwarzer gewesen sei. Gemeint war Eusébio.
Was sieht er als Problem? "Wenn es wahr ist, dass der Spieler von Benfica das gesagt hat, würde ich mir wünschen, dass es einen Raum für eine Entschuldigung gibt. Niemand auf der Welt ist perfekt. Aber wir berauben uns dieser Option. Es gibt immer nur links und rechts, schwarz und weiß."
Was erwartet er sich von Mourinho? Er kritisiere ihn nicht als Person, er habe noch nie jemanden getroffen, der Schlechtes über ihn gesagt habe. "Aber er hat einen Fehler gemacht. Und ich hoffe, das wird in der Zukunft nicht mehr passieren."
Worum geht es? Der erste Test Anfang Februar musste wegen eines Lecks an der Startrampe abgebrochen werden. Nun konnte die NASA die Generalprobe für den ersten bemannten Mondflug nach 53 Jahren erfolgreich absolvieren. Damit steht einem Start der Artemis-II-Mission nichts mehr im Weg.
Wann soll der Start von Artemis II erfolgen? Laut NASA sei der früheste Starttermin der 6. März spätabends (in Europa dann bereits der 7. März). Dann wird es von den kurzfristigen Bedingungen abhängen, ob die Rakete starten kann oder ob man verschieben muss.
Was ist das Ziel der Mission? Vier Astronauten sollen auf einer zehntägigen Reise den Mond umkreisen und zur Erde zurückkehren. Eine Landung auf dem Erdtrabanten ist vorerst noch nicht geplant, die Mission soll aber die Bedingungen dafür schaffen.
Wie wird die Reise zum Mond ablaufen? Die vier Astronauten, drei Amerikaner und ein Kanadier, werden nach dem Start in eine Umlaufbahn um die Erde gehen, um die Stabilität der Systeme zu überprüfen. Läuft alles nach Plan, steuern sie ihr Raumschiff Richtung Mond.
Wie lange dauert die Anreise? Vier Tage, dabei soll die Mondoberfläche in einer Entfernung von etwa 6.500 bis 9.500 Kilometer überflogen werden. Die Landung auf der Erde soll dann im Pazifik erfolgen.
Wann flog das letzte Mal ein bemanntes Raumschiff zum Mond? 1972 im Rahmen der Apollo-17-Mission.
Wann ist die erste Mondlandung geplant? Das steht noch nicht exakt fest. Die NASA möchte aber spätestens 2028 den Flug zum Mond antreten.
Worum geht es? Das Schicksal des kleinen Domenico bewegt derzeit nicht nur Italien. Der 2 Jahre alte Bub kam mit einem schweren Herzfehler auf die Welt. Eine Operation schien die letzte Chance zu sein.
Aber? Im Dezember 2025 wurde ein passendes Spenderherz gefunden. Die Ärzte in Neapel, Italien, planten eine Herztransplantation, die Domenicos Leben retten sollte. Doch Schlamperei machte alles zunichte.
Was ist passiert? Das Spenderherz wurde beim Transport aus grober Fahrlässigkeit beschädigt — unter anderem, weil es in Trockeneis statt normalem Kühleis und ohne standardisierte Temperaturüberwachung befördert wurde, was zu Gewebeschäden führte.
Was war die Folge? Domenico überlebte die Operation am 23. Dezember zwar, doch danach musste er an eine ECMO-Maschine angeschlossen werden – eine Art künstliches Herz-Lungen-System. Doch der Bub entwickelte zunehmend Organprobleme: Lunge, Leber und Nieren litten unter der Belastung.
Gibt es noch eine Chance? Nein, am Freitag folgten die Ärzte den Empfehlungen einer Experten-Kommission: Domenicos Herz ist zu stark geschädigt, eine neue Transplantation unmöglich. Die Risiken wären extrem hoch, die Chancen minimal.
Was bedeutet das? Die behandelnden Ärzte erklärten, dass nun die palliative Versorgung beginnt. Der neue Schwerpunkt der Behandlung ist die Linderung von Schmerzen.
Wie reagierte die Familie? Die Entscheidung fiel nach einem Treffen zwischen Krankenhausärzten, dem Familienarzt, einem Anwalt und der Mutter. Sie und der Familienanwalt bestätigten öffentlich, dass sie der Pflege zur Linderung des Leidens zustimmen.
Ist das Sterbehilfe? Nein, die lebenserhaltenden Maßnahmen werden sofort beendet. Die ECMO‑Maschine wird nicht abgeschaltet, weil das sofort tödlich wäre. Stattdessen wurde entschieden, Therapien zu beenden, die medizinisch nicht mehr sinnvoll sind.
Worum geht es? Am Donnerstagabend kam es beim Shakespeare‑Klassiker "Richard III." an der Berliner Schaubühne zu einem dramatischen Zwischenfall. Schauspieler Lars Eidinger schleuderte einen Degen in den Zuschauerraum.
Wie ist das passiert? Während einer Kampfszene auf der Bühne, in der Eidinger als Richard III. mit einem Degen kämpfte, rutschte ihm die Waffe aus der Hand. Sie glitt über die Bühne und traf eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf.
Wann kam es zu dem Unfall? Nach 22 Uhr, gegen Ende der Vorstellung.
Was war die Folge? Die Frau erlitt eine blutende Wunde. Die Vorstellung wurde abgebrochen. Eidinger ließ das Saallicht einschalten, entschuldigte sich mehrfach und erkundigte sich direkt bei der verletzten Frau.
Was geschah danach? Eine anwesende Ärztin kümmerte sich um die Frau. Sie musste nicht ins Spital gebracht werden. Eidinger telefonierte am Tag danach mit dem Opfer.
Was muss man über die Aufführung wissen? Richard III. handelt vom manipulativen, machthungrigen Herzog Richard von Gloucester, der im England des späten 15. Jahrhunderts durch Intrigen und Gewalt an die Spitze des Königreichs strebt. Die Inszenierung an der Schaubühne mit Eidinger in der Titelrolle ist seit Jahren ein Klassiker und immer ausverkauft.























































