Worum geht es? Am 7. März nahm Donald Trump an einer "dignified transfer"-Zeremonie auf der Dover Air Force Base teil, bei der die Särge von sechs getöteten US-Soldaten zurück in die USA gebracht wurden. Dabei trug er eine weiße "USA"-Baseballkappe.
Und? Manche fanden den Auftritt "unangemessen", offenbar auch Verantwortliche beim TV-Sender Fox News.
Was passierte? Fox News schnitt altes Archivmaterial von einer anderen Zeremonie (Dezember 2025) in den Beitrag, wie sich nun herausstellt. In diesem alten Video hatte Trump keine Kappe auf. Das Video wurde fälschlich so präsentiert, als sei es vom aktuellen Ereignis.
Absicht, um Trump besser aussehen zu lassen? Fox News sagte später, es sei ein Fehler beim Video-Material gewesen. Ein Moderator entschuldigte sich on air, und der Sender veröffentlichte eine Entschuldigung. Aber: Fox gilt als extrem Trump-freundlich.
Was ist eine "dignified transfer"-Zeremonie? Wenn gefallene Soldaten in die USA zurückgebracht werden (z. B. auf der Dover Air Force Base), findet eine sehr formelle Zeremonie statt, die "dignified transfer" heißt.
Wie schaut angemessenes Verhalten dabei aus? Kopfbedeckungen werden meist abgenommen, wenn die Särge vorbeigetragen werden. Militärangehörige salutieren den Särgen. Zivilisten und Politiker stehen still und zeigen Respekt, oft mit der Hand über dem Herzen.
Aber? Präsident Donald Trump trug bei der Zeremonie eine weiße "USA"-Baseballkappe und salutierte damit.
Worum geht es? Mehr als zwei Monate nach dem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana hat die örtliche Justiz ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nun werden auch der Gemeindepräsident vulgo Bürgermeister der Ortschaft, Nicolas Féraud, sowie vier weitere Personen aus dem Gemeinde-Umfeld als Verdächtige geführt.
Was wird ihnen vorgeworfen? Gegen die fünf Personen wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung in Zusammenhang mit dem Feuer aus der Silvesternacht 2025/26 ermittelt. Bereits bisher wurde gegen die beiden Betreiber der Unglücksbar, Jacques und Jessica Moretti, sowie den ehemaligen und den gegenwärtigen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde deshalb ermittelt.
Was ist in der Silvesternacht geschehen? In der Bar "Le Constellation" brach kurz vor 1.30 Uhr morgens ein Feuer aus – vermutlich weil Sprühkerzen auf Flaschen zu nahe an die Raumdecke aus Schaumstoffplatten gehalten worden waren. Dabei kamen 41 Personen ums Leben, 115 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, viele liegen nach wie vor mit schweren Verbrennungen in Spezialkliniken.
Weshalb steht der Bürgermeister im Visier der Justiz? Nicolas Féraud hatte bereits kurz nach dem Feuer die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er sich und die Gemeinde als Opfer der Katastrophe bezeichnete und gleichzeitig eingestand, dass die Bar bereits seit sechs Jahren nicht mehr feuerpolizeilich kontrolliert worden war.
Was ist mit den Barbetreibern? Sie sollen bei einer Renovierung der Bar Sicherheitsstandards verletzt haben. Mittlerweile wurde auch bekannt, dass das Ehepaar Moretti möglicherweise durch ein Schneeballsystem zu jenem Geld gekommen sei, mit dem es die Unglücksbar und weitere Lokale eröffnen konnte, berichtet die NZZ. In seinem Haus wurde zudem eine Schusswaffe sichergestellt.
Worum geht es? Beim Marathon in Los Angeles am Sonntag kam es beim Männerrennen zu einem Herzschlag-Finale. Nach 42,195 Kilometern siegte Nathan Martin mit etwa 0,18 Sekunden Vorsprung, einer Hundertstelsekunde also.
Wie kam es dazu? Das war live im TV zu sehen, die Videos davon gehen jetzt um die Welt. Lange Zeit sah Michael Kamau aus Kenia wie der sichere Sieger aus. Bei Kilometer 40 hatte er einen Vorsprung von 44 Sekunden, eine kleine Ewigkeit.
Was passierte dann? Kamau dürfte von einem Motorrad abgelenkt worden sein. Das Begleitfahrzeug bog wie üblich kurz vor dem Ziel ab, um die Strecke zu verlassen. Aber: Der Kenianer folgte.
Mit welchen Konsequenzen? Er lief ein kurzes Stück falsch, wurde auf den Irrtum hingewiesen, verlor dadurch aber 7 Sekunden. Vor allem aber seinen Rhythmus beim Laufen.
Das änderte alles? Ja, die TV-Bilder zeigen Kamau, dann ist ein größerer Ausschnitt zu sehen und plötzlich taucht Martin auf, der "heranfliegt" und an dem Kenianer auf den letzten Metern vorbeiläuft.
Wie reagierten die Sportler? Der US-Läufer blieb erschöpft hinter der Ziellinie stehen, Kamau stürzte direkt nach dem Einlauf und musste medizinisch betreut werden. Er wurde später auf einer Trage weggebracht. Es hatte 32 Grad im Schatten (den es nicht gab).
Worum geht es? Sie hat mutmaßlich viel gesehen und gehört, nun redet sie auch. Charlotte M., die als Privatsekretärin von Andrew Mountbatten-Windsor tätig war, hat sich bereit erklärt, mit der Polizei zu reden, berichtet die Times.
Wer ist Charlotte M.? Die heute 68-Jährige frühere Offizierin in der Royal Navy war ab 1996 für Andrew tätig. Zwischen 2001 und 2003 war Charlotte M. seine Privatsekretärin und Schatzmeisterin.
Was ist für sie heikel? Charlotte M. unterzeichnete im Juni 2000 im Namen von Andrew einen Scheck über 75 Pfund. Über das Bankkonto des Buckingham Palace wurde eine südafrikanische Masseurin bezahlt, die Ghislaine Maxwell für Andrew engagiert hatte.
Wie kam das zustande? Maxwell war Kundin von Monique Giannelloni, die eine Massagepraxis in Kensington besaß. Dort arbeitete auch die Südafrikanerin. Maxwell versprach der Masseurin: "Ich werde Sie jemandem vorstellen, der berühmter ist als Gott."
Wie lief der Termin ab? "Ich kam ins Zimmer und Andrew stand da in einem Bademantel", erzählte die Masseurin der Daily Mail. "Nachdem ich 'Hallo' gesagt hatte, verschwand er im Badezimmer und kam nackt zurück." Sie habe den Blick abgewandt und war "ziemlich verlegen."
Irgendwelche Vorkommnisse? Während der Massage war Andrew mit einem Handtuch bedeckt. Es habe keine Probleme gegeben. Die Masseurin sagte, er sei "sehr nett und sehr gentlemanlike" gewesen, so ihre Chefin Monique Giannelloni später.
Worum geht es? Rätselhafte Schussattacke auf das Anwesen von Rihanna in Beverly Hills, Los Angeles. Der Vorfall ereignete sich Sonntag um 13.20 Uhr Ortszeit. Die Sängerin war daheim.
Was weiß man? Laut Polizeiangaben soll eine Frau aus einem weißen Tesla heraus mindestens 10 Schüsse abgefeuert haben, bevor die Beamten eintrafen. Es gibt Einschusslöcher in einem Tor an Rihannas Haus und in einem Wohnmobil.
Ist die Schützin in Haft? Die mutmaßliche Täterin flüchtete in ihrem Auto, die Polizie nahm unter anderem mit einem Hubschrauber die Verfolgung auf. Sie konnte auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Sherman Oaks festgenommen werden.
Was fand sich im Auto? Ein Sturmgewehr und sieben Patronenhülsen.
Was ist das Motiv? Das ist unklar, die Ermittlungen laufen. Die Frau soll mit einer AR-15-ähnlichen Waffe geschossen haben.
Wo waren die Kinder? Rihanna wurde nicht verletzt. Unklar ist, ob Lebenspartner A$AP Rocky oder die drei gemeinsamen Kinder RZA (3), Riot Rose (2) und Rocki (6 Monate) daheim waren, als die Schüsse fielen.
Worum geht es? In einem Brief hatten Beschäftigte von Pixar schon 2022 behauptet, dass Momente homosexueller Zuneigung aus Filmen entfernt wurden. Nun räumte das Unternehmen derartige Vorgänge ein.
Was passierte? In einer früheren Version des Films "Elio" etwa sollten LGBTQ+‑Themen deutlicher vorkommen. Darunter waren Szenen, die andeuteten, dass der Hauptcharakter queer sein könnte, zum Beispiel durch ein rosa Fahrrad.
Aber? Nun nahm Pete Docter, Chief Creative Officer von Pixar, im Wall Street Journal zu den Vorwürfen Stellung und versuchte, die Gründe zu erklären.
Nämlich? Man habe "Elio" einem Testpublikum gezeigt. Der Hauptcharakter kam gut an, aber es sollen Einwände über seine sexuelle Ausrichtung gekommen sein. Befragte hätten gesagt, sie würden sich den Film im Kino nicht anschauen.
Also? Wurde der Regisseur getauscht. Zwei neue Regisseure nahmen zahlreiche Änderungen vor, darunter die Entfernung von Elementen, die auf Elios Homosexualität hindeuteten.
Wie sieht Docter das? "Wir drehen einen Film, keine Therapie im Wert von Hunderten Millionen Dollar", sagte er. Und meint damit, dass Pixar keinen Film produzieren wollte, der Kinder und Eltern zu emotional schwierigen Gesprächen zwingt.
Brachte das Erfolg? Nein! Nach einer 15-monatigen Verzögerung aufgrund zusätzlicher Arbeiten kam "Elio" 2025 in die Kinos, wurde zu Pixars größtem Flop und kostete Disney über 100 Millionen Dollar.
Worum geht es? Seit 3. Februar wird in Oslo gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit verhandelt. Genauso lange sitzt der 29-Jährige bereits in Untersuchungshaft. Nun hat er einen Antrag auf Enthaftung gestellt, berichten norwegische Medien.
Worum geht es bei dem Prozess? Dem unehelich geborenen Sohn von Mette-Marit werden insgesamt 40 Straftaten vorgeworfen, darunter mehrere Vergewaltigungen sowie der physische und psychische Missbrauch mehrerer Partnerinnen.
Und deshalb sitzt er auch in U-Haft? Nein, erst einen Tag vor Prozessbeginn waren zusätzlich neue Anklagepunkte gegen Marius bekannt geworden, derentwegen er schließlich in Haft kam. Diese U-Haft war zunächst auf vier Wochen angesetzt und wurde anschließend von der Staatsanwaltschaft verlängert.
Weshalb jetzt der Antrag auf Enthaftung? Dazu machte Borg Høibys Anwältin keine näheren Angaben.
Wann wird darüber entschieden? Der Antrag auf Enthaftung liegt derzeit beim Bezirksgericht Oslo, das darüber zu befinden hat.
Wie lange wird der Prozess gegen Marius noch dauern? Der Prozess war ursprünglich bis zum 19. März angesetzt. Aufgrund diverser Verzögerungen ist es aber möglich, dass länger verhandelt wird. Der nächste Verhandlungstag ist am Dienstag, dem 10. März.
Wann ist die Urteilsverkündung? Das steht nicht fest. Nach dem letzten Verhandlungstag zieht sich der dreiköpfige Richtersenat zu Beratungen zurück, der Urteilsspruch wird erst einige Wochen später erwartet.
Worum geht es? Der Zürcher Zoo hat am Montag mitgeteilt, dass insgesamt zehn Tiere aus der Gruppe der Blutbrustpaviane getötet werden mussten, um den sozialen Frieden des Clans zu gewährleisten. Die Gruppe war zuletzt auf 48 Tiere angewachsen – zu viele für ein gedeihliches Miteinander, so der Tierpark.
Wie wurden die Tiere getötet? Sie seien zunächst betäubt und schließlich eingeschläfert worden.
Weshalb war das notwendig? Die Gruppe war zu groß geworden für den ihr zur Verfügung stehenden Platz, so die Tierparkleitung.
Gab es keine weniger blutige Lösung? Offenbar nicht. Im vergangenen Herbst seien bereits sechs Tiere aus der Gruppe an andere Tierparks in Europa gegangen, jetzt sei das nicht mehr möglich gewesen, entsprechende Anfragen wurden abgelehnt.
Was geschieht mit den getöteten Tieren? Sie seien "der Forschung übergeben" worden, hieß es.
Wie wurden die Tiere ausgewählt, die getötet wurden? Es habe jene Exemplare getroffen, die "für das langfristige Überleben der gesamten Population am wenigsten entscheidend" gewesen seien, so die offizielle Erklärung.
Passiert so etwas häufiger? Öfter als man denkt. Immer wieder müssen Tierparks den Bestand ausdünnen, weil die Tiere unter den geschützten Bedingungen sich einerseits stark vermehren und andererseits oft wesentlich älter werden als in freier Wildbahn. In vielen Zoos werden "überschüssige" Tiere daher quasi nebenbei getötet und verfüttert, meist, ohne dass es den Besuchern auffällt.
























































