Eugen Freund
"Auf die USA brauchen wir uns nicht mehr zu verlassen"
Die Spannungen zwischen Europa und denn USA sind eine unendliche Geschichte. Nicht erst Trump trampelt auf den Verbündeten herum. Was Freunde früher zu Feinden machte, was jetzt anders ist: US-Experte Eugen Freund analysiert die Lage.

Jetzt sind alle Zweifel ausgeräumt. Donald Trump - oder besser: die Regierung Trump – will das transatlantische Verhältnis neu ordnen. Obwohl: wenn "ordnen" von "Ordnung" kommt, dann muss ich einen neuen Begriff verwenden: das transatlantische Verhältnis erlebt seit Trump einen neuen Tiefpunkt.
Die Europäische Union ist – Trumps Wortschatz reicht oft nicht über den eines Sechsjährigen hinaus – in seinen Augen "bad", also schlecht, das verkündete er schon im Wahlkampf. Kaum im Amt, droht er mit Zollerhöhungen, einfach einseitig angesagt.

Das NATO-bashing gehört zu seinem regelmäßigen Repertoire. Wladimir Putin, der mit dem Einmarsch in der Ukraine sein wahres Gesicht gezeigt hat, wird plötzlich zu einem ganz normalen Gesprächspartner, mit dem Trump das Schicksal der besetzten Gebiete im Osten der Ukraine ausverhandeln möchte. Ohne die Regierung des betroffenen Staates, ohne die europäischen Verbündeten.
Für die hat Vizepräsident JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine ganz eigentümliche Botschaft: Die größte Gefahr gehe derzeit nicht von Russland oder China aus, sondern von den europäischen Regierungen, so der Stellvertreter von Donald Trump. Als Beispiel nennt er die annullierte Wahl in Rumänien, Ermittlungen wegen Onlinekommentaren in Deutschland oder den Umgang mit einem Abtreibungsgegner in Großbritannien.
Es sei ein Skandal, dass links- und rechtspopulistische Parteien in München nicht willkommen seien, erklärt er. "Es gibt keinen Platz für Brandmauern." So drückt er seine Sympathien für die rechtsradikale AfD aus. Um sich danach mit deren Vorsitzender Alice Weidel zu treffen. Den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz lässt er links liegen.

Kopfschütteln über Amerikaner
Um das gegenwärtige Verhältnis zwischen Europa und den USA richtig einschätzen zu können, ist es meiner Ansicht nach wichtig, sich das Ganze im historischen Kontext anzusehen – und dazu lautet die Überschrift: Spannungen hat es immer gegeben – einmal waren sie punktuell (also auf ein oder zwei Themen bezogen), einmal waren sie tiefschürfender und prinzipieller.
Oder anders ausgedrückt: So wie jetzt die führenden Köpfe der USA gegenüber Europa, haben auch umgekehrt Europäer vieles, was in den USA zum Alltag gehört, schon lange vor uns mit Kopfschütteln betrachtet:
Lassen Sie mich ein wenig in der Geschichte blättern: Rudyard Kipling, der weitgereiste indisch-britische Schriftsteller, war am 4. Juli 1889 mit einer Gruppe englischer Touristen in dem kleinen Ort Mammoth Hot Springs beim Yellowstone Park. Und er hat sich, so schreibt er in seinen Eintragungen, gewunden vor Irritation, als ein lokaler Politiker den Leuten zurief, "Ihr seid die größten, freiesten, großzügigsten und reichsten Menschen auf dieser Erde, und alle sagten AMEN dazu …"
Etwa zur gleichen Zeit hielt sich auch der norwegische Schriftsteller Knut Hamsun in den Vereinigten Staaten auf – und war alles andere als erfreut darüber, was er dort erlebte: es sei unglaublich, schrieb er nach Hause, "wie überzeugt die Amerikaner in ihrem Glauben sind, jeden Feind, ganz gleich, woher er kommt, niederzubügeln." Und dann: "Der Patriotismus findet kein Ende: er wird niemals in Frage gestellt, und er ist so lautstark wie mächtig …"
Eugen Freund im Video: Wie die USA Österreich sehen
Europa wehrte sich gegen den Import von US-Ideologie
Doch weiter in unserem Zeitablauf: Charles de Gaulle, der französische Staatspräsident, zeigte sich skeptisch über den Marshall Plan, also die Entwicklungshilfe der Amerikaner für das zerstörte Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Er befürchtete, dass die USA mit diesem Marshall Plan auch ein gewaltiges Stück Ideologie mitimportieren würden (ganz so unrecht hatte der General nicht).
Arthur Koestler, der große österreichisch-britische Kritiker, nahm freilich die Amerikaner quasi in Schutz: "Wer hat uns denn gezwungen," schrieb er, "Brot, das in Nylonpapier eingewickelt ist, vorfabrizierte Städte oder das Reader's Digest zu kaufen? Die USA regieren über Europa nicht wie die Briten über Indien – sie haben keinen Opium-Krieg geführt, um uns das Coca-Cola in unsere Kehlen zu schütten. Europa hat dieses Paket gekauft, weil Europa es wollte …"
Und darin liegt sicher ein Körnchen Wahrheit, wenn wir uns nur das Fernseh- oder Kino-Verhalten ansehen, das von US-Produkten dominiert wird. Von den unterschiedlichen US-Social Media Quellen, die seit ihrer Einführung Europa dominieren, ganz abgesehen.

Eine "bedrängte Freundschaft" schon 1967
Ein gutes, wenn auch unvollständiges Archiv, ist besser als ein schlechtes Gedächtnis: So habe ich einen Spiegel vom 1. Mai 1967 aufbewahrt, auf dessen Titelbild der damalige deutsche Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und der amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson abgebildet sind – mit der Schlagzeile: "Bedrängte Freundschaft".
Im Blatt ist dann zu lesen, wie die neue deutsch-französische Achse die Amerikaner irritiert – damals befürchteten sie, nach den Franzosen (die ja aus dem militärischen Bereich der NATO ausgetreten waren) würden sie jetzt auch noch die Deutschen als Speerspitze der Amerikaner in Europa verlieren …
Beinahe zeitgleich tobte in Asien der Vietnamkrieg, mit seinen Millionen Toten, den Bombardierungen, in dem ganze Landstriche zerstört wurden. Überall in Europa wurde dagegen demonstriert, das Verhältnis zu den Amerikanern noch weiter erschüttert.

"Die schlimmste Spaltung"
Doch lassen Sie mich weiter in meinem Archiv graben. 6. Juni 1980, Die Zeit: "Atlantische Malaise. Gräben zwischen Amerika und Europa: Kaum eine Woche vergeht, in der nicht die außenpolitischen Interessen der Vereinigten Staaten mit denen der Europäer kollidieren … die Besorgnis über eine tiefgreifende Veränderung im Verhältnis zwischen Amerika und Europa wächst …"
Das könnte heute nicht viel anders gesehen werden.
Vor allem, wenn man dazu auch die amerikanische Perspektive heranzieht. Ebenfalls im Juni 1980 schrieb die International Herald Tribune zum Thema "Spannungen zwischen Europa und den USA" Folgendes: "Die schlimmste Spaltung, die Europa und die USA erleben" heißt es in der Überschrift. Und dann liest man weiter: "Die USA und seine Alliierten sind weiter auseinander gedriftet als je zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Einige Experten in Washington und in anderen Hauptstädten fragen sich insgeheim, ob die Westmächte diesem Druck standhalten können."
Der Autor resümiert: "Aus dem Blickwinkel von Washington überbetonen die Westeuropäer – ganz spezielle Frankreich und Deutschland – Verhandlungslösungen ..."
Was jetzt Trump mit einer Art Fingerschnippen zu lösen versucht, ist damals von den Amerikanern kritisiert worden. Denn die Probleme, die zu jener Zeit im Einzelnen aufgezählt werden - der Nahe Osten, Iran und Afghanistan - sind nur unwesentlich andere als heute. Freilich hat es in all diesen Fällen, gleich ob es 1967 war oder 1980, einen gemeinsamen Gegner gegeben, der dieses Bündnis über alle Auseinandersetzungen hinweg zusammengeklammert hat, und das war der Ost-West Konflikt, also die Gegnerschaft zur Sowjetunion.

Vom Mars oder von der Venus
Eine Erklärung für dieses unterschiedliche Weltbild, das Europäer und Amerikaner haben und das sie mehr und mehr trennt, lieferte der immer wieder zitierte Robert Kagan vom Carnegie Endowment for International Peace in seinem Buch "Power and Weakness": Da sticht vor allem folgender Vergleich heraus: "Amerikaner kommen vom Mars, Europäer stammen von der Venus ab."
Darin steckt viel Wahres, denn tatsächlich – so schreibt er weiter – ziehen die Amerikaner "eine Politik der Nötigung der einer durch Überzeugungsarbeit vor, betonen eher Strafsanktionen als Belohnung für besseres Benehmen", oder – und jetzt hilft keine deutsche Übersetzung mehr – Amerikaner "prefer the stick over the carrot".
Wer heute mit offenen Augen die jüngsten Ereignisse analysiert, wird an diesem Bild nicht vorüber kommen können: die Amerikaner betrachten die Europäer (manche Europäer) als Weichlinge, die vor jedem zusammenzucken, der sich hinter einer Straßenlaterne versteckt.
Wogegen wir wiederum die Amerikaner im Wesentlichen als Cowboys sehen, die mit gezücktem Revolver durch die Welt marschieren und auf alles schießen, was sich bewegt. "Es gibt einen neuen Sheriff in der Stadt – und der heißt Donald Trump" – nicht von ungefähr hat JD Vance in München so seinen Chef in Washington beschrieben.

Terror am 9. 11. ändert wieder alles
Und damit komme ich jetzt – vielleicht ein bisschen sprunghaft – zum 11. September 2001. Mit diesem Tag war das Dogma der Unverletzlichkeit der USA gebrochen. Und alle waren wir schockiert - vielleicht jeder auf eine andere Art und Weise, aber kaum jemanden haben die Ereignisse in New York und Washington kalt gelassen.
Alle versuchten miteinzukalkulieren, was das für die Psyche eines Landes bedeutet: Wie da mit einer Brutalität 3.000 unschuldige Bürger – zum Großteil Zivilisten - von einer Minute zur anderen kaltblütig und kalkuliert ermordet worden sind, das brachte den USA Sympathien ein, die vorher – und nicht zuletzt, weil es ja auch die nicht sehr beliebte Regierung George W. Bush betroffen hatte – niemand für möglich gehalten hatte.
Die NATO solidarisierte sich – zum ersten Mal ist jener Status ausgerufen worden, der die NATO verpflichtet, einzugreifen, wenn eines ihrer Mitglieder angegriffen wird. China, Russland, sogar einige arabische Staaten sagten den USA ihre Unterstützung im Kampf gegen den Terror zu.

Doch lange hat diese Zuneigung zu einem Land, einem ganzen Volk, durch so viele andere Staaten nicht gedauert. Was da genau der Auslöser dieser Entfremdung war, ist noch immer nicht klar: der Krieg in Afghanistan allein kann es nicht gewesen sein, vielleicht waren es die unnötigen zivilen Opfer, die dieser Einmarsch gefordert hat: sie erinnern sich vielleicht noch an die afghanische Hochzeitsgesellschaft, die von einem amerikanischen Kampfjet mit einer Bombe zerrieben worden ist …
Vielleicht war es auch die Erkenntnis der Europäer, dass die USA diesen Krieg ja doch lieber alleine führen wollten und sie alle anderen Mitglieder dieser Koalition quasi als Schutzschild verwendeten.
Vielleicht lag es auch daran, dass die Bush-Administration die Anschläge in New York und Washington nicht wirklich zu einer klaren Analyse ihrer Außenpolitik verwendet hatte. Das mag auch damit zusammenhängen, dass wir Europäer eine kompliziertere - oder besser gesagt: komplexere - Sicht der Dinge haben als die Amerikaner, jedenfalls als George W. Bush, für den schon der Begriff "Komplex" mehr als ein Fremdwort war ...

Todesstrafe bis Religion
Die Spannungen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zwischen Europa und den USA bildeten und manchmal wieder entluden, haben aber auch noch andere Ursachen. Mache sind sozusagen institutionell: zum Beispiel was den Einsatz militärischer Mittel betrifft. Manche sind kulturell: etwa die Diskussion über die Todesstrafe, die immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Europäern und Amerikanern führt.
Manche sind aber, was man als Stilfragen bezeichnen könnte: wie wir uns gegenseitig behandeln, wie wir aufeinander eingehen, indem wir entweder zuhören oder nur einfach Befehle erteilen.
Und dann gibt es wieder solche, die auf die unterschiedliche Art zurückzuführen sind, wie wir die Welt sehen – und seit dem Ende des Kalten Krieges gibt es tatsächlich eine unterschiedliche Betrachtung von spannungsgeladenen Ereignissen auf dieser Erde. Denken wir nur an die Lage im ehemaligen Jugoslawien, wo uns die Amerikaner, einfach ausgedrückt, aus der Patsche halfen.
Dazu passt auch, was einmal Walter Russell Mead, ein Mitglied des angesehenen amerikanischen Council of Foreign Relations, zu diesem Thema geschrieben hat: die USA sind zu unilateralistisch, zu religiös, zu kriegerisch, zu wirtschaftsfreundlich, zu verliebt in Waffen und die Todesstrafe und zu süchtig nach einfachen Lösungen für komplizierte Probleme. Mead hat diese Feststellungen freilich immer mit dem Zusatz verbunden, dass so die Europäer über die Amerikaner denken – und das dies nicht amerikanisches Gedankengut ist ...

Die USA, so erinnert Walter Russell Mead, misstrauen ganz einfach dem politischen Urteil Europas. Es habe noch keinen Machthaber gegeben, von dem die Europäer nicht geglaubt hätten, ihn durch Konzessionen milde stimmen zu können, und er nennt als Beispiele Hitler, Mussolini, Stalin, Gaddafi, Khomeini, oder Saddam Hussein.
Wenn man genauer darüber nachdenkt, muss man zu dem Schluss kommen, dass tatsächlich bei diesen genannten Personen Europäer und Amerikaner eine ganz unterschiedliche Haltung haben.
Was er allerdings in diesem Zusammenhang nicht erwähnt - und ich wäre nicht selbst ein Europäer, würde mir das nicht dabei einfallen - ist, dass es viele Diktaturen gibt, bei denen die Amerikaner die dortigen Machthaber mit Waffen und dem Geheimdienst unterstützten und erst sehr viel später darauf gekommen sind, dass sie damals eigentlich auf der falschen Seite standen. Denken sie nur an das Südamerika der Siebziger- und Achtziger-Jahre.

Andererseits versuchten sich die Europäer zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit einem - wie soll man es nennen – "neuen europäischen Selbstbewusstsein", das rund um die erfolgreiche Einführung des Euro entstanden ist, mehr Gehör zu verschaffen.
Angesehene deutsche Zeitungen waren zu jener Zeit voll von anti-amerikanischen Ressentiments. Da war die Rede davon, dass die USA in ihrem überzogenen Patriotismus den Rest der Welt einfach nicht verstehen wollen. Die Zeitungen beklagten eine Art Simplifizierung der amerikanischen Weltsicht und zeichneten selbst zugleich eine Art Comic-Versionen des amerikanischen Standpunkts.
Selbst Bücher, die Anti-Amerikanismus verbreiten, wie etwa "Weltmacht USA – Ein Nachruf" des französischen Historikers Emmanuel Todd, gingen weg wie warme Semmeln. Es beinhaltete, wie die SZ damals schrieb, einen "Nachruf" auf die "Weltmacht USA".
Doch zurück zur Weltmacht USA und den Spannungen mit Europa.

Eine Weltmacht aus Kraftlackln
Es besteht kein Zweifel, dass die USA eine hegemonistische Weltmacht geworden sind, die ihre Ziele auch dann durchsetzen will, wenn ihr niemand folgt. Zu sehr verwundern sollte uns diese Haltung nicht: Wir sehen ja überall in der Politik, dass dort, wo entsprechende Mehrheiten bestehen, diejenigen, die über diese Mehrheiten verfügen, sie auch durchsetzen wollen – oder tatsächlich durchsetzen.
Und interessanterweise sind es dann auch wieder diese Politiker, die sich selbst nicht scheuen, ihre Macht einzusetzen, die am lautesten gegen das revoltieren, was die USA auf weltpolitischer Ebene vorexerziert.
Die USA wollen nicht mit den Europäern mitziehen, wenn es um die Treibhausgase geht. Eine weltweite Reduzierung der Abgase kommt für die USA so lange nicht in Frage, als eine solche Reduzierung auch die amerikanische Industrie trifft: Trump hat (wie übrigens auch schon George W. Bush 20 Jahre davor) sehr klar gesagt: wenn es den Interessen der Wirtschaft zuwiderläuft, machen wir nicht mit.
Die USA ignorierten auch das Abkommen mit Russland, das eine Beschränkung der atomaren Rüstung vorsieht.

Und schließlich wollen die USA – ebenfalls schon von Bush angekündigt und jetzt von Trump wiederholt - nichts mit dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu tun haben. Dort werden Kriegsverbrechen abgehandelt – aber nicht gegen amerikanische Soldaten. Oder auch nicht gegen den engsten Verbündeten der USA, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. In all diesen Fällen sind die Interessen der Europäer und der Amerikaner ziemlich divergent.
Fazit: Die jüngsten verbalen Entgleisungen der Regierung Trump; die Ankündigungen, die Europäer mit erhöhten Zöllen zu bestrafen; die Gefahr, dass sich Putin dank amerikanischer Blauäugigkeit neue Opfer in Europa suchen könnte; dass die NATO bald nur noch einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Verteidigungskraft leisten wird können; all das kommt nicht aus heiterem Himmel.
Und doch ziehen sich diesmal, mehr als je zuvor (um bei diesem Bild zu bleiben), äußerst dunkle Wolken über Europa zusammen. Nur ein gemeinsam errichteter und von allen und über alle gespannter europäischer Schutzschirm kann garantieren, dass der Kontinent überlebensfähig bleibt. Auf die USA brauchen wir uns nicht mehr zu verlassen.
Eugen Freund war Moderator der ZiB 1, lebte von 1979 bis 1984 in New York und war von 1995 bis 2001 in Washington als ORF-Korrespondent tätig. Er war Teil der SPÖ-Delegation im Europa-Parlament und ebendort Mitglied der USA-Delegation (2014-2019)