Worum geht es? Am Sonntag wurden in L.A. die Grammys vergeben. Der Dalai Lama holte sich in der Kategorie "Best Audio Book, Narration and Storytelling" die Trophäe. Er sprach für die Produktion Texte über Mitgefühl und Frieden ein.
Wie reagierte China? Die Regierung bezeichnete den Grammy‑Preis als "politisches Manöver" und "Anti‑China‑Manipulation". Sie fordert, dass solche kulturellen Auszeichnungen nicht als politische Instrumente gegen China genutzt werden sollten.
Was ist der Hintergrund? Der Dalai Lama ist das spirituelle Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Der 14. Dalai Lama ist Tenzin Gyatso, geboren 1935. Er wird von vielen Tibetern und Buddhisten als inkarnierter spiritueller Führer betrachtet, lebt aber seit 1959 im Exil in Indien.
Warum? Weil er vor der chinesischen Kontrolle Tibets geflohen ist. China betrachtet den Dalai Lama nicht als legitimen religiösen Führer, sondern sieht in ihm vor allem einen politischen Gegner und Separatisten, der das Ziel einer größeren Autonomie Tibets symbolisiert – wenn nicht sogar Unabhängigkeit.
Welchen Konflikt erzeugt das? Traditionell wird ein Dalai Lama als Reinkarnation des Vorgängers angesehen. Chinas Regierung besteht darauf, dass chinesische Behörden das Recht haben, diese Reinkarnationen zu kontrollieren und zu genehmigen.
Was bedeutet das? China will den nächsten Dalai Lama selbst bestimmen, was von den meisten Tibetern und vielen internationalen Beobachtern nicht akzeptiert wird. Diese Frage hat weitreichende politische Bedeutung.
Worum geht es? Am Dienstag haben französische Ermittler die Pariser Büros von X durchsucht. Die Aktion wurde von der Cybercrime‑Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft durchgeführt, mit Unterstützung der französischen Polizei und Europol.
Was ist der Hintergrund? Ziel ist eine laufende strafrechtliche Untersuchung gegen X, die seit April 2025 läuft und auf drei Handlungssträngen beruht: Manipulation, Deepfakes und KI‑Inhalte, sowie Verbreitung illegaler Inhalte.
Was heißt das? Der Algorithmus von X soll politisch einseitig oder verzerrend funktionieren – etwa indem einige Inhalte bevorzugt verbreitet werden. Ein zentraler Punkt sind KI‑generierte Inhalte, insbesondere die Bilder/Deepfakes, die vom KI‑Chatbot Grok erstellt wurden.
Worum geht es? Es wird untersucht, ob diese Inhalte täuschend echt wirkende KI‑Bilder von realen Menschen, insbesondere sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern, erzeugen oder verbreiten; Inhalte zur Holocaust‑Leugnung oder ähnliches beinhalten.
Was ist mit illegalen Inhalten gemeint? Untersucht wird, ob X bei der Verbreitung von gewaltverherrlichendem Material Darstellungen von Kindes-Missbrauch mitverantwortlich war, bzw. Holocaust‑Leugnung und andere strafbare Inhalte nicht ausreichend kontrolliert hat.
Was ist die Folge? Die Ermittler haben Elon Musk sowie die frühere X‑Geschäftsführerin Linda Yaccarino zu einer "freiwilligen Anhörung" am 20. April in Paris vorgeladen.
Worum geht es? Am Dienstag wurde Josh D’Amaro vom Disneys Verwaltungsrat zum neuen Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens gewählt. Er tritt am 18. März die Nachfolge von Bob Iger an.
Wie wurde Iger bekannt? Durch seinen Rücktritt vom Rücktritt. Disney warf ihn 2020 raus, zwei Jahre später kam er wieder, weil sich sein Nachfolger als ungeeignet erwiesen hatte.
Wer ist Josh D’Amaro? 54, wohnt mit seiner Frau Susan, seiner Jugendliebe, in Coto de Caza, zwei Autostunden südlich von L.A., aufgewachsen in der Nähe von Boston, studierter Betriebswirt. Aber er hatte einen anderen Berufswunsch.
Nämlich? Er wollte Bildhauer werden. Am Ende seines zweiten Studienjahres schweißte er um zwei Uhr nacht eine fast vier Meter hohe Skulptur zusammen und grübelte darüber, wie er als Künstler jemals eine Familie ernähren sollte. Er vollendete das Werk – eine abstrakte menschliche Figur, sattelte aber auf Marketing um.
Was er begabt? Die Figur war immerhin jahrelang auf dem Campus des Skidmore College in New York, seiner Kunstuni, ausgestellt, berichtet die New York Times.
Was hat D’Amaro mir Disney zu tun? Er trat 1998 in das Unternehmen ein und begann seine Karriere im Disneyland Resort. Zuletzt war er die Cashcow des Konzerns.
Wieso? Die Abteilung von D'Amaro erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 60 Prozent des Disney-Gewinns. Laut dem Marktforschungsunternehmen MoffettNathanson macht sie 80 Prozent des Gesamtwerts von Disney aus. D'Amaro ist für drei der vier wichtigsten Wachstumsbereiche von Disney verantwortlich (Kreuzfahrten, Spiele und Freizeitparks; Streaming ist der vierte).
Wie groß ist Disney? Der Konzern erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von 10 Milliarden US-Dollar. Es gibt weltweit 12 Freizeitparks, in Abu Dhabi entsteht der nächste.
Was gibt es darüber hinaus? Disney Studios (Pixar, Marvel, Lucasfilm/Star Wars, 20th Century Studios), TV-Sender wie ABC, Disney Channel, National Geographic, FX, die Streamer Disney+, Hulu, ESPN+, die Disney Music Group. und dds Kreuzfahrtgeschäft.
Worum geht es? Australien erlebt eine ausgedehnte, historische Hitzewelle. Vor allem im Südosten liegen die Temperaturen oft deutlich über 40 °C, in vielen Orten reichen sie nahe an 50 °C heran.
Ist das ungewöhnlich? In Teilen von Victoria, New South Wales und South Australia wurden mehrfach Temperaturen zwischen 48 und 49,5 °C gemessen. Zahlreiche regionale Rekorde für höchste Tageswerte wurden bereits gebrochen oder standen kurz davor.
Wer bekam das zu spüren? In Melbourne gab es Temperaturen über 45 °C, der höchste Wert seit fast zwei Jahrzehnten. Hier gingen am vergangenen Sonntag die Australian Open im Tennis zu Ende.
Was ist die Konsequenz? Die extreme Hitze führt zu starker Trockenheit und großem Brandrisiko. Stromnetze werden belastet — teils kam es zu Stromausfällen, weil Klimaanlagen und Kühlungssysteme gleichzeitig stark genutzt wurde.
Was heißt das für die Menschen? Gesundheitsbehörden warnen vor Hitzschlag, Dehydrierung und Herz‑Kreislauf-Problemen, besonders für alte Menschen, Kinder und Menschen mit chronischen Krankheiten. Vor allem heiße Nächte ohne Abkühlung verschärfen diese Risiken.
Worum geht es? Am 13. Jänner hätten Ex-Präsidenten Bill Clinton als seine Frau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, vor dem U-Ausschuss im US-Repräsentantenhaus aussagen sollen. Aber sie kamen nicht.
Warum? Die Clintons argumentieren, dass die Vorladungen ungültig oder politisch motiviert seien, und dass sie bereits schriftliche Informationen bereitgestellt hätten.
Was passierte danach? Der Ausschuss (House Oversight Committee) brachte eine Anklage gegen das frühere Präsidentschaftspaar auf den Weg. Sogar einige Demokraten stimmten dafür.
Welche Folgen hat das? Ein Verstoß gegen eine Kongress-Vorladung kann mit bis zu einem Jahr Haft und Geldstrafen geahndet werden.
Warum sollten die Clintons aussagen? Bill Clinton ist in Fluglisten von Jeffrey Epsteins Privatjet ("Lolita Express") dokumentiert. In freigegebenen Epstein-Akten taucht er mehrfach auf – etwa auf Fotos oder als Person. Das bedeutet aber nicht, dass er beschuldigt wird, an Straftaten beteiligt gewesen zu sein.
Was passierte nun? Am Dienstag stimmten Bill und Hillary Clinton zu, vor dem Kongress persönlich unter Eid auszusagen, um das geplante Verfahren wegen Missachtung zu verhindern.
Wann soll das stattfinden? Ein konkreter Termin steht noch nicht fest, und es gibt noch Diskussionen darüber, unter welchen Bedingungen dies geschehen soll.
Worum geht es? Der US-Staat New Mexico erhebt schwere Vorwürfe gegen Meta. Die Plattformen des Tech-Giganten sollen systematisch Kinder und Jugendliche sexueller Ausbeutung ausgesetzt haben. Das Unternehmen habe das zugelassen oder sogar begünstigt. Die Plattformen des Konzerns seien "ein Marktplatz für Pädophile".
Was ist die Folge? Am Montag begann in Santa Fe ein Zivilprozess gegen Meta-Plattformen von Mark Zuckerberg wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Hier finden Sie die Klage.
Wie kam es zur Klage? Der Fall basiert auf einer Undercover‑Ermittlung seit 2023, bei der Ermittler in Santa Fe über Jahre soziale Netzwerke durchforsteten und Scheinkonten für Minderjährige (unter 14 Jahren) einrichteten.
Wie lange dauert der Prozess? Er begann mit der Jury‑Auswahl, der eigentliche Prozess soll etwa sieben bis acht Wochen dauern.
Wie bedeutend ist er? Das Verfahren gilt als ein "Landmark-Case" (bedeutender Fall), weil er die erste große staatliche Zivilklage gegen Meta wegen dieser Art von Kindeswohl‑Vorwürfen ist, die vor eine Geschworenenjury kommt.
Was ist der konkrete Vorwurf? In der Klage heißt es, dass Meta‑Plattformen durch ihr System und ihre Algorithmen zu einem funktionalen Ort für Täter wurden, um sich zu vernetzen, Inhalte auszutauschen oder Opfer zu finden.
Was heißt das konkret? Es soll interne Dokumente geben, nach denen Algorithmen pädophile Accounts untereinander verknüpft oder auf Inhalte hingewiesen haben, auch ohne effektive Moderation.
Was sagt Meta? Der Konzern führt an, dass er umfangreiche Schutzmaßnahmen für Kinder eingeführt habe und mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeite. Die Anschuldigungen werden als "sensationslüstern und irreführend" bezeichnet.
Worum geht es? Zwischen Donald Trump und Harvard tobt seit Monaten ein Streit. Nun kündigte der US-Präsident an, von der Elite-Uni 1 Milliarde Dollar Schadenersatz fordern zu wollen.
Was ist der Hintergrund? Die New York Times hatte unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass Trump die Forderung seiner Regierung nach einer Zahlung von 200 Millionen Dollar an die Regierung fallen gelassen habe.
Wie reagierte Trump? Der Präsident schrieb auf Truth Social: "Die stark antisemitische Harvard-Universität hat der New York Times jede Menge Unsinn zugespielt. Wir fordern nun eine Milliarde Dollar Schadensersatz und wollen in Zukunft nichts mehr mit der Harvard-Universität zu tun haben."
Was ist die Vorgeschichte? Die Regierung wirft Harvard – und anderen Elite‑Universitäten – vor, nicht ausreichend gegen antisemitische Belästigungen und „antizionistische“ Demos auf dem Campus vorzugehen, besonders im Zusammenhang mit Protesten seit dem Nahost‑Konflikt Ende 2023. Sie würden eine "woke" Ideologie fördern.
War da nicht auch was mit Geld? Ja, Trump hatte zuvor versucht, Fördergelder in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar einzufrieren, weil die Uni sich angeblich nicht an staatliche Vorgaben halten wollte. Harvard klagte dagegen erfolgreich, ein Gericht bezeichnete die Kürzung als rechtswidrig.
Was war die Folge? Monatelang gab es Vergleichsgespräche zwischen Harvard und der Regierung. Trump hat dabei früher über 500 Mio. Dollar Schadenersatz gesprochen und Verhandlungen über neue Initiativen vorgeschlagen. Diese Verhandlungen blieben jedoch ohne endgültige Einigung.
Was sagte Trump über die New York Times? Sie sei "ein korruptes, prinzipienloses und erbärmliches Sprachrohr der Linken."
Worum geht es? Der Zugang zum Oktoberfest in München ist traditionell kostenlos. Weil das Bier aber immer teuer wird, soll eine andere Lösung her: Das Maß soll günstiger werden, dafür der Eintritt kosten.
Woher kommt die Idee? Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes Georg Schneider hat am Dienstag in der "Augsburger Allgemeinen" vorgeschlagen, Eintritt zu verlangen – etwa um steigende Kosten zu decken.
Was sagen die Veranstalter? Wiesn-Chef Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (beide SPD) sind dagegen, die Wirte ebenso. Argument: "Das ist ein Volksfest, und das soll es auch bleiben." Schließlich gebe es auch Familien, die einfach nur über die Festwiese schlendern wollten.
Ist das Oktoberfest wirklich gratis? Die Festwiese ja, die "Oide Wiesn" (der traditionelle Bereich im Süden) kostet Eintritt – etwa 4 € pro Person (Kinder bis 14 Jahre frei). Nach 21 Uhr ist dort der Eintritt über die Ausgänge frei.
Was kostet das Bier inzwischen? Das Maß (1 Liter) kostete im Vorjahr zwischen 14,50 Euro und– 15,80 Euro je nach Zelt. Snacks und traditionelle Gerichte liegen oft im zweistelligen Bereich.























































