10. Juli 2024
  • Am 15. Juni schmiss er für ihn im Peacock Theater in Los Angeles eine Spendenparty. Julia Roberts war da, Jimmy Kimmel moderierte eine Diskussion für ihn mit Barack Obama, 28 Millionen Dollar wurden an Spenden eingesammelt. Vier Wochen später ersucht George Clooney in einem Kommentar in der "New York Times" nun Joe Biden darum, aus dem Rennen für die Wiederwahl auszusteigen. Er tut es mit eindringlichen Worten und er ist die Stimme vieler den Demokraten zugeneigter Personen in Hollywood.

    Die wichtigsten Auszüge aus dem Schreiben: "Ich liebe Joe Biden. Als Senator. Als Vizepräsident und als Präsident. Ich betrachte ihn als Freund und ich glaube an ihn. Glaube an seinen Charakter. Glaube an seine Moral. In den letzten vier Jahren hat er viele der Kämpfe gewonnen, die er ausgetragen hat. Aber den Kampf gegen die Zeit kann er nicht gewinnen. Keiner von uns kann das. Es ist niederschmetternd, das sagen zu müssen, aber der Joe Biden, mit dem ich vor drei Wochen bei der Spendenaktion war, der war nicht der `große verdammte Nummer´ Biden von 2010. Er war nicht einmal der Joe Biden von 2020. Er war derselbe Mann, den wir alle bei der Debatte erlebt haben.“

    „War er müde? Ja. Eine Erkältung? Vielleicht. Aber unsere Parteiführer müssen aufhören, uns zu erzählen, dass 51 Millionen Menschen nicht gesehen haben, was wir gerade gesehen haben. Wir sind alle so verängstigt von der Aussicht auf eine zweite Amtszeit Trumps, dass wir uns entschieden haben, jedes Warnsignal zu ignorieren. Ist es fair, auf diese Dinge hinzuweisen? Es muss fair sein. Es geht um das Alter. Mehr nicht. Aber auch nichts, was rückgängig gemacht werden kann.

    "Mit diesem Präsidenten werden wir im November nicht gewinnen. Wir werden das Repräsentantenhaus nicht gewinnen und den Senat verlieren. Das ist die Meinung jedes Senators, Kongressabgeordneten und Gouverneurs. Der Damm ist gebrochen. Wir können den Kopf in den Sand stecken und für ein Wunder im November beten, oder wir können die Wahrheit sagen."

    "Es ist bestenfalls unredlich zu behaupten, die Demokraten hätten mit ihrer Stimme bereits gesprochen und die Nominierung sei daher beschlossene Sache, wenn wir gerade neue und beunruhigende Informationen erhalten haben", sagte Clooney. Wäre es chaotisch? Ja. Demokratie ist chaotisch. Aber würde es unsere Partei beleben und Wähler aufwecken, die schon lange vor der Juni-Debatte abgeschaltet hatten? Das würde es ganz sicher. Biden ist ein Held; er hat 2020 die Demokratie gerettet. Wir brauchen ihn, um das 2024 noch einmal zu schaffen",

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